Wasserhärte in Meiningen – weiches Wasser aus dem größten Trinkwasserspeicher Südthüringens

Über ein mehr als 200 Kilometer langes Rohrleitungsnetz versorgen die Stadtwerke Meiningen ihre Kunden mit Trinkwasser aus der Talsperre Schönbrunn. Da es sich um mineralienarmes Oberflächenwasser handelt, ist die Wasserhärte in Meiningen gering. Das erste städtische Wasserwerk in Meiningen wurde 1890 errichtet. Ab 1922 war die damals neu gegründete Meininger Licht- und Kraftwerke GmbH für den Betrieb der Anlage verantwortlich. Im Jahr 1936 wurde das Unternehmen in Städtische Technische Werke umbenannt. 1940 erhielt es den Namen Stadtwerke Meiningen. 1949, nach Gründung der DDR, wurden die Stadtwerke aufgelöst und ihre Bereiche auf verschiedene volkseigene Energiekombinate aufgeteilt. Einen Neuanfang gab es im Jahr 1991. Die in jenem Jahr neu gegründete Stadtwerke Meiningen GmbH übernahm ab 1992 zunächst die Fernwärmeversorgung und ab 1993 auch die Trinkwasserversorgung.

Bestens aufbereitetes Talsperrenwasser für Meiningen

Die Stadtwerke beziehen das gesamte Trinkwasser für Meiningen von der Fernwasserversorgung Thüringen. Diese gewinnt das Wasser in der Talsperre Schönbrunn, dem größten Reservoir für die Trinkwasserversorgung Südthüringens. Die Stauanlage befindet sich in der thüringischen Gemeinde Schleusengrund auf einer Höhe von 550 Metern über Normalnull. Entnommen wird das Rohwasser über einen Zweikammer-Nassturm mit acht auf unterschiedliche Höhen verteilten Einläufen. Anschließend gelangt es zur Aufbereitung in die zugehörige Trinkwasseraufbereitungsanlage, bevor es an die angeschlossenen Versorgungsgebiete weitergeleitet wird.

Wie das Wasser zu den Verbrauchern kommt

Eine Fernleitung von der Talsperre Schönbrunn bis nach Dreißigacker ermöglicht eine direkte Wasserversorgung für Meiningen. An die Leitung angeschlossen sind verschiedene Speicheranlagen wie der 40 Meter hohe Wasserturm in Dreißigacker oder die Hochbehälter in der Utendorfer Straße und auf der Donopskuppe. Die direkte Verbindung zur Talsperre in Kombination mit den hohen Speicherkapazitäten von maximal 12.500 Kubikmetern Wasser gewährleistet eine stetige Versorgung mit Leitungswasser in Meiningen.

Studie belegt hohe Trinkwasserqualität

Regelmäßige Analysen des Meininger Trinkwassers stellen sicher, dass dieses jederzeit den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Alle Parameter liegen weit unterhalb der vorgegebenen Grenzwerte. Das gilt auch für den Nitratwert, der mit nur 3,50 Milligramm pro Liter erfreulich niedrig ist. Damit kann das Wasser bedenkenlos getrunken und auch zur Zubereitung von Babynahrung genutzt werden. Eine deutschlandweite Studie der Stiftung Warentest aus dem Juni 2019 belegt ebenfalls die hohe Wasserqualität in Meiningen.

Niedrige Wasserhärte schont Haushaltsgeräte und Umwelt

Mit nur 4,1 °dH entspricht die Wasserhärte in Meiningen dem Härtebereich „weich“. Weiches Wasser hat den Vorteil, dass sich kein Kalk in Haushaltsgeräten ablagert. Außerdem entfalten Wasch- und Spülmittel bei geringer Wasserhärte ihre volle Reinigungskraft und können dadurch deutlich sparsamer und umweltfreundlicher dosiert werden als bei hartem Wasser. Weichspüler sind ebenso wenig erforderlich wie zusätzliche Enthärter.

Fazit

Die geringe Wasserhärte in Meiningen senkt den Verbrauch an Reinigungsmitteln. Entkalker werden ebenso wenig benötigt wie private Enthärtungsanlagen. Das entlastet nicht nur die Haushaltskasse, sondern schont auch die Umwelt. Meiningen ist eine Stadt in Thüringen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und befindet sich ca. 88 Kilometer südwestlich von Erfurt und ca. 81 Kilometer nördlich von Schweinfurt.