Wasserhärte in Marl – Wasser mittlerer Härte aus Grundwasseranreicherung und natürlichem Grundwasser

Die Stadt Marl bezieht ihr Trinkwasser von der Gelsenwasser AG, die es im Wasserwerk Haltern gewinnt. Informieren Sie sich hier über die Gewinnung und Aufbereitung des Rohwassers sowie über die Wasserqualität und die Wasserhärte in Marl. Das 1908 in Betrieb genommene Wasserwerk Haltern versorgt rund eine Million Menschen im westlichen Münsterland und Duisburg, darunter auch die Einwohner von Marl, mit frischem Trinkwasser. Dieses stammt zu 70 Prozent aus Grundwasseranreicherung an den Talsperren Haltern und Hullern und zu 30 Prozent aus natürlichem, durch Niederschläge gebildetem Grundwasser. In längeren Trockenperioden kann zusätzlich Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal entnommen und dem Talsperrensystem zugeführt werden.

Grundwasseranreicherung im Wasserwerk Haltern

Den Talsperren Haltern und Hullern fließen jährlich rund 240 Millionen Kubikmeter Oberflächenwasser zu, von dem etwa ein Drittel für die Trinkwasserversorgung genutzt wird. Das Wasser wird zunächst im Südbecken der Talsperre Haltern vorgereinigt und dann über insgesamt 26 Becken in den Boden geleitet. Dort vermischt es sich mit dem natürlich gebildeten Grundwasser. Nach etwa sechs Wochen Fließdauer im Untergrund gelangt das Bodenfiltrat zusammen mit dem natürlichen Grundwasser über Vertikalfilterbrunnen wieder an die Oberfläche und wird über Druck- und Heberleitungen der Aufbereitung im Wasserwerk zugeführt.

Wasseraufbereitung in Haltern

Zur Reduzierung von Mangan und Eisen wird rund ein Drittel des Rohwassers durch mit Quarzkies gefüllte Druckfilterkessel geleitet. Anschließend werden alle Wässer in zwei Tiefbehältern mit einem Gesamtfassungsvermögen von rund 30.000 Kubikmetern zusammengeführt. Um die Rohrleitungen im Verteilernetz vor Korrosion zu schützen, werden dem Wasser in der vorgelagerten Mischkammer geringe Mengen an Monophosphat und Natronlauge zugegeben. Auf eine Desinfektion des Wassers kann in aller Regel verzichtet werden.

Wasserqualität und Wasserhärte in Marl

Um die Wasserqualität für Marl und die anderen Abnehmer sicherzustellen, wird das Wasser von der Gewinnung bis hin zu den Hausanschlüssen der Verbraucher ständig überwacht. Im Wasserwerk Haltern beläuft sich die Anzahl der Untersuchungen auf jährlich etwa 35.000. Zusammen mit den Analysen des Oberflächenwassers sind es über 100.000 Untersuchungen pro Jahr. Hinzu kommen Qualitätskontrollen durch die Westfälische Wasser- und Umweltanalytik GmbH in Gelsenkirchen und weitere Einrichtungen wie das ebenfalls in Gelsenkirchen ansässige Hygieneinstitut des Ruhrgebiets. Die Wasserhärte lässt sich aus dem Gehalt an Kalzium, Magnesium und anderen Mineralien berechnen. Sie beeinflusst nicht nur den Geschmack und die Beschaffenheit des Wassers, sondern auch die Waschkraft von Waschmitteln. In Form von Kalkablagerungen wirken sich die Mineralien zudem auf Haushaltsgeräte und Armaturen aus. Mit 11,9 °dH entspricht die Wasserhärte in Marl dem Härtegrad „mittel“. Damit enthält das Trinkwasser für Marl genug Härtebildner für einen vollmundigen Geschmack, während sich das Verkalkungsrisiko in Grenzen hält.

Fazit

Dank der mittleren Wasserhärte in Marl ist die Verkalkungsgefahr für Haushaltsgeräte relativ gering. Um kalkbedingte Schäden durch das Leitungswasser in Marl zu vermeiden, sollten Wasch- und Spülmittel entsprechend dieser Wasserhärte dosiert werden. Zusätzliche Enthärter sind nicht erforderlich. Marl ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Landkreis Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster und befindet sich ca.50 Kilometer nördlich von Dortmund.