Wasserhärte in Offenbach am Main – aus Grundwasser gewonnenes Wasser mittlerer Härte

Seit Januar 2017 liegt die Trinkwasserversorgung in Offenbach am Main zu 100 Prozent in den Händen des Zweckverbandes Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach. Woher das Wasser kommt und welche Wasserhärte in Offenbach vorliegt, erfahren Sie hier. Der 1965 gegründete Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO) gewinnt das Trinkwasser für Offenbach am Main in der Hanau-Seligenstädter Senke, einem Randbecken des Oberrheingrabens im Bereich der östlichen Untermainebene. Die Sande und Kiese dieser Region sind ergiebige Grundwasserleiter, aus denen die ZWO jährlich rund 19 Millionen Kubikmeter Grundwasser zutage fördert. Hierfür stehen mehr als 100 Brunnen zur Verfügung, die circa 25 bis 75 Meter tief in die Erde reichen. Von den Brunnen aus gelangt das Rohwasser in eines von sechs Wasserwerken, in denen es aufbereitet wird, um die Wasserqualität in Offenbach am Main sicherzustellen.

Physikalische Trinkwasseraufbereitung in den Wasserwerken der ZWO

Die Aufbereitung des Leitungswassers für Offenbach am Main geschieht ausschließlich physikalisch, das heißt, ohne Zugabe von Chemikalien. Bei der Verrieselung des Wassers über Kaskaden vermischt es sich mit Luft. Überschüssige Kohlensäure sowie Eisen und Mangan werden ausgefällt. Anschließend sickert das Wasser über halbgebranntes dolomitisches Filtermaterial, um die ausgeflockten Metallverbindungen zu entfernen und das Kalkkohlensäuregleichgewicht herzustellen. Aus den Filtern gelangt das Trinkwasser für Offenbach in die Wasserspeicher, von denen aus es über drehzahlgeregelte Pumpen mit einem Druck von rund 6 bar in das Fernleitungsnetz eingespeist wird. Über dieses wird das Wasser in die Ortsnetze geleitet, über die es direkt zu den Verbrauchern weiterfließt.

Hervorragende Wasserqualität auch in Zukunft gesichert

Umfangreiche Probenahmen und Analysen des Grund-, Roh- und Trinkwassers gewährleisten, dass die Offenbacher ihr Leitungswasser ein Leben lang genießen können, ohne gesundheitliche Nachteile befürchten zu müssen. Wie die Untersuchungsergebnisse zeigen, werden die von der Trinkwasserverordnung vorgegebenen Grenzwerte nicht nur eingehalten, sondern meist deutlich unterschritten. Dank der umfangreichen chemischen und bakteriologischen Untersuchungen können die zuständigen Stellen schnell und gezielt auf geringste Veränderungen der Wasserbeschaffenheit reagieren und so eine gleichbleibende Wasserqualität sicherstellen. Damit das Trinkwasser in Offenbach am Main auch in Zukunft nichts zu wünschen übrig lässt, setzt sich der Zweckverband dafür ein, dass das zur Wassergewinnung genutzte Grundwasser nicht durch falsche landwirtschaftliche Nutzung, Altlasten oder Gewerbebetriebe beeinträchtigt wird.

Wasserhärte in Offenbach am Main

Mit 8,6 bis 13,9 °dH liegt die Wasserhärte in Offenbach am Main im mittleren Härtebereich. Damit enthält das Wasser ausreichend Mineralien, um einen vollmundigen Geschmack zu entwickeln, aber nicht so viele Härtebildner, dass Verkalkungen zu einem größeren Problem werden. In aller Regel genügt es, Waschmittel entsprechend der mittleren Wasserhärte in Offenbach zu dosieren, um Kalkablagerungen in Waschmaschinen zu verhindern.

Fazit

Da die Wasserhärte in Offenbach am Main im mittleren Bereich liegt, ist die Verwendung zusätzlicher Wasserenthärter höchstens bei Waschtemperaturen von über 60 °C sinnvoll. Auf Wasserenthärtungsanlagen können Privathaushalte getrost verzichten.