Wasserhärte in Wuppertal – weiche bis mittel aus Talsperren und Brunnen

Die Versorgung mit Trinkwasser in Wuppertal stützt sich auf drei Standbeine: die Kerspe- und die Herbringhauser Talsperre, das Wasserwerk Benrath und die Fernwasserversorgung Große Dhünn-Talsperre. Informieren Sie sich hier über die Wassergewinnung, die Wasserqualität und die Wasserhärte in Wuppertal.

Da die Grundwasservorkommen in und um Wuppertal nicht zur Versorgung der Bürger mit Trinkwasser ausreichen, betreibt die Stadt mit einigem Aufwand Brunnen und Talsperren in der Nähe des Rheins. Alle Wassergewinnungsanlagen werden durch Wasserschutzgebiete und Kooperationen mit den örtlichen Landwirten wirksam vor Verunreinigungen und Schadstoffeinträgen geschützt. Die Verteilung des Leitungswassers an die rund 350.000 Einwohner und eine Vielzahl von Industriebetrieben wird durch ein fast 1.200 Kilometer langes Leitungsnetz sowie mehrere Wasserbehälter und Pumpstationen gewährleistet.

Brunnenwasser aus dem Wasserwerk Benrath

Das bereits seit 1879 in Betrieb befindliche Wasserwerk Benrath gewinnt sein Rohwasser über sieben 25 Meter tiefe Brunnen direkt am Rhein. Diese fassen landseitiges Grundwasser und sogenanntes Uferfiltrat, das über mehrere Wochen hinweg aus dem Fluss nach unten sickert und auf diese Weise natürlich gereinigt wird. Im Wasserwerk wird das Wasser dreifach filtriert, unter anderem mit Aktivkohle, enthärtet, belüftet und mit Ozon behandelt. Nach einer Sicherheitsdesinfektion wird es circa 180 Meter hoch in die Wassertürme der Stadt gepumpt.

Wassergewinnung über Talsperren

Im Jahr 1902 nahm die Herbringhauser Talsperre Ihren Betrieb auf. 1912 folgte die etwa 20 Kilometer entfernte Kerspe-Talsperre. Die Aufbereitung beider Rohwässer erfolgt im Wasserwerk Herbringhausen, das 1995 grundlegend modernisiert wurde, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Hier gibt es eine vierstufige Filtration, eine Behandlung mit Aktivkohle und Ozon sowie eine Sicherheitsdesinfektion. Ein weiterer Teil des Leitungswassers für Wuppertal stammt aus dem ebenfalls 20 Kilometer entfernten Wasserwerk Dabringhausen, das sein Wasser aus der Große Dhünn-Talsperre gewinnt und auf gleiche Weise aufbereitet wie das Wasserwerk Herbringhausen.

Unterschiedliche Wasserhärten in Wuppertal

Mit einer Wasserhärte von circa 5,5 °dH liegt das Trinkwasser aus den Talsperrenwasserwerken Herbringhausen und Dabringhausen im Härtebereich „weich“. Das im Wasserwerk Benrath gewonnene Quellwasser wird auf rund 10,7 °dh enthärtet und entspricht damit dem mittleren Härtebereich. In den Stadtteilen, die Mischwasser beziehen, liegt die Wasserhärte in Wuppertal an der Grenze der Bereiche „weich“ und „mittel“.

Während der Stadtteil Vohwinkel ausschließlich mit Wasser aus dem Wasserwerk Benrath beliefert wird, erhalten Elberfeld und Cronenberg eine Mischung aus allen drei Wässern. Barmen, Ronsdorf und Beyenburg bekommen Talsperrenwasser aus Herbringhausen und Dabringhausen.

Fazit

Wo das Wasser auch herkommt, es wird vor dem Verbrauch sorgfältig aufbereitet, um die Wasserqualität in Wuppertal sicherzustellen. Im gesamten Stadtgebiet steht hervorragendes Leitungswasser zur Verfügung, das sämtlichen Anforderungen der Trinkwasserversorgung entspricht und einen bedenkenlosen Trinkwassergenuss ermöglicht. Da die Wasserhärte in Wuppertal maximal 10,7 °dH beträgt, kommen Kalkablagerungen äußerst selten vor. Wuppertal ist eine Großstadt in Nordrhein-Westfalen und grenzt im Süden an die Städte Solingen und Remscheid. Wuppertal gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf.

Themen: Wasserhärte