Wasserhärte in Ratingen – weiches bis hartes, zum Teil nahezu nitratfreies Wasser

Seit 125 Jahren investieren die Stadtwerke Ratingen in die hohe Qualität des Trinkwassers. Erfahren Sie hier, wo das Wasser gewonnen wird, wie es gelingt, die Nitratbelastung möglichst gering zu halten, und wie hoch die Wasserhärte in Ratingen ist. Pro Jahr versorgen die Stadtwerke Ratingen die rund 90.000 Einwohner der Stadt mit über 5,4 Millionen Kubikmetern Trinkwasser. Dabei handelt es sich um reines Grundwasser, das über sechs 30 bis 100 Meter tiefe Förderbrunnen gewonnen und in den Wasserwerken Homberg und Broichhofstraße aufbereitet wird. Zusätzlich beziehen die Stadtwerke jährlich circa zwei Millionen Kubikmeter Wasser von der Rheinisch Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW), mit dem die Stadtteile Lintorf, Hösel, Breitscheid und Eggerscheid versorgt werden.

Hohe Wasserqualität durch Kooperation mit den ansässigen Landwirten

Zur Sicherstellung der Wasserqualität in Ratingen führen die Stadtwerke in jedem Jahr weit mehr als 250 Beprobungen an ihrem Wasser durch. Zusätzlich wird das Trinkwasser in regelmäßigen Abständen vom Institut für Wasserforschung auf nahezu 50 relevante Parameter wie Chlorid und Nitrat überprüft. Laut dieser Analysen erfüllt das Leitungswasser für Ratingen höchste Qualitätsstandards und unterschreitet deutlich sämtliche Grenzwerte der Trinkwasserverordnung. Besonderen Augenmerk legen die Stadtwerke auf einen möglichst niedrigen Nitratgehalt des Wassers. Dabei setzen sie vor allem auf einen engen Dialog mit den Landwirten. Seit mehreren Jahren sind sie Mitglied der Kooperation Landwirtschaft-Wasserwirtschaft, deren Experten die Landwirte der Region regelmäßig über den grundwassergerechten Einsatz von Düngemitteln informieren. Dank des optimierten Aufbringens von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln und des Anbaus von Zwischenfrüchten liegt die Nitratbelastung des Trinkwassers für Ratingen bei nur zwei bis drei Milligramm pro Liter und damit weit unterhalb des Grenzwerts von 50 Milligramm pro Liter. Auch das von der RWW zugekaufte Wasser unterschreitet mit einem Nitratwert von 12,3 Milligramm pro Liter das von der Trinkwasserverordnung vorgegebene Limit deutlich.

Wasserhärte in Ratingen abhängig von der Wasserherkunft

Aufgrund der unterschiedlichen Wasserherkunft fällt auch die Wasserhärte in Ratingen verschieden aus. Weich ist das Wasser mit rund 7,2 °dH in den von der RWW versorgten Ortsteilen Lintorf, Hösel, Eggerscheid und Breitscheid. Hartes Wasser mit circa 20,4 °dH fließt im Stadtteil Homberg aus den Zapfhähnen. Dieses Trinkwasser wird über einen in einem unterirdischen Kalkberg abgeteuften Brunnen gewonnen und ist von so hoher Qualität, dass es keiner weiteren Aufbereitung bedarf. In den übrigen Stadtteilen entspricht die Wasserhärte mit 14,9 °dH ebenfalls dem Härtebereich „hart“. Das Wasser ist jedoch deutlich weniger kalkhaltig als das aus Homberg. Es stammt aus dem Wasserwerk an der Broichhofstraße, wo es in mehreren Aufbereitungsschritten von Eisen und von einem Teil des darin enthaltenen Kalziums befreit wird. Letzteres dient dazu, die Wasserhärte zu senken.

Fazit

Da die Wasserhärte in Ratingen so verschieden ausfällt, sollte auch Wasch- und Spülmittel unterschiedlich dosiert werden. Dosierungsempfehlungen der Hersteller finden sich üblicherweise auf den Verpackungen.