Wasserhärte in Oldenburg – im Nordwesten „weich“, im übrigen Stadtgebiet „mittel“

Drei Wasserwerke versorgen die rund 160.000 Oldenburger mit frischem und bekömmlichen Trinkwasser. Welche das sind, wie sie das Wasser gewinnen und aufbereiten und wie die Wasserqualität und die Wasserhärte in Oldenburg sind, erfahren Sie hier. Seit mehr als 120 Jahren gibt es in Oldenburg eine zentrale Wasserversorgung. Der Startschuss für die erste Wasserabgabe erfolgte 1896 im Wasserwerk Donnerschwee. Dieses besaß damals elf je 21 Meter tiefe Rohrbrunnen sowie zwei Plungerpumpen, die mit einer Förderleistung von stündlich 62,7 Kubikmetern den 500 Kubikmeter großen Speicher des Wasserturms auffüllten. Um eine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser in Oldenburg dauerhaft gewährleisten zu können, wurde das Werk im Laufe der Jahre dem technischen Fortschritt und den wachsenden Bevölkerungszahlen angepasst und 1985 komplett modernisiert.

Wassergewinnung und Aufbereitung in den Oldenburger Wasserwerken

Heute wird das Rohwasser im Wasserwerk Donnerschwee über neun Vertikalfilterbrunnen mit einer maximalen Gesamttiefe von etwa 51 Metern gewonnen. Zur Aufbereitung fließt das Wasser zunächst über einen Riesler, um Kohlensäure auszutreiben und es mit Sauerstoff anzureichern. Anschließend wird es über drei offene Filterbecken geleitet, um es von Mangan und Eisen zu befreien. Weitere Aufbereitungsschritte sind dank der guten Rohwasserqualität nicht erforderlich. Das im April 1936 in Betrieb genommene und in den Jahren 1948 und 1975 erweiterte Wasserwerk Alexandersfeld gewinnt Grundwasser über 15 durchschnittlich 50 Meter tiefe Vertikalfilterbrunnen. Hier wird das Wasser in einem geschlossenen Oxidator mit Sauerstoff angereichert und gelangt anschließend in eine geschlossene Eisenfiltration. Danach wird es über einen Riesler geleitet, um Kohlensäure auszutreiben. Zum Abschluss durchfließt es eine offene Filterstufe, in der das Mangan entfernt wird. Seit Januar 1963 ist das Wasserwerk Sandkrug in Betrieb, das seither das größte der drei Wasserwerke in Oldenburg ist. Zur Wassergewinnung werden hier insgesamt 19 Vertikalbrunnen eingesetzt, deren maximale Förderleistung bei 28.000 Kubikmetern pro Tag liegt. Am Beginn der Aufbereitung steht eine Verdüsungsanlage, in der das Rohwasser belüftet und von überschüssiger Kohlensäure befreit wird. Anschließend durchläuft es Filterbecken, in denen Mangan und Eisen entfernt werden.

Wasserqualität und Wasserhärte in Oldenburg

Die Überwachung der Wasserqualität in Oldenburg beginnt bereits beim Rohwasser. Dieses wird genauestens analysiert, um nachteilige Veränderungen möglichst frühzeitig zu erkennen. Während der Wasseraufbereitung stellen modernste Technik und strenge Kontrollen die Einhaltung aller gesetzlichen Grenzwerte sicher. Mit einem Nitratwert von maximal 2,98 Milligramm pro Liter eignet sich das Leitungswasser in Oldenburg optimal für die Zubereitung von Babynahrung. Die geringste Wasserhärte liegt mit 6 °dH im Nordwesten Oldenburgs vor, der vom Wasserwerk Alexandersfeld versorgt wird. Der Nordosten und der Süden der Stadt erhalten Wasser aus den beiden anderen Wasserwerken, das mit 12 °dH der mittleren Wasserhärte entspricht.

Fazit

Aufgrund der geringen Wasserhärte in Oldenburg sind größere Kalkablagerungen an Haushaltsgeräten nicht zu befürchten. Zusätzliche Wasserenthärter sind bei diesen Härtegraden nicht erforderlich. Gleiches gilt für private Entkalkungsanlagen. Oldenburg ist eine Stadt in Niedersachsen und befindet sich ca. 50 Kilometer westlich von Bremen und 47 Kilometer nördlich von Cloppenburg.