Wasserhärte in Wiesbaden – je nach Ortsteil weich, mittel oder hart

Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden bietet ihren Bürgern beste Trinkwasserqualität. Hier können Sie nachlesen, woher das Wasser kommt, wie hoch die Wasserhärte in Wiesbaden ist und aus welchen Laufbrunnen der Stadt sauberes Trinkwasser fließt. Das Leitungswasser für Wiesbaden wird zu 40 Prozent im Hessischen Ried gewonnen. Die übrigen 60 Prozent verteilen sich auf den Wiesbadener Taunusstollen, das Schiersteiner Wasserwerk und den Wasserbeschaffungsverband Niedernhausen/Naurod. Die Gewinnungsanlagen sind so ergiebig, dass sich auch Bedarfsspitzen in den heißen Sommermonaten problemlos abdecken lassen. Bevor das Wasser in das Versorgungsnetz eingespeist wird, durchläuft es modernste Aufbereitungsanlagen. Jährlich werden im Bereich der Wassergewinnung sowie in der Aufbereitung und der Speicherung mehrere Tausend Wasserproben entnommen und untersucht, um eine gleichbleibend hohe Wasserqualität in Wiesbaden zu gewährleisten. Hierbei wird zugleich die Wasserhärte festgestellt.

Unterschiedliche Wasserhärten in Wiesbaden

Da das Trinkwasser für Wiesbaden aus verschiedenen Quellen stammt, ist die Wasserhärte in der Stadt nicht einheitlich. Die aus dem Hessischen Ried und vom Wasserwerk Schierstein stammenden Wässer entsprechen mit 18,7 bzw. 17,6 °dH dem Härtebereich „hart“, während das Trinkwasser aus dem Taunus mit 1,7 °dH besonders weich ist. Ebenfalls weich ist das Wasser aus Naurod/Niedernhausen mit 6,95 °dH. Die Innenstadt Wiesbadens erhält überwiegend hartes Wasser. Lediglich die höher gelegenen Gebiete des nördlichen Bereichs werden wie die Ortsteile Naurod, Rambach, Sonnenberg (alt) und Auringen (alt) mit weichem Wasser versorgt. Hart ist das Leitungswasser außerdem im gesamten Südwesten Wiesbadens, in den östlichen Stadtteilen Medenbach, Nordenstadt, Breckenheim und Delkenheim sowie in Schelmengraben, Märchenland, Frauenstein, Haus Hubertus und Freudenberg. In allen anderen Ortsteilen fließt weitgehend Trinkwasser mittlerer Wasserhärte aus den Zapfhähnen. Zur Zeit wird die Grundwasseraufbereitungsanlage im Wasserwerk Schierstein bei laufendem Betrieb aufwendig modernisiert. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, wird die Wassergewinnung von der derzeitigen Rheinwasser-Infiltration auf reines Grundwasser umgestellt. Daraus könnten sich auch Änderungen bezüglich der Wasserhärte ergeben.

Laufbrunnen in Wiesbaden

In Wiesbaden gibt es mehrere öffentliche Brunnen, aus denen ständig Wasser fließt. Zum Teil handelt es sich hierbei um unbehandeltes Grundwasser, bei dem bakteriologische Verunreinigungen nicht ausgeschlossen werden können. Deshalb sind diese Brunnen mit dem Hinweis „Kein Trinkwasser“ versehen. Drei Laufbrunnen im Nordwesten Wiesbadens, nämlich der Adamsborn, der Rettertbrunnen am Kisselborn und die Goldsteinquelle, erhalten ihr Wasser aus dem Versorgungsnetz des Wiesbadener Versorgers ESWE bzw. über die Gewinnungsanlagen der Hessenwasser GmbH und liefern einwandfreies Trinkwasser, das einen bedenkenlosen Genuss ermöglicht.

Fazit

In Wiesbaden liegen unterschiedliche Wasserhärten vor, die jedoch nichts über die Wasserqualität aussagen. Die Kenntnis über den im eigenen Haushalt vorliegenden Härtegrad ermöglicht es, Waschmittel richtig zu dosieren und Spülmaschinen entsprechend einzustellen. Wer sich danach richtet, schont nicht nur die Umwelt, sondern entlastet auch den eigenen Geldbeutel.