Wasserhärte in Wilhelmshaven – nitratarmes, weiches Wasser in bester Qualität

Das Trinkwasser für Wilhelmshaven kommt aus den Wasserwerken Klein-Horsten und Feldhausen (bei Grafschaft). Verantwortlich für die Wassergewinnung und die Wasserqualität ist die GEW, die auch über die aktuelle Wasserhärte in Wilhelmshaven informiert. Gewonnen wird das Trinkwasser für Wilhelmshaven über Tiefbrunnen auf dem Geestrücken im Raum Schortens und Friedeburg. Von dort aus gelangt es über Sammelleitungen in die Wasserwerke Klein-Horsten und Feldhausen. Hier durchläuft das Rohwasser unterschiedliche Belüftungs- und Filterstufen, wobei ihm gelöste Gase, Eisen- und Mangan entzogen werden. Für den richtigen Druck im Wasserleitungsnetz sorgen der Bismarkturm und der Wasserbehälter in Voslapp, die beide auch als Zwischenspeicher dienen.

Bevölkerung bei der Wasserversorgung zunächst zweitrangig

Eine erste Trinkwasserbohrung in Wilhelmshaven wurde bereits im Jahr 1856 in Angriff genommen. Jedoch scheiterte dieses Vorhaben schon nach 27 Metern wegen eines Treibsandeinbruchs. Erst 1865 gelang es dem Geheimen Oberbergrat Krug aus Nidda, dem Bohrinspektor Zobel aus Elmen und dem königlichen Bohrmeister Grund, eine mächtige, süßwasserführende Sandschicht in 200 Metern Tiefe auf dem Gelände Roonstraße 56 zu erschließen. Dieser folgte im Jahr 1868 die Erschließung eines weiteren Wasservorkommens in 270 Metern Tiefe in der Gökerstraße. Das kostbare Nass war allerdings weniger für die Bevölkerung, sondern vielmehr für die Versorgung des seit vielen Jahren geplanten Marinehafens gedacht. Da Zivilpersonen nur begrenzt Wasser an einigen wenigen Wasserstellen und Brunnen entnehmen durften, kam es diesbezüglich immer wieder zu Auseinandersetzungen. Die Ära der Wasserversorgung aus Ziehbrunnen, Gräben und Zisternen endete erst mit der Entdeckung einer reichen Trinkwasserader in Feldhausen und der Indienststellung einer Wasserleitung von dort nach Wilhelmshaven. Im Jahr 1897 wurde ein zweiter Trinkwasserstrang von Feldhausen nach Wilhelmshaven in Betrieb genommen, um die Versorgung zu verbessern. Wegen der Höhe der Gebühren und häufig auftretender Rohrbrücke gab es jedoch immer wieder Streitigkeiten mit der Admiralität. Endgültig beigelegt wurden diese erst nach Abschluss eines Wasserlieferungsvertrages mit der Landesfinanzverwaltung im Jahr 1922.

Regelmäßige Kontrollen stellen hohe Trinkwasserqualität sicher

Um eine hohe Wasserqualität in Wilhelmshaven sicherzustellen, wird das Trinkwasser regelmäßig durch unabhängige Prüfinstitute analysiert. Dabei stellt sich immer wieder heraus, dass das Leitungswasser in Wilhelmshaven frei von Schadstoffen ist und die gesetzlich festgelegten Grenzwerte deutlich unterschreitet. Der Nitratwert ist mit nur 1,8 °dH besonders niedrig, wodurch sich das Wasser bestens zur Zubereitung von Säuglingsnahrung eignet.

Geringe Wasserhärte ist gut für die Umwelt

Die Wasserhärte in Wilhelmshaven entspricht mit 5 °dH dem Härtebereich „weich“. Damit sind Kalkablagerungen in Wasch- und Spülmaschinen kaum zu befürchten. Wasch-, Putz- und Spülmittel können sparsam dosiert werden. Weichspüler sind bei dieser Wasserhärte überhaupt nicht erforderlich. Das kommt nicht nur dem eigenen Geldbeutel, sondern auch der Umwelt zugute.

Fazit

Die geringe Wasserhärte in Wilhelmshaven bietet ein hohes Einsparungspotenzial für Wasch-, Spül- und Putzmittel. Auch Haushaltsgeräte profitieren vom weichen Wasser, da sich kein Kalk in ihnen ablagert. Wilhelmshaven ist eine Stadt in Niedersachsen. Die nächstgelegenen Städte sind Bremerhaven ca. 82 Kilometer östlich und Bremen ca.102 Kilometer südöstlich von Wilhelmshaven.