Wasserhärte in Troisdorf – weiches Wasser von besonderer Reinheit

Pro Jahr fördern die Troisdorfer Stadtwerke im Wasserwerk Eschmar rund vier Millionen Kubikmeter Grundwasser, das ohne Aufbereitung als Trinkwasser genutzt werden kann. Warum das so ist und welche Wasserhärte in Troisdorf vorliegt, erfahren Sie hier. Seit mehr als 110 Jahren sind die Stadtwerke Troisdorf für die Belieferung der Einwohner mit frischem Leitungswasser zuständig. 1904 erstmals in Betrieb genommen, wurde das Wasserwerk Eschmar nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder instandgesetzt und um 1990 herum modernisiert. Heute versorgen die Stadtwerke über ihr rund 300 Kilometer langes Leitungsnetz knapp 17.000 Hausanschlüsse in Troisdorf und der Region mit Trinkwasser höchster Qualität.

Besonders reines Rohwasser erspart Aufbereitung

Das Leitungswasser für Troisdorf stammt aus einer Tiefe von circa 20 und 28 Metern. Das Grundwasservorkommen wird über Niederschläge gespeist, die auf ihrem Weg durch das Erdreich auf natürliche Weise gereinigt werden. Die Wasserqualität ist so hoch, dass keinerlei Aufbereitung erforderlich ist. Lediglich überschüssige Kohlensäure wird entfernt, da sie in Rohrleitungen, Hausinstallationen und Armaturen aggressiv wirken und Metalle im Laufe der Zeit zersetzen kann. Vor der Einspeisung in das Verteilungsnetz wird das Trinkwasser für Troisdorf umfassend durch ein unabhängiges Labor auf zahlreiche mikrobiologische, chemische und physikalische Parameter, darunter auch die Wasserhärte, analysiert. Wie die insgesamt mehr als 1.000 Analysen im Jahr ergeben, entspricht das kostbare Nass in jeglicher Hinsicht den Vorgaben der Trinkwasserverordnung. Der Nitratgehalt liegt mit 13,1 Milligramm pro Liter weit unterhalb des Grenzwertes.

„Drüber und drunter“ – umfassender Gewässerschutz sichert Trinkwasserqualität

Bereits in den 80er Jahren setzten die Stadtwerke Troisdorf mit der ersten Gewässerschutzkooperation mit siebzig Landwirten, kommunalen Vertretern, benachbarten Wasserversorgern und der Landwirtschaftskammer Rheinland (heute Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen) bundesweit neue Maßstäbe. Das Projekt „Drunter und Drüber“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Boden und das Wasser zu schützen und vor nachteiligen Veränderungen zu bewahren. Im gesamten Gebiet des Arbeitskreises konnten die Nitratwerte deutlich gesenkt und damit die Wasserqualität in Troisdorf erheblich verbessert werden.

Umwelt profitiert von geringer Wasserhärte in Troisdorf

Mit einer Wasserhärte von 5,7 °dH ist das Leitungswasser in Troisdorf sehr weich. Es hinterlässt keine Kalkflecken auf Fliesen oder Duschwänden und keine Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten, Kaffeemaschinen oder Wasserkochern. Waschmittel können dank der niedrigen Wasserhärte in Troisdorf ihre Reinigungskraft voll entfalten, sodass eine wesentlich kleinere Menge ausreicht als bei hartem Wasser. Zusätzliche Wasserenthärter sind überflüssig und auch private Entkalkungsanlagen sind eine unnötige Anschaffung. Der geringere Verbrauch an Wasch- und Reinigungsmitteln kommt in hohem Maße der Umwelt zugute. Weichspüler wird bei diesem Härtegrad überhaupt nicht benötigt. Auch für Tee- und Kaffeeliebhaber hat weiches Wasser seine Vorteile, da sich die Aromen der Getränke viel besser entfalten können.

Fazit

Die geringe Wasserhärte in Troisdorf ermöglicht den sparsamen Einsatz von Wasch- und Reinigungsmitteln. Eine möglichst niedrige Dosierung schont die Natur und den Geldbeutel. Troisdorf ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Rhein-Sieg-Kreis im Regierungsbezirk Köln und befindet sich ca. 16 Kilometer nördlich von Bonn.