Wasserhärte in Markkleeberg – überwiegend Wasser mittlerer Härte aus der Elbaue

Das Trinkwasser für Markkleeberg kommt primär von der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH. Eine Ausnahme bildet der Ortsteil Wachau/Auenhain, der sein Wasser aus Probstheida bezieht. Dadurch gibt es unterschiedliche Wasserhärten in Markkleeberg. Der Wasserturm, der die Stadtsilhouette Markkleebergs schon von weitem dominiert, diente einst dazu, eine stabile Wasserversorgung der stark anwachsenden Bevölkerung sicherzustellen. Der 1902 erbaute Turmbehälter wurde durch ein 1904 in Dienst gestelltes Wasserwerk mit Trinkwasser gefüllt. Um den weiterhin kräftig ansteigenden Wasserbedarf decken zu können, wurde 1920 am Fuße des Wasserturms Behälter mit einem Fassungsvermögen von 2.400 Kubikmetern errichtet, aus dem stündlich 180 Kubikmeter Wasser in den Turm gepumpt wurden. Mittlerweile ist der Turm außer Betrieb und wurde zur Wohnanlage umgebaut. Das Trinkwasser für Markkleeberg stammt heute überwiegend aus dem Wasserwerk Torgau-Ost der Fernwasserversorgung Elbaue- Ostharz GmbH.

Trinkwassergewinnung und Aufbereitung im Wasserwerk Torgau-Ost

Das Rohwasser für die Trinkwassererzeugung wird in der Elbaue aus einer Tiefe von bis zu 50 Metern gefördert. Um eine hohe Wasserqualität für Markkleeberg und alle weiteren Abnehmer zu erzielen, ist eine mehrstufige Aufbereitung erforderlich. Das Wasser wird zunächst belüftet, um eine Oxidationsreaktion in Gang zu setzen. Anschließend folgen die Grobreinigung und Filtration. Hierbei werden gelöste Stoffe wie Mangan und Eisen entfernt. Bei Bedarf kann Pulveraktivkohle zugegeben werden, um Geruchs- und Geschmacksstoffe bzw. organische Spurenstoffe zu eliminieren. Durch Hinzufügen von Kalkmilch wird der pH-Wert des Wassers eingestellt. Zum Abschluss sorgt eine Desinfektion mit Chlor bzw. Chlordioxid dafür, dass die mikrobiologische Beständigkeit des Trinkwassers bis zum Verbraucher hin gewährleistet ist.

Hochwertiges Mischwasser für den Ortsteil Wachau/Auenhain

Die Wasserversorgungsanlage Probstheida ist seit mehr als 150 Jahren der Dreh- und Angelpunkt der Trinkwasserversorgung in und um Leipzig. Hier wird das aus den vier Großwasserwerken der Leipziger Wasserwerke kommende Trinkwasser in sechs Behältern und im Wasserturm gemischt und in das Leitungsnetz eingespeist. Über dieses gelangt es unter anderem in den Markkleeberger Ortsteil Wachau/Auenhain.

Leicht unterschiedliche Wasserhärten in Markkleeberg

Aufgrund der verschiedenartigen Bodenstrukturen in den Fördergebieten enthalten die Wässer aus dem Wasserwerk Torgau-Ost und der Wasserversorgungsanlage Probstheida unterschiedliche Anteile an Härtebildnern wie Kalzium und Magnesium. Dadurch fällt auch die Wasserhärte in Markkleeberg verschieden aus. Das aus Torgau-Ost stammende Leitungswasser für Markkleeberg entspricht mit einer Wasserhärte von 11,2 °dH dem mittleren Härtegrad. Das Trinkwasser in Wachau/Auenhain liegt hingegen mit 14 °dH an der Grenze der Härtebereiche „mittel“ und „hart“. Damit besteht eine leicht höhere Verkalkungsgefahr für Haushaltsgeräte, Armaturen und Heißwassergeräte.

Fazit

Zwar fällt die Wasserhärte in Markkleeberg verschieden aus, allerdings sind die Unterschiede nicht so groß, dass es sich auf den alltäglichen Umgang mit dem kostbaren Nass auswirkt. Da das Leitungswasser in Wachau/Auenhain an der Untergrenze des Härtebereichs „hart“ liegt, genügt auch hier eine Dosierung nach den Herstellervorgaben für die mittlere Wasserhärte, um Kalkablagerungen in Wasch- und Spülmaschinen zu vermeiden. Markkleeberg ist eine Stadt in Sachsen im Landkreis Leipzig und befindet sich ca. 114 Kilometer westlich von Dresden und ca. 78 Kilometer nördlich von Chmenitz.