Wasserhärte in Ulm – mittlere Härte sichert guten Geschmack

Zuständig für das Trinkwasser in Ulm ist die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH mit ihrem über 786 Kilometer langen Wasserversorgungsnetz. Woher das Wasser kommt und welche Wasserhärte in Ulm vorliegt, können Sie hier nachlesen.

Das Leitungswasser für Ulm wird zum größten Teil in einem zwischen Donau und Iller gelegenen Waldstück mit dem Namen „Rote Wand“ gewonnen. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich ein kühl-feuchtes Biotop, das Wasser höchster Qualität liefert. Am Zusammenfluss der beiden Wasserläufe ist immer ausreichend Grundwasser vorhanden. Selbst in sehr trockenen Sommern gab es noch keinen Engpass, sodass die Versorgungssicherheit in Ulm jederzeit garantiert ist. Das Trinkwasser für Ulm Michelsberg und Safranberg stammt vor allem von der Landeswasserversorgung, wobei auch hier geringe Anteile aus dem Gewinnungsgebiet „Rote Wand“ beigemischt werden.

Wassergewinnung im Gebiet „Rote Wand“

Das Ulmer Leitungswasser wird mithilfe von zwei Horizontal- und fünf Vertikalbrunnen zu Tage gefördert. Letztere reichen maximal 18 Meter in die Kiesschicht hinunter. Das meiste Wasser wird jedoch in nur sechs bis sieben Metern Tiefe abgepumpt. Pro Tag können bis zu 50 Millionen Liter gewonnen werden. Bislang liegt der Verbrauch allerdings selbst in Spitzenzeiten bei nur 30 Millionen Litern, sodass die Wasserversorgung für Ulm auch in Zukunft gesichert sein dürfte.

Wasserqualität in Ulm durch zahlreiche Analysen gewährleistet

Eine hohe Kontrolldichte stellt die gleichbleibend hohe Qualität des Trinkwassers für Ulm sicher. Bereits an den Gewinnungsanlagen erfolgt eine Messung der Trübung und des Nitratgehalts, um bei einem Anstieg der Werte schnell reagieren zu können. Weitere sechs Parameter kommen im Sammelbecken des zentralen Pumphauses vor der Einspeisung ins Leitungsnetz zum Hochbehälter auf dem Kuhberg hinzu. Insgesamt gibt es jährlich 81 kleinere Routine-Untersuchungen sowie sechs große, umfangreiche Labortests. Regelmäßig wird außerdem die Wasserqualität in den Wasserleitungen der Stadt überprüft.

Pflanzenschutzmittel und Biozide wurden im Ulmer Trinkwasser bislang nicht nachgewiesen. Die Werte für Quecksilber, Selen und krebserregende polyzyklische Kohlenwasserstoffe liegen ebenfalls unterhalb der Nachweisgrenze. Mit 72,9 Milligramm Kalzium, 13,6 Milligramm Magnesium und 2,1 Milligramm Kalium lässt das Leitungswasser in Ulm dafür manche Mineralwässer vor Neid erblassen.

Mittlere Wasserhärte in Ulm garantiert guten Geschmack

Die Wasserhärte in Ulm bewegt sich mit 12,5 bis 12,9 °dH im mittleren Bereich. Damit enthält das Wasser genügend Mineralien, um einen guten Geschmack zu gewährleisten, belastet aber Spül- und Waschmaschinen, Armaturen und Heißwassergeräte wie Wasserkocher und Kaffeemaschinen nur in geringem Maße. Spezielle Maßnahmen gegen das Verkalken sind somit nicht erforderlich. Es empfiehlt sich jedoch, die Dosierungshinweise der Spül- und Waschmittelhersteller zu beachten. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Geld.

Fazit

Da die Wasserhärte in Ulm dem mittleren Härtebereich entspricht, hält sich die Kalkablagerung in Haushaltsgeräten, Leitungen und Armaturen in Grenzen. Die Wasserqualität in Ulm ist sehr gut, weshalb sich das Leitungswasser auch zur Zubereitung von Babynahrung eignet.

Themen: Wasserhärte