Wasserhärte in Meerbusch – Wasser mittlerer Härte aus Eigen- und Fremdgewinnung

Die Trinkwasserversorgung in Meerbusch liegt in den Händen der 1995 gegründeten Stadtwerke Meerbusch GmbH. Das von ihnen verteilte Leitungswasser stammt aus mehreren Wasserwerken, die jedoch alle annähernd dieselbe Wasserhärte für Meerbusch liefern. Die Stadtwerke Meerbusch gewinnen das Trinkwasser für ihre Kunden zum Teil selbst, beziehen aber auch Fremdwasser. Im Stadtteil Osterath fließt Wasser aus den von den Stadtwerken Willich betriebenen Wasserwerken Fellerhöfe und Zollhaus aus der Leitung. Der Norden des Stadtteils Büderich erhält sein Leitungswasser vom Wasserwerk Driesch der Kreiswasserwerke Grevenbroich. Aus dem eigenen Wasserwerk in Lank-Latum stammt das Wasser für die übrigen Stadtteile.

Wassergewinnung und Wasseraufbereitung im Wasserwerk Lank

Das Wasserwerk Lank verfügt über vier Flach- und zwei Tiefbrunnen. Erstere reichen 25 bis 30 Meter in die Erde, Letztere bis zu 130 Meter. In einem ersten Aufbereitungsschritt wird das Wasser über Aktivkohle gefiltert, um natürliche Geruchs- und Geschmacksstoffe wie Huminsäuren und andere unerwünschte Bestandteile zu entfernen. Anschließend durchfließt es eine sogenannte Teilstrom-Schnell-Entkarbonisierung, in der es entkalkt und enthärtet wird. Während das Rohwasser eine Wasserhärte von 22 bis 26 °dH besitzt, ist es beim Leitungswasser für Meerbusch nur etwa die Hälfte. Nach einer erneuten Filterung gelangt das Wasser in die Trinkwasserbehälter, von denen aus es in das Leitungsnetz eingespeist wird.

Gewässerschutz gewährleistet hohe Trinkwasserqualität

Das Einzugsgebiet des Wasserwerks Lank umfasst eine Fläche von 52 Quadratkilometern. In chemischer und hygienischer Hinsicht ist bereits das Grundwasser von guter Qualität. Drei Schutzzonen gewährleisten, dass das Rohwasser nicht durch menschliche Einflüsse beeinträchtigt wird. Die Schutzzone I umfasst die direkte Umgebung der Brunnen und muss grundsätzlich eingefriedet sein. Hier ist alles verboten, was nichts mit der Wasserversorgung zu tun hat. Die Schutzzone II besitzt eine Ausdehnung von bis zu 200 Metern und schließt die sogenannte „50-Tage-Linie“ ein. So lange braucht das Wasser, bis es auf seinem Weg durch das Erdreich bakteriologische Reinheit erreicht hat. Die in die Zonen A und B eingeteilte Schutzzone III erstreckt sich über das restliche Einzugsgebiet der Förderbrunnen. Auch hier gibt es Verbote sowie Nutzungsbeschränkungen.

Trotz unterschiedlicher Wasserherkunft nahezu gleiche Wasserhärte in Meerbusch

Um eine dauerhaft hohe Wasserqualität in Meerbusch zu gewährleisten, werden regelmäßig Trinkwasserproben entnommen und in den Labors des Wasserwerks Willich und des IWW Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wasserforschung untersucht. Hierbei wird zugleich die Wasserhärte für Meerbusch ermittelt. Diese bewegt sich trotz der unterschiedlichen Herkunft des Trinkwassers in der gesamten Stadt im mittleren Härtebereich. Das eigene Wasserwerk liefert eine Wasserhärte von 11 bis 12 °dH. Osterath erhält von den Stadtwerken Willich Wasser mit 11 °dH. Aus dem Wasserwerk Driesch kommt Leitungswasser mit einer Härte von 13,5 °dH.

Fazit

Dank der mittleren Wasserhärte in Meerbusch können Wasch- und Spülmittel niedriger dosiert werden als bei hartem Wasser. Das schont die Umwelt ohne die Haushaltsgeräte einer zu großen Verkalkungsgefahr auszusetzen. Meerbusch ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Rhein-Kreis Neuss im Regierungsbezirk Düsseldorf und befindet sich ca. 32 Kilometer südlich von Duisburg.