Wasserhärte in Salzgitter – besonders weiches Wasser von den Harzwasserwerken

Seit 2016 beliefert die Wasser- und Energieversorgungsgesellschaft mbH (WEVG) ihre Kunden mit Trinkwasser von den Harzwasserwerken. Mit der Umstellung von Grundwasser auf Oberflächenwasser aus dem Harz änderte sich auch die Wasserhärte in Salzgitter. Seit 1968 obliegt die Wasserversorgung in Salzgitter offiziell der 1940 gegründeten Wasser- und Energieversorgungsgesellschaft mbH (WEVG). Diese hatte unter den Erschwernissen des Zweiten Weltkrieges die Wasser- und Kokereigasversorgung in der Region ausgebaut, das Leitungswasser bis dahin aber nur im Rahmenvertrag mit der Stadt Salzgitter geliefert.

Neues Trinkwasser für Salzgitter

Im Jahr 2012 beschloss die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG), der damalige Vorlieferant des Wasserversorgers WEVG, den Betrieb des Wassertransportnetzes, welches die Brunnen des Unternehmens mit dem WEVG-Ortsnetz verband, einzustellen. Das Geschäftsfeld wurde der WEVG angeboten. Diese hatte nun zu entscheiden, ob sie in eine ganzheitliche Sanierung des SZFG- Netzes investieren oder es durch den Bau von Transportleitungen zu den Harzwasserwerken als neuem Vorlieferanten umgehen sollte. Letztendlich wurde beschlossen, einige günstig gelegene Leitungen weiter zu nutzen. In diese wurden mithilfe des Relining-Verfahrens neue Rohre eingezogen, um die Wasserqualität in Salzgitter sicherzustellen. Alle zusätzlich benötigten Transportleitungen zum Harzwasser-Netz wurden neu gebaut. Lediglich an zwei kleineren Einspeisepunkten im Süden und im Norden Salzgitters wird seit 2016 Harzwasser durch einen Abschnitt des Transportnetzes des Wasserverbandes Peine geleitet. Hierdurch konnten der Aufwand und die Kosten für rund 10 Kilometer Rohrleitung eingespart werden. 2015 wurde mit den Bauarbeiten für die 50 Kilometer langen Neubautrassen begonnen. Seit Januar 2016 kommt das Leitungswasser für Salzgitter direkt aus dem Harz.

Von hart zu weich – Umstellung auf Harzwasser sorgt für geringere Wasserhärte in Salzgitter

Das von der SZFG gewonnene Grundwasser hatte einen sehr hohen Mineralienanteil, der eine hohe Wasserhärte bewirkte. Diese konnte zu Kalkablagerungen in Wasch- und Spülmaschinen, Wasserkochern und Kaffeemaschinen führen und dadurch deren Lebensdauer verkürzen. Hinzu kam ein größerer Reinigungsaufwand für Duschwände, Fliesen und Armaturen, an denen ebenfalls häufig unschöne Kalkrückstände zu finden waren. Die Harzwasserwerke gewinnen das Leitungswasser für Salzgitter und andere Abnehmer über drei im Harz gelegene Talsperren-Wasserwerke und vier Grundwasserwerke in der Norddeutschen Tiefebene. Insgesamt produzieren sie pro Jahr mehr als 90 Millionen Kubikmeter Trinkwasser mit geringer Wasserhärte. Das kommt seit der Umstellung auch den Einwohnern von Salzgitter zugute, für die das Kalkproblem mittlerweile der Vergangenheit angehört. Mit maximal 3 °dH ist die Wasserhärte in Salzgitter besonders niedrig. Auf Enthärtungsmaßnahmen können die Verbraucher daher getrost verzichten.

Fazit

Die geringe Wasserhärte in Salzgitter kommt nicht nur den Haushaltsgeräten zugute, sondern auch der Umwelt. Da deutlich weniger Wasch- und Reinigungsmittel benötigt werden als bei hartem Wasser, gelangen mit dem Abwasser auch weniger Chemikalien in die Natur. Auch der Verbrauch an Duschgel, Seifen und Shampoos fällt wesentlich niedriger aus. Salzgitter ist eine Stadt in Niedersachsen und befindet sich ca. 14 Kilometer westlich von Wolfenbüttel und ca. 25 Kilometer südlich von Braunschweig.