Wasserhärte in Mühlhausen – sehr hartes Wasser aus regionalen Vorkommen

Der Zweckverband Trinkwasserversorgung Mühlhausen und Unstruttal versorgt die Stadt Mühlhausen mit frischem Trinkwasser aus der Region. Da das im Verbandsgebiet gewonnene Wasser viele Mineralien enthält, ist die Wasserhärte in Mühlhausen sehr hoch. Die Versorgung des Verbandsgebietes des Zweckverbandes Trinkwasserversorgung Mühlhausen und Unstruttal erfolgt über die Gewinnungsgebiete Mühlhausen, Ammern und Poppenrode. Im Gewinnungsgebiet Ammern gibt es vier Brunnen, die 50 bis 70 Meter geteuft sind. Das Gewinnungsgebiet Poppenrode umfasst vier 60 bis 80 Meter tiefe Brunnen sowie zwei Quellfassungen. Das Versorgungsnetz des Verbandes ist insgesamt rund 230 Kilometer lang. Die Zahl der Hausanschlüsse beträgt rund 8.200. Da es in Mühlhausen große Höhenunterschiede gibt, ist die Stadt in die drei Druckzonen Unterstadt, Oberstadt und Ammern eingeteilt.

Geologische Gegebenheiten bedingen hohe Wasserhärte in Mühlhausen

Aufgrund der Bodenstruktur im Bereich der Gewinnungsanlagen weist das dort geförderte Trinkwasser für Mühlhausen sehr viele mineralische Inhaltsstoffe auf. Aus diesem Grund ist die Wasserhärte sehr hoch. Am höchsten sind die Härtewerte in der Druckzone Ammern mit rund 35,5 °dH. Nicht weit darunter liegt die Wasserhärte in den Druckzonen Oberstadt (29 °dH) und Unterstadt (27 °dH). Kalk ist ein vollkommen natürlicher, für den Menschen unschädlicher Bestandteil des Leitungswassers, der keinerlei Auswirkungen auf die Wasserqualität in Mühlhausen hat. Viele Experten erachten den hohen Kalkgehalt im Trinkwasser als gesund. Für zahlreiche Einsatzfelder ist die Wasserhärte außerdem ohne Belang, beispielsweise für die Speisenzubereitung oder für die Toilettenspülung. Nachteilig ist hartes Wasser hingegen für Haushaltsgeräte, Wasserkocher und Kaffeemaschinen, in denen sich der Kalk bei höheren Temperaturen in größeren Mengen ablagern kann. Es gilt daher, die Geräte durch entsprechende Maßnahmen vor kalkbedingten Schäden zu bewahren.

Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten vermeiden – so funktioniert’s

Mit relativ einfachen Mitteln ist es möglich, Wasch- und Spülmaschinen vor Kalk und daraus bedingten Beschädigungen zu schützen. Moderne Vollwaschmittel enthalten bei richtiger Dosierung ausreichend Wasserenthärter, der den Kalk während der Reinigungsgänge bindet, sodass dieser mit dem Wasser wieder aus der Maschine gepumpt wird. Es empfiehlt sich daher, die auf den Verpackungen aufgedruckten Dosierungshinweise der Waschmittelhersteller für hartes Wasser zu beachten. Bei Waschtemperaturen von mehr als 60 °C ist die zusätzliche Verwendung eines Wasserenthärters sinnvoll, da bei höheren Temperaturen sehr viel mehr Kalk ausfällt. Spülmaschinen sollten auf den Härtebereich „hart“ eingestellt und mit ausreichend Regeneriersalz befüllt werden. Gegen Kalkablagerungen in Kaffeemaschinen und Wasserkochern hilft eine Behandlung mit Essig- oder Zitronensäure. Mit diesen natürlichen Mitteln lassen sich auch Armaturen, Fliesen, Duschwände und Duschköpfe auf einfache Weise vom Kalk befreien.

Fazit

Damit das harte Leitungswasser in Mühlhausen keinen Schaden in Wasch- und Spülmaschinen anrichtet, sollten die dafür verwendeten Reinigungsmittel ausreichend hoch dosiert werden. Bei hohen Waschtemperaturen empfiehlt sich ein zusätzlicher Wasserenthärter. Unter Umständen kann sich aufgrund der sehr hohen Wasserhärte in Mühlhausen der Einbau einer privaten Enthärtungsanlage rechnen. Mühlhausen ist eine Stadt in Thüringen Unstrut-Hainich-Kreis und befindet sich ca. 59 Kilometer nordwestlich von Erfurt und ca. 80 Kilometer südöstlich von Göttingen.