Wasserhärte in Weimar – je nach Wasserherkunft und Mischungsverhältnis weich, mittel oder hart

Mit 75 Prozent Eigenwasser und 25 Prozent Fremdwasser stellt der Wasserversorgungszweckverband Weimar die Trinkwasserversorgung in der Goethestadt sicher. Durch verschiedene Wasserzusammensetzungen fällt die Wasserhärte in Weimar unterschiedlich aus. Vier Wasserwerke bzw. Trinkwasseraufbereitungsanlagen, 60 Zwischenpumpwerke und Druckerhöhungsanlagen, 58 Hoch- und Sammelbehälter und ein über 1.100 Kilometer langes Rohrnetz betreibt der Wasserversorgungszweckverband Weimar, um die Bürger der Stadt mit frischem Trinkwasser zu versorgen. Dreiviertel des Bedarfs werden über 28 Tiefbrunnen zwischen Blankenhain, Tonndorf, Tiefengruben und Bad Berka sowie über Vorkommen am Nordhang des Ettersberg-Massivs gedeckt. Die übrigen 25 Prozent stammen aus der Ohra-Talsperre bei Luisenthal.

Moderne Aufbereitungsanlagen und regelmäßige Kontrollen stellen Wasserqualität sicher

Aufbereitet wird Trinkwasser für Weimar in den Wasserwerken Heichelheim und Sachsenhausen sowie in den Trinkwasseraufbereitungsanlagen Bad Berka und Tiefengruben. Um eine hohe Wasserqualität für Weimar zu gewährleisten, wird das im Verbandsgebiet verteilte Trinkwasser strengsten Qualitätskontrollen gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung unterzogen. Verantwortlich hierfür ist ein unabhängiges akkreditiertes Institut mit entsprechender staatlicher Zulassung. Zusätzlich überprüfen die zuständigen Gesundheitsämter regelmäßig die Einhaltung der Qualitätsvorschriften sowie die Beschaffenheit der Trinkwasserversorgungsanlagen.

Unterschiedlichste Wasserhärten in Weimar

Da das Leitungswasser in Weimar aus mehreren Quellen stammt und zum Teil auch in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen verteilt wird, enthält das Weimarer Trinkwasser unterschiedlich viele Härtebildner. Die Stadtteile Belvedere und Neuehringsdorf erhalten weiches Talsperrenwasser mit rund 3,3 °dH. In Weimar Nord und West fließt zum Teil Talsperrenwasser, zum Teil aber auch Wasser aus eigenen Wasserwerken aus der Leitung. Hier kann das kostbare Nass dem weichen bis mittleren Härtebereich entsprechen. In der Stadtmitte, der Buchenwaldsiedlung, im Dichterweg sowie in Oberweimar, Ehringsdorf, Schöndorf (Schillerhöhe/EKZ) und Tiefurt entspricht die Wasserhärte mit 13,4 bis 13,9 °dH dem mittleren Härtebereich. Zwischen mittel und hart ist das Wasser in Schöndorf (Dorf u. Wallstadt), der Etterbergsiedlung und Kleinroda/Marienhöhe. Das härteste Wasser liefern die Wasserwerke Heichelheim und Sachsenhausen mit 26,8 und 29,7 °dH.

Kenntnis der Wasserhärte erleichtert Dosierung von Reinigungsmitteln

Das Wissen um den Kalkgehalt des Wassers am eigenen Anschluss kann helfen, sowohl Verkalkungen in Haushaltsgeräten als auch eine unnötige Belastung der Umwelt zu vermeiden. Bei weichem Wasser sind deutlich weniger Spül- und Waschmittel erforderlich als bei einer hohen Härte. Auf Wasserenthärter kann bei geringer Wasserhärte verzichtet werden, während sie bei sehr hartem Wasser nahezu unverzichtbar sind. Der Zweckverband Wasserversorgung Weimar bietet interessierten Einwohnern auf seinen Seiten die Gelegenheit, sich genau über den bei ihnen vorliegenden Härtegrad zu informieren. Damit ist es leicht, sich an die Dosierungsvorgaben der Wasch- und Spülmittelhersteller zu halten und Reinigungsmittel möglichst sparsam einzusetzen.

Fazit

Aufgrund der unterschiedlichen Wasserhärten in Weimar empfiehlt es sich, genaue Informationen über den am eignen Anschluss vorliegenden Härtegrad einzuziehen. Wer das macht und sich an die von den Wasch- und Spülmittelherstellern vorgegebenen Mengen hält, schont nicht nur die Umwelt, sondern entlastet bestenfalls auch die Haushaltskasse. Weimar ist eine Stadt in Thüringen und befindet sich ca. 24 Kilometer östlich von Erfurt und ca. 23 Kilometer nordwestlich von Jena.