Wasserhärte in Nordhorn – weiches Wasser aus versickerten Niederschlägen

Die Trinkwasserversorgung in Nordhorn fällt in den Zuständigkeitsbereich der Nordhorner Versorgungsbetriebe GmbH (nvb). Diese gewinnt das Leitungswasser über das Wasserwerk in der Turmstraße aus Grundwasser, das nur eine geringe Wasserhärte aufweist. Das derzeit für die Gewinnung des Trinkwassers für Nordhorn genutzte Wasserwerk an der Turmstraße wurde bereits 1906 in Dienst gestellt. 1907 gab es das erste Wasser an die Stadtbevölkerung ab. Um den steigenden Anforderungen an die Trinkwasserqualität und -menge gerecht werden zu können, ließ die Stadt das Werk im Jahr 1961 nach neuesten Erkenntnissen modernisieren. Ein zweites Wasserwerk das 1949 am Lehmkamp errichtet wurde, hat seinen Betrieb mittlerweile eingestellt.

Wassergewinnung im Wasserwerk an der Turmstraße

Das Leitungswasser für Nordhorn wird über neun Tiefbrunnen in den Vororten Hesepe und Klausheide gewonnen. Die Pumpenanlagen der 60 bis 91 Meter tiefen Brunnen befinden sich in sogenannten Brunnenstuben, kleinen von einem Zaun umgebenen Holzhäusern. Von dort aus gelangt das Rohwasser über eine 12 Kilometer lange Leitung zum Wasserwerk, wo überschüssiges Eisen und Mangan sowie Ammonium entfernt werden. Anschließend fließt das Reinwasser in zwei Behälter mit 8.000 Kubikmetern Fassungsvermögen, die der Zwischenspeicherung und dem Ausgleich von Verbrauchsschwankungen dienen. Von dort aus gelangt es über ein Rohrnetz von rund 770 Kilometern Länge zu den knapp 18.000 Hausanschlüssen.

Kooperation mit Landwirten stellt hohe Wasserqualität sicher

Das Nordhorner Wasser ist von sehr guter Qualität und erfüllt alle Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Auf seinem Weg in die grundwasserführenden Schichten wird das Niederschlagswasser auf natürliche Weise gefiltert und von schädigenden Inhaltsstoffen befreit. Der Nitratgehalt liegt mit rund drei Milligramm pro Liter weit unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes von 50 Milligramm. Somit kann das Leitungswasser absolut gefahrenfrei zum Trinken, Kochen und auch zur Zubereitung von Babynahrung verwendet werden. Damit die hohe Wasserqualität in Nordhorn auch in Zukunft erhalten bleibt, arbeitet die Nordhorner Versorgungsbetriebe GmbH gemeinsam mit den ansässigen Landwirten an einer grundwasserschonenden Bewirtschaftung der Felder in den Wasserschutzgebieten.

Geringe Wasserhärte in Nordhorn spart Waschmittel und zusätzliche Entkalker

Da das Niederschlagswasser auf seinem Weg durch das Erdreich keine mineralienreichen Gesteinsschichten durchdringt, reichert es sich kaum mit Härtebildnern wie Kalzium und Magnesium an. Die Wasserhärte in Nordhorn liegt deshalb mit nur 8,08 °dH im Härtebereich „weich“. Bei dieser geringen Wasserhärte sind weder zusätzliche Enthärter für die Waschmaschine noch private Entkalkungsanlagen erforderlich. Waschmittel können nach den Herstellervorgaben für den niedrigsten Härtegrad dosiert werden, ohne Einbußen in der Reinigungsqualität befürchten zu müssen. Auch für die Zubereitung von Kaffee oder Tee bietet das weiche Wasser Vorteile, da sich die Aromen der Heißgetränke darin viel besser entfalten.

Fazit

Das Trinkwasser für Nordhorn stammt aus Grundwasser mit niedrigem Kalzium- und Magnesiumgehalt. Durch die geringe Wasserhärte können Wasch- und Reinigungsmittel sehr sparsam und umweltbewusst dosiert werden. Nordhorn ist eine Stadt in Niedersachsen im Grafschaft Bentheim und befindet sich ca. 81 Kilometer nördlich von Münster und 80 Kilometer westlich von Osnabrück.