Wasserhärte in Trier – überwiegend weiches Talsperren- und Brunnenwasser

Die Stadtwerke Trier stellen die Trinkwasserversorgung mit mehreren Wasserwerken, 23 Pumpwerken, 22 Behältern und einem 460 Kilometer langen Trinkwassernetz sicher. Hier finden Sie Informationen zur Trinkwassergewinnung und zur Wasserhärte in Trier. Circa 10 Millionen Kubikmeter Trinkwasser benötigen Trier und die nahegelegenen Gemeinden Gutweiler, Sommerau und Korlingen jährlich. Gewonnen wird das kostbare Nass an der Riveristalsperre und über Brunnen im Kylltal. Die Talsperre fasst bis zu 4,5 Millionen Kubikmeter Rohwasser aus dem umliegenden rund 22 Quadratkilometer großen Wasserschutzgebiet. Entnommen wird das Wasser über einen höhenverstellbaren Entnahmearm. Die Brunnen im Kylltal fördern Grundwasser aus einer Tiefe von 50 bis 150 Metern.

Wasseraufbereitung in Trier

Im Wasserwerk Irsch der Trierer Stadtwerke und im Wasserwerk des Zweckverbandes Kylltal werden pro Tag bis zu 60.000 Kubikmeter Rohwasser zu hochwertigem Leitungswasser für Trier und die anderen Abnehmer aufbereitet. Die Reinigung des Talsperrenwassers geschieht im Wasserwerk Irsch in zwei Stufen. Über eine erste Filterstufe aus Ultrafiltrationsmembranen werden Schmutzpartikel und weitere unerwünschte Inhaltsstoffe entfernt. In der zweiten Stufe wird das Wasser in mit Kalziumkarbonat gefüllten offenen Becken mineralisiert und sein pH-Wert auf rund 8 angehoben. Auf diese Weise flockt das im Wasser gelöste Mangan aus und bleibt im Filtermaterial hängen. Anschließend wird das Trinkwasser für Trier durch Bestrahlung mit UV-Licht desinfiziert und in Trinkwasserbehältern zwischengespeichert. Im Wasserwerk Kylltal durchläuft das Rohwasser Filterschichten aus Quarzkies und Anthrazit, welche Schmutzpartikel zurückhalten.

Strengste Qualitätskontrollen gewährleisten Wasserqualität in Trier

Die Stadtwerke Trier betreiben ein akkreditiertes Trinkwasserlabor in Trier-Irsch und eine zugehörige Zweigstelle in Prüm. In den Laboratorien werden jährlich rund 8.400 Wasserproben auf ihre physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Eigenschaften hin untersucht. Die Probenahmen erfolgen an circa 200 verschiedenen Stellen des Trinkwasserweges. An der Riveristalsperre sind hierfür spezielle Entnahmegeräte erforderlich, die Wasser aus unterschiedlichen Tiefen extrahieren können. Anhand dieser Proben entsteht ein sogenanntes Tiefenprofil, das einen genauen Überblick über die Wasserqualität im Staubecken bietet. Zusätzlich wird die Qualität des Trinkwassers an rund 80 repräsentativen Punkten in den Trierer Haushalten kontrolliert.

Wasserhärte in Trier abhängig von Herkunft des Wassers

Trinkwasser enthält gesunde Mineralien wie Kalzium und Magnesium, von denen auch die Wasserhärte abhängt. Je nachdem, ob das Wasser im eigenen Haushalt aus dem Wasserwerk Irsch oder aus dem Wasserwerk Kylltal stammt, kann die Wasserhärte in Trier leicht variieren. Das im Wasserwerk Irsch gewonnene Leitungswasser entspricht mit 6,74 bis 7,87 dem Härtebereich „weich“, während die das im Wasserwerk Kylltal produzierte Trinkwasser mit 5,26 bis 11,8 °dH den Härtebereichen „weich“ bis „mittel“ zuzuordnen ist.

Fazit

Aufgrund der niedrigen Wasserhärte in Trier unterliegen Wasch- und Spülmaschinen einer sehr geringen Verkalkungsgefahr. Bei vorliegender mittlerer Wasserhärte empfiehlt es sich, Kaffeemaschinen und Wasserkocher bei Bedarf mit Essig- oder Zitronensäure zu entkalken, um Effizienzeinbußen durch Kalkablagerungen zu vermeiden. Trier ist eine Stadt in Rheinland-Pfalz. Nächstgrößere Städte sind Saarbrücken, etwa 80 Kilometer südöstlich und Koblenz, etwa 100 Kilometer nordöstlich von Trier.