Wasserhärte in Lüdenscheid – besonders weiches Talsperrenwasser

Die Stadtwerke Lüdenscheid gewinnen das Trinkwasser für Lüdenscheid über das Wasserwerk Treckinghausen. Die hohe Qualität des Wassers wird durch regelmäßige Analysen sichergestellt, bei denen auch die Wasserhärte für Lüdenscheid ermittelt wird. Im Wasserwerk Treckinghausen wird Talsperrenwasser aus der Versetalsperre zu hochwertigem Leitungswasser für Lüdenscheid aufbereitet. Jährlich werden rund sieben Millionen Kubikmeter Trinkwasser an die circa 120.000 Bewohner der Stadt verteilt. Um eine Verunreinigung des Wassers von vornherein auszuschließen, wurde die Talsperre im Jahr 1987 zum Wasserschutzgebiet erklärt.

Bestes Trinkwasser für Lüdenscheid – Wasseraufbereitung im Wasserwerk Treckinghausen

Vom Rohwasser bis hin zum qualitativ hochwertigen Leitungswasser ist es ein langer Weg. Im Wasserwerk der Stadtwerke Lüdenscheid durchläuft das kostbare Nass mehrere Aufbereitungsstufen, bevor es in das Wasserleitungsnetz eingespeist wird. Zunächst gelangt das Oberflächenwasser in zehn Druckfilter, in denen es unter Zugabe von Flockungsmitteln von organischen Partikeln wie Plankton und Bakterien befreit wird. Um auch kleinste Teilchen sicher entfernen zu können, wird das Wasser vorab mithilfe von Kalkwasser und Kohlendioxid aufgehärtet und ein für das Flockungsmittel idealer pH-Wert eingestellt. Im zweiten Schritt findet die Entsäuerung statt, die aufgrund des geringen Kalzium- und Magnesiumgehalts des Talsperrenwassers erforderlich ist. Erreicht wird der von der Trinkwasserverordnung vorgegebene pH-Wert durch die Zugabe von Kalk aus natürlichem Vorkommen. Anschließend wird das im Wasser enthaltene Mangan über vierzehn offene, mit speziellem Quarzsand gefüllte Filter entfernt. Zur Sicherheit erfolgt zum Abschluss eine Desinfektion mit Chlordioxid, die sicherstellt, dass die Wasserqualität in Lüdenscheid bis zu den Hausanschlüssen gewährleistet bleibt.

Regelmäßige Untersuchungen gewährleisten hohe Trinkwasserqualität

Die Qualität des Lüdenscheider Leitungswassers wird durch regelmäßige Kontrollen durch ein eigenes Labor und das Hygieneinstitut des Ruhrgebietes sichergestellt. Die von der Trinkwasserverordnung vorgegebenen Grenzwerte für die Inhaltsstoffe werden laut dieser Analysen deutlich unterschritten. Mit durchschnittlich 4,2 Milligramm pro Liter liegt auch der Nitratgehalt weit unterhalb der gesetzlichen Grenzen. Damit eignet sich das Trinkwasser bestens für die Zubereitung von Babynahrung.

Weiches Wasser spart Wasserenthärter und Waschmittel

Die Wasserhärte gibt an, wie viel Kalzium und Magnesium das Wasser enthält. Je kleiner der Anteil, desto weicher ist das Wasser. Da diese Stoffe im für die Trinkwasserherstellung im Wasserwerk Treckinghausen genutzten Talsperrenwasser kaum vorhanden sind, ist die Wasserhärte in Lüdenscheid sehr gering. Mit einem Jahresmittelwert von 2,2 °dH entspricht das Leitungswasser in Lüdenscheid dem Härtebereich „weich“. Bei dieser niedrigen Wasserhärte lagert sich kein Kalk in Haushaltsgeräten wie Wasch- und Spülmaschinen ab. Wasserenthärter sind somit ebenso wenig erforderlich wie private Wasserenthärtungsanlagen. Bei Waschmitteln reicht die geringste auf der Verpackung angegebene Menge, um ein gutes Waschergebnis zu erzielen.

Fazit

Dank der niedrigen Wasserhärte in Lüdenscheid entwickeln Wasch- und Spülmittel eine hohe Reinigungskraft. Es genügen somit deutlich geringere Mengen als bei hartem Wasser. Das nützt in hohem Maße der Umwelt, da weniger Chemikalien in den Wasserkreislauf gelangen. Lüdenscheid ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Märkischen Kreis im Regierungsbezirk Arnsberg und befindet sich ca. 68 Kilometer südöstlich von Wuppertal.