Wasserhärte in Willich – Wasser mittlerer Härte aus quartären und tertiären Bodenschichten

Das Trinkwasser für Willich stammt aus Grundwasservorkommen in 25 bis 160 Metern Tiefe. Gewonnen wird es über 19 Brunnen. Die Aufbereitung erfolgt im lokalen Wasserwerk. Lesen Sie hier alles Wichtige zur Wasserqualität und zur Wasserhärte in Willich. Das Wasserwerk Willich und sein Einzugsgebiet liegen im Bereich der Krefelder Scholle, bei der es sich um eine Teilscholle der Niederrheinischen Bucht handelt. Diese Region ist geprägt durch die geologische Entwicklung der Niederrheinischen Bucht (tertiäre Meeresablagerungen) und der Flusssysteme von Maas und Rhein (quartäre Ablagerungen).

Gewinnung des Rohwassers im Wasserwerk Willich

Zur Wassergewinnung stehen dem Wasserwerk Willich vier Brunnenfassungen zur Verfügung. In den Fellerhöfen gibt es vier Flachbrunnen, die Grundwasser in 40 Metern Tiefe aus quartären Kies- und Schotterschichten fördern. Des Weiteren gibt es dort vier Tiefbrunnen, die bis in die tertiären Feinsande in etwa 160 Metern Tiefe reichen. Die zweite Brunnenfassung befindet sich in den Darderhöfen und besteht aus vier Flachbrunnen mit einer Tiefe von 30 Metern. Darüber hinaus gibt es in Osterath zwei 40 Meter tiefe Flachbrunnen und drei circa 130 Meter tiefe Tiefbrunnen. Die vierte im Bunde ist die Brunnenfassung Tönisvorst mit zwei 25 Meter tiefen Flachbrunnen.

Mischung der verschiedenen Rohwässer hält Nitratgehalt unterhalb des Grenzwertes

In chemischer und hygienischer Hinsicht ist die Wasserqualität in den Einzugsgebieten gut. Ein Problem sind jedoch die hohen Nitratwerte der aus den quartären Schichten stammenden Grundwässer in den Quellfassungen Osterath und Fellerhöfe. Der Nitratgehalt dieser Wässer überschreitet die gesetzliche Grenze von 50 Milligramm pro Liter. Daher ist eine Beimischung von Grundwasser aus den tieferen tertiären Bereichen notwendig, um die Trinkwasserverordnung einhalten zu können. Das Leitungswasser in Willich hat letztendlich einen mittleren Nitratanteil von rund 25 Milligramm je Liter. Regelmäßige chemisch-physikalische und bakteriologische Analysen im betriebseigenen Labor sowie kontinuierliche Kontrollen durch das Chemische Untersuchungsamt des Kreises Viersen und das in Mülheim ansässige Rheinisch-Westfälische Institut für Wasserforschung stellen eine dauerhaft hohe Wasserqualität in Willich sicher.

Wasserhärte in Willich unproblematisch für Wasch- und Spülmaschinen

Das Trinkwasser für Willich enthält viele gesunde Mineralien, darunter 51 Milligramm Kalzium und 19,7 Milligramm Magnesium pro Liter. Die Wasserhärte beträgt 11,7 °dH und liegt damit im mittleren Härtebereich. Dieser Härtegrad stellt für Haushaltsgeräte noch kein größeres Problem dar, sofern sie richtig eingestellt und Wasch- und Spülmittel optimal dosiert werden. Der Umwelt und dem eigenen Geldbeutel zuliebe empfiehlt es sich, die diesbezüglichen Herstellerhinweise zu beachten. Auf zusätzliche Wasserenthärter kann bei mittlerer Wasserhärte verzichtet werden. Sollte sich Kalk in Kaffeemaschinen oder Wasserkochern ablagern, hilft eine Behandlung mit Essigessenz oder Zitronensäure. Diese natürlichen Mittel helfen auch gegen Kalkflecken an Fliesen, Duschwänden und Armaturen.

Fazit

Haushaltsgeräte nehmen durch die mittlere Wasserhärte in Willich in aller Regel keinen Schaden. Kalkablagerungen lassen sich leicht vermeiden, indem die Herstellerhinweise zur Waschmitteldosierung und zur Einstellung der Geräte beachtet werden. Willich ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Landkreis Viersen im Regierungsbezirk Düsseldorf und befindet sich ca. 16 Kilometer nordöstlich von Mönchengladbach.