Wasserhärte in Lünen – weiches bis mittleres Wasser aus drei Wasserwerken

Das Trinkwasser in Lünen ist von sehr guter Qualität. Es stammt aus drei Gewinnungsstandorten der Gelsenwasser bzw. der Wasserwerke Westfalen. Durch die unterschiedliche Herkunft des Wassers ist auch die Wasserhärte in Lünen nicht überall gleich. Die Stadtwerke Lünen beziehen das Trinkwasser für ihr Versorgungsgebiet von den Wasserwerken Halingen und Echthausen der Wasserwerke Westfalen GmbH und vom Wasserwerk Haltern der Gelsenwasser. Acht Trinkwasserübernahmestationen gewährleisten ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit. Eine enge Zusammenarbeit mit den Vorlieferanten und dem Gesundheitsamt stellt sicher, dass die hohe Wasserqualität in Lünen bis zur Übergabe an die Verbraucher erhalten bleibt.

Trinkwassergewinnung in den Wasserwerken Halingen und Echthausen

In Halingen und Echthausen wird Ruhrwasser in einem mehrstufigen Verfahren gereinigt und anschließend gezielt in den Untergrund versickert, um das Grundwasser anzureichern. Von dort aus gelangt es über eine Untergrundpassage zum Pumpwerk und von dort aus weiter zur Aufbereitung. Zur Entfernung der im Ruhrwasser vorkommenden organischen Spurenstoffe setzen die Wasserwerke Halingen auf Sauerstoffanreicherung, Langsamfiltration und Mikrosiebung, während in Echthausen eine Kombination aus Ozonung, Flockung, Mehrschichtfiltration und Adsorption an Aktivkohle zur Anwendung kommt. Im Rahmen der Nachbehandlung wird in beiden Wasserwerken Natronlauge zur Anhebung des pH-Wertes sowie UV-Licht zur Desinfektion eingesetzt.

Trinkwassergewinnung im Wasserwerk Haltern

Das Wasserwerk Haltern gewinnt das Leitungswasser für Lünen und andere Abnehmer aus örtlichen und in den Waldgebieten Hohe Mark und Haard gelegenen Grundwasservorkommen und aus Grundwasseranreicherung an den Talsperren Haltern und Hullern. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit kann bei Bedarf Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal in die Talsperren geleitet werden. Das Talsperrenwasser wird vor der Versickerung mithilfe von Flockungsmitteln und Aktivkohle vorgereinigt. Diese Substanzen binden unerwünschte Wasserinhaltsstoffe, die anschließend durch Sedimentation aus dem Wasser entfernt werden. Danach gelangt das vorbehandelte Rohwasser über 26 Versickerungsbecken in den Boden und vereinigt sich mit dem natürlichen Grundwasser. Dabei wirken die Halterner Sande als natürlicher Langsamsandfilter. Nach circa sechs Wochen Fließdauer wird das versickerte Wasser über Verikalfilterbrunnen wieder an die Oberfläche gebracht. Die insgesamt 232 Vertikalfilterbrunnen auf dem Gelände des Wasserwerks, in der Hohen Mark und in der Haard sind 40 bis 165 Meter tief. Sie fördern sowohl natürliches, aus Niederschlägen gebildetes Grundwasser als auch durch den Boden filtriertes Oberflächenwasser zu Tage. Zur Reduzierung von Eisen und Mangan wird etwa ein Drittel des Wassers durch mit Quarzkies gefüllte Druckfilterkessel geleitet.

Wasserhärte in Lünen

Die Bewohner des Stadtteils Brambauer westlich Waltroper Straße und nördlich Mengeder Straße erhalten ihr Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern der Gelsenwasser AG. Hier liegt die Wasserhärte mit 11,9 °dH im mittleren Härtebereich. Alle anderen Stadtteile werden von den Wasserwerken Westfalen versorgt, deren Leitungswasser mit 7,4 bzw. 8,1 °dH dem Härtebereich „weich“ entspricht.

Fazit

Aufgrund der geringen Wasserhärte in Lünen sind private Enthärtungsanlagen wenig sinnvoll. Bei richtiger Waschmitteldosierung kann bei dieser Wasserhärte auch auf zusätzliche Entkalker für die Waschmaschine verzichtet werden. Lünen ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Arnsberg im Landkreis Unna und befindet sich ca.13 Kilometer nördlich von Dortmund.