Wasserhärte in Osnabrück – weiches bis mittleres Grundwasser aus der Region

Da das Trinkwasser für Osnabrück ausnahmslos aus regionalen Grundwasservorkommen stammt, ist es besonders rein. Gewonnen wird es in den drei Wasserwerken Düstrup, Wittefeld und Thiene, die leicht unterschiedliche Wasserhärten für Osnabrück liefern. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts versorgten sich die Einwohner Osnabrücks über Brunnen, Zisternen und Bächen mit Wasser. Katastrophale Hygieneverhältnisse, die im Jahr 1859 zu einer Cholera- Epidemie führten, ließen die Stadtväter jedoch umdenken. Bereits 1864 gab es ein erstes Konzept für eine zentrale Wasserversorgung. Geeignete Wasservorkommen wurden aber erst zwei Jahrzehnte später in der Gemarkung Schinkel gefunden.

Sauberes Trinkwasser lässt Erkrankungszahlen sinken

Zwischen der Belmer und der Mindener Straße entstand das erste Wasserwerk Osnabrücks. Im Dezember des Jahres 1890 strömte erstmals Wasser durch ein 43 Kilometer langes Leitungssystem, mit dem insgesamt 1.876 Hausanschlüsse versorgt wurden. Schon bald nach der Inbetriebnahme des Wasserwerks Schinkel gingen die Magen-Darm- und Typhus-Erkrankungen merklich zurück. Dafür stieg der Wasserverbrauch so sprunghaft an, dass das Wasserwerk schnell an seine Grenzen stieß. 1908 wurde daher das Wasserwerk Düstrup in Betrieb genommen. Das hier über zehn Brunnen und drei Quellfassungen gewonnene Trinkwasser für Osnabrück ist so sauber, dass es fast keiner Aufbereitung bedarf. Allerdings ist das Rohwasser sehr kalkhaltig und weist eine Wasserhärte von 28 °dH auf. Seit 2005 sorgt deshalb eine Membran-Filtrationsanlage dafür, dass die Härte des Wassers auf 13 °dH gesenkt wird.

Zwei weitere Wasserwerke für Osnabrück

20 Kilometer nördlich von Osnabrück ging 1957 das Wasserwerk Thieme ans Netz, das mit seinen 21 Brunnen ein gutes Drittel des Wasserbedarfs der Stadt deckt. Hinzu kommt das 1975 in Betrieb gegangene Wasserwerk Wittefeld. Dessen neun Tiefbrunnen fördern Grundwasser, das naturbedingt viel Eisen und Mangan enthält. Diese unerwünschten Inhaltsstoffe werden jedoch im Rahmen der Aufbereitung entfernt, sodass hier am Ende bestes Leitungswasser für Osnabrück entsteht. Um die hohe Wasserqualität in Osnabrück auch für die Zukunft sicherzustellen, engagieren sich die Stadtwerke seit mehr als 25 Jahren für den aktiven Wasserschutz. Inzwischen arbeiten sie mit rund 380 Landwirten zusammen, um Stoffeinträge in den Wasserkreislauf zu verhindern oder zumindest zu verringern.

Wasserherkunft bestimmt Wasserhärte in Osnabrück

Abhängig von der Herkunft des Trinkwassers fällt die Wasserhärte in Osnabrück zum Teil unterschiedlich aus. Das Wasserwerk Düstrup beliefert die Stadtteile Voxtrup, Schölerberg, Fledder, Gretesch, Nahne, Lüstringen, Kalkhügel, Sutthausen sowie die südliche Innenstadt mit Wasser mittlerer Härte (13 °dH). Etwas niedriger, mit 9,6 °dH aber immer noch im mittleren Härtebereich, liegt die Wasserhärte in den vom Wasserwerk Wittefeld versorgten Stadtteilen Dodesheide, Haste, Gartlage, Schinkel und Widukindland. Weiches Wasser mit 7,3 °dH erhalten die Einwohner von Eversburg, Atter, Westerberg, Wüste, Hellern und der nördlichen Innenstadt.

Fazit

Aufgrund der unterschiedlichen Wasserhärten in Osnabrück sollten Spülmaschinen auf den jeweiligen Härtegrad eingestellt und Waschmittel entsprechend dosiert werden. Das schont die Umwelt und entlastet den eigenen Geldbeutel. Osnabrück ist eine Stadt in Niedersachsen und befindet sich ca. 63 Kilometer nordwestlich von Bielefeld und ca. 58 Kilometer nordöstlich von Münster.