Wasserhärte in Menden – Trinkwasser an der Grenze zwischen weich und mittel

Gemeinsam sichern die Stadtwerke Fröndenberg und Menden die Trinkwasserversorgung in den beiden Städten. Seit 2012 sorgt ein neues Wasserwerk für eine hohe Trinkwasserqualität. Mehr zur Wasserqualität und zur Wasserhärte in Menden erfahren Sie hier. Mit Ausnahme der Ortsteile Ostsümmern und Halingen erstreckt sich das Versorgungsgebiet der örtlichen Stadtwerke über ganz Menden. Über ein rund 306 Kilometer langes Rohrnetz liefert das Unternehmen sauberes Trinkwasser an etwa 13.200 Hausanschlüsse. Um eine hohe Wasserqualität in Menden zu gewährleisten, unterliegt das Wasser täglichen Kontrollen.

Entwicklung der Wasserversorgung in Menden

Erste Planungen für ein zentrales Wasserwerk in Menden gab es bereits im September 1897. Im Jahr 1900 wurde der Hochbehälter Kapellenberg mit einem Fassungsvermögen von 700 Kubikmetern errichtet. 1901 ging das Wasserwerk Horlecke in Betrieb, das schon ein Jahr später 87.685 Kubikmeter Trinkwasser für Menden lieferte. Um auch weiterhin genügend Wasser zur Verfügung stellen zu können, wurde 1926 das Pumpwerk Ruhrtal in Dienst gestellt. Der inzwischen zu klein gewordene Hochbehälter Kapellenberg wurde 1936 auf ein Fassungsvermögen von 2.400 Kubikmetern erweitert. 1975 übernahmen die Stadtwerke Menden das Wasserwerk Lendringsen und damit auch die Wasserversorgung dieser Gemeinde. Das Werk wurde 2008 aufgegeben und im Gegenzug das Pumpwerk Ruhrtal vergrößert. Um auch für die Zukunft bestens gewappnet zu sein, erfolgte 2011 die Gründung der „Wasserwerk Fröndenberg-Menden GmbH“, die den Bau und Betrieb einer neuen Trinkwasseranlage sowie die Steuerung der Wasserabgabe in die Netze beider Städte zum Ziel hatte. Im November 2012 wurde das neue Wasserwerk Fröndenberg-Menden offiziell eröffnet.

Der Weg des Wassers im Wasserwerk

Das Leitungswasser für Menden stammt aus der Ruhr. Es wird in große Becken auf dem Wasserwerksgelände geleitet, wo es im Untergrund versickert und dort auf natürliche Weise vorgefiltert wird. Unten angekommen, wird es zur weiteren Aufbereitung ins Wasserwerk gepumpt. Dort durchläuft es sehr feine Filter, über die auch kleinste Partikel entfernt werden. Über Aktivkohle werden organische Stoffe wie Öle und Fette herausgefiltert. Anschließend wird das Wasser durch Luftaustausch physikalisch entsäuert und mithilfe von UV-Licht desinfiziert.

Niedrige Wasserhärte schont die Umwelt

Mit 8,5 °dH liegt das Trinkwasser für Menden an der untersten Grenze des mittleren Härtebereichs. Bei dieser Wasserhärte empfiehlt es sich, Waschmittel zunächst nach den Herstellervorgaben für weiches Wasser zu dosieren und die Menge nur zu erhöhen, wenn damit kein ausreichendes Reinigungsergebnis erreicht wird. Enthärter sind nicht erforderlich. Auf diese Weise wird die Umwelt geschont und zugleich die Haushaltskasse entlastet. Im Ortsteil Halingen fließt Wasser aus dem von den Wasserwerke Westfalen betriebenen Wasserwerk Halingen aus der Leitung. Dessen Wasserhärte beträgt 7,99 °dH und entspricht damit dem Härtebereich „weich“.

Fazit

Aufgrund der geringen Wasserhärte in Menden bleiben Haushaltsgeräte wie Wasch- und Spülmaschinen weitgehend frei von Kalk. Sollten sich einmal Ablagerungen im Wasserkocher oder der Kaffeemaschine bilden, helfen Zitronensäure oder Essigessenz. Menden ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Märkischen Kreis im Regierungsbezirk Arnsberg und befindet sich ca. 47 Kilometer östlich von Dortmund.