Wasserhärte in Nürnberg – mittelhart und besonders rein

Lesen Sie hier alles Wichtige zur Gewinnung, zur Qualität und zur Wasserhärte in Nürnberg und erfahren Sie, wie die Frankenmetropole die Hochwertigkeit ihres Leitungswassers sicherstellt.

Umfragen zufolge bewerten 87 Prozent der Nürnberger ihr Leitungswasser mit gut oder sehr gut. Selbst für Babynahrung soll das Wasser problemlos verwendbar sein. Woher das Trinkwasser stammt und welche Wasserhärte in Nürnberg vorliegt, haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Wo wird das Trinkwasser für Nürnberg gewonnen?

Etwa 70 Prozent des Wasserbedarfs deckt die Frankenmetropole aus eigenen Wasserwerken. Weitere 30 Prozent stellt der Fremdversorger WFW bereit, der sein Rohwasser aus dem Grundwasser des Donau-Lech-Dreiecks gewinnt. Im Durchschnitt werden täglich 90.000 Kubikmeter gefördert. An Spitzentagen im Sommer steigt die Fördermenge fast auf das Doppelte.

Das Wasserwerk Erlenstegen / Eichelberg bezieht sein Leitungswasser für Nürnberg aus knapp 100 Brunnen im Pegnitztal, das mit seinen ausgedehnten Wiesen ein attraktives Naherholungsgebiet für die Stadtbewohner ist. Die durchschnittliche Tagesmenge liegt bei 10.000 Kubikmeter.

Im Veldensteiner Forst fördert das Wasserwerk Ranna in zwei Gewinnungsgebieten täglich bis zu 45.000 Kubikmeter Trinkwasser für Nürnberg. Von hier aus gelangt das Wasser im freien Gefälle in die Stadt. Pumpen sind nicht erforderlich.

Über vier Tiefbrunnen wird in Krämersweiher bereits seit 1893 Wasser aus bis zu 148 Metern Tiefe empor geholt. Von dort aus fließt es in das 2011 in Betrieb genommene Wasserwerk Forsthaus. Dorthin gelangt auch das im etwa drei Kilometer entfernten Pumpenwerk Ursprung gewonnene Trinkwasser. Dieses enthält natürliches Kohlendioxid, das durch Einblasen von gefilterter Umgebungsluft herausgelöst wird.

Wie hoch ist die Wasserhärte in Nürnberg?

Die Wasserhärte in Nürnberg liegt bei rund 14 °dH und damit im mittleren Härtebereich. Experten empfehlen daher für das gesamte Stadtgebiet, die Dosierung von Waschmittel gemäß des Härtebereichs II vorzunehmen und Elektrogeräte wie Kaffeemaschinen entsprechend einzustellen.

Wasserqualität in Nürnberg – so wird sie gesichert

Bevor das Trinkwasser in das rund 1.400 Kilometer lange Versorgungsnetz der Stadt gelangt, wird die Trinkwasserqualität regelmäßig geprüft, um Verschmutzungen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Gewährleistet wird die Güte des Wassers durch jährlich rund 35.000 chemische, physikalische oder mikrobiologische Einzeluntersuchungen, die weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen hinausgehen.

Die Untersuchung des Trinkwassers hat in Meistersingerstadt eine lange Tradition. Schon 1884 wurden Wasserproben aus privaten und öffentlichen Brunnenanlagen entnommen – mit erschreckendem Ergebnis. Die Mehrzahl der untersuchten Brunnen lieferte verunreinigtes Wasser.

Heute ist das anders. Täglich werden an Messstellen in den Wassereinzugsgebieten, aus Quellen, Brunnen, Wasserwerken, Fernleitungen, Hochbehältern sowie aus dem Verteilungsnetz Proben entnommen und analysiert. Zusätzlich sorgt eine vorausschauende Wasserpolitik dafür, dass das Nürnberger Trinkwasser auch weiterhin ein wertvolles Lebensmittel bleibt.

Fazit

Die Wasserhärte in Nürnberg liegt im mittleren Bereich und die Trinkwasserqualität lässt nichts zu wünschen übrig. Zum Teil ist das Quellwasser so rein, dass keine weitere Aufbereitung erforderlich ist.

Themen: Wasserhärte