Wasserhärte in Plauen – verschiedene Wasserhärten durch unterschiedliche Wasserherkunft

Die Stadt Plauen bezieht ihr Trinkwasser vom Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland (ZWAV). Dieser betreibt 45 Wasserwerke und ein 2.500 Kilometer langes Verteilernetz und kümmert sich auch um die Wasserqualität und die Wasserhärte in Plauen. Rund 228.000 Vogtländer bekommen ihr Leitungswasser vom ZWAV. Dieser gewinnt das Trinkwasser für Plauen in den Wasserwerken Meßbach und Jößnitz. Beide Wasserwerke bereiten ihr Rohwasser mittels Kalziumkarbonat und Polyaluminiumhydroxychlorit auf, um eine hohe Wasserqualität für Plauen zu gewährleisten. Während im Wasserwerk Meßbach Natriumhypochlorit für die abschießende Desinfektion des Wassers zur Anwendung kommt, wird dieser Arbeitsschritt in Jößnitz mithilfe einer UV-Anlage erledigt. Natriumhypochlorit wird hier höchstens bei Bedarf zusätzlich eingesetzt.

Wasserschutz und Trinkwasseranalysen stellen Wasserqualität sicher

In und um Plauen gibt es insgesamt fünf ausgewiesene Wasserschutzgebiete: die Areale der Tiefbrunnen Jößnitz und Neundorf, das Wasserwerk Meßbach sowie die Quellgebiete Kaltenbach und Syrau. Die Wasserschutzgebiete um das Wasserwerk Meßbach und den Tiefbrunnen Jößnitz unterteilen sich in je drei Wasserschutzzonen, die anderen in je zwei. In den Schutzzonen gelten strenge Auflagen, die das Grundwasser vor Verunreinigungen durch Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie schützen und die Qualität des Leitungswassers für Plauen auch in Zukunft sicherstellen sollen. Zur Sicherung der Wasserqualität wird das Trinkwasser von der Gewinnung bis hin zur Verteilung regelmäßigen Analysen unterzogen. Dabei wird das kostbare Nass unter anderem auf mikrobielle Belastungen, giftige Schwermetalle und seinen Nitratgehalt untersucht. Alle Werte liegen deutlich unterhalb der Grenzen der Trinkwasserverordnung.

Kostenloses Trinkwasser für den Frischekick

Das vogtländische Leitungswasser gehört zu den saubersten und besten weltweit. In Europa soll es laut Studien sogar auf dem dritten Platz liegen. Davon kann sich jeder überzeugen, der in der Innenstadt von Plauen unterwegs ist. Dort wurde im September 2019 eine Trinkwassersäule eingeweiht, an der sich jeder kostenlos bedienen kann, der ein Gefäß dabei hat. Auf Knopfdruck schenkt die Wassertheke einen halben Liter kühles Trinkwasser aus, mit dem Passanten und Touristen ihren Durst stillen können.

Wasserhärte in Plauen variiert je nach Ortsteil

Die Wasserhärte in Plauen fällt zum Teil unterschiedlich aus. Am weichsten ist das Wasser in Plauen Nord/West mit 4,1 °dH und in Reusa mit 4,4 °dH. Auch in Plauen Mitte fließt weiches Trinkwasser mit 7,8 °dH aus der Leitung. In Haselbrunn und Jößnitz liegt die Wasserhärte mit 11,2 °dH im mittleren Härtebereich. Noch etwas härter ist das Wasser in Meßbach mit 13,8 °dH, was ebenfalls dem Härtegrad „mittel“ entspricht. Das härteste Leitungswasser bekommen die Bewohner von Plauen Nord. Dort wurden 16,5 °dH gemessen.

Fazit

Aufgrund der verschiedenen Wasserhärten in Plauen sollten auch Haushaltsgeräte unterschiedlich eingestellt und Wasch- und Spülmittel entsprechend der Herstellervorgaben für den am eigenen Anschluss vorliegenden Härtegrad dosiert werden. Das schützt die Geräte bei höherer Härte optimal vor Kalkablagerungen, während bei niedriger Härte die Umwelt nicht unnötig belastet wird. Plauen ist eine Stadt in Sachsen im Vogtlandkreis und befindet sich ca. 42 Kilometer südwestlich von Zwickau und ca. 76 Kilometer südwestlich von Chemnitz.