Wasserhärte in Velbert – weiches Wasser aus der Ruhr

Zum Versorgungsgebiet der Stadtwerke Velbert gehören rund 65.000 Einwohner. Größtenteils stammt das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Essen-Kettwig. Lesen Sie hier alles Wichtige zur Aufbereitung sowie zur Wasserqualität und zur Wasserhärte in Velbert. Der Betrieb des Wasserwerks Essen-Kettwig liegt seit 1944 in den Händen der Rheinisch- Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW). Seit 1980 erfolgt die Aufbereitung des Leitungswassers für Velbert und weitere Abnehmer nach der Variante 2 des überwiegend biologischen Mülheimer Verfahrens, das mittlerweile weltweit Beachtung findet.

Wasseraufbereitung im Wasserwerk Essen-Kettwig

Die RWW nutzt für die Aufbereitung des Ruhrwassers zwei Verfahrensvarianten, die sich vor allem bezüglich der Anordnung der Bodenpassage sowie hinsichtlich der Aufbereitungsstufen unterscheiden. In der ersten Variante steht am Anfang die Bodenpassage, bei der das Rohwasser zu Beginn einer Langsamsandfiltration unterzogen wird. Das rückgewonnene Wasser wird anschließend mit Ozon versetzt und zur Reinigung über Mehrschichtfilter und biologisch wirkende Aktivkohlefilter geleitet. Die zweite Variante startet mit der Vollaufbereitung des Ruhrwassers unter Integration einer Flockungseinheit, nach welcher das aufbereitete Wasser die Bodenpassage als letzten Schritt durchfließt. Im Gegensatz zu den anderen Wasserwerken der RWW erfolgt die Versickerung des Trinkwassers in den Untergrund in Essen-Kettwig über Sickerschlitzgräben. Durch die Schlitzwände wird verhindert, dass unkontrollierte Zuflüsse von außen das fertige Leitungswasser nachteilig beeinflussen. Die ursprüngliche Sicherheitschlorung wurde im Jahr 2018 durch eine umweltfreundliche UV-Anlage ersetzt.

Beste Wasserqualität in Velbert

Das Trinkwasser in Velbert ist sauber und rein und kann bedenkenlos direkt aus dem Wasserhahn getrunken werden. Regelmäßige Analysen nach den hohen Maßstäben der Trinkwasserverordnung gewährleisten, dass das Leitungswasser ohne Qualitätsverlust an den Hausanschlüssen ankommt. Wie die Kontrollen beweisen, liegen alle Parameter des Wassers weit unterhalb der Grenzwerte, sodass eine Nachbehandlung weder erforderlich noch empfehlenswert ist. Mit 13 Milligramm pro Liter unterschreitet auch der Nitratwert des Trinkwassers für Velbert deutlich die gesetzlich vorgegebenen Grenzen. Somit eignet sich das Wasser optimal zum Ansetzen kohlensäurehaltiger Getränkte und zur Zubereitung von Babynahrung.

Geringe Wasserhärte in Velbert macht Enthärtung überflüssig

Das Leitungswasser in Velbert enthält relativ wenig Kalzium und Magnesium. Diese sogenannten Härtebildner sind hauptverantwortlich für Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten. Aufgrund der niedrigen Wasserhärte in Velbert, die mit 7,8 °dH dem Härtegrad „weich“ entspricht, ist die Verkalkungsgefahr allerdings sehr gering. Zusätzliche Entkalker für die Waschmaschine sind daher ebenso überflüssig wie private Enthärtungsanlagen. Die niedrige Wasserhärte in Velbert hat außerdem den Vorteil, dass deutlich weniger Wasch- und Spülmittel erforderlich sind als bei hartem Wasser. Davon profitieren sowohl die Umwelt als auch die Haushaltskasse. Herstellerhinweise zur richtigen Dosierung finden sich üblicherweise auf den Verpackungen.

Fazit

Da die Wasserhärte in Velbert im niedrigsten Härtebereich liegt, sind spezielle Enthärtungsmaßnahmen nicht erforderlich. Durch die richtige Dosierung von Wasch- und Spülmitteln werden Wasch- und Spülmaschinen ausreichend vor Kalkablagerungen und dadurch bedingten Schäden geschützt.