Wasserhärte in Lippstadt – hartes Wasser aus eigenen Grundwasservorkommen

Das Trinkwasser für Lippstadt stammt aus eigenen Grundwasservorkommen. Bewirtschaftet werden diese von den Stadtwerken Lippstadt, die auch für die Sicherung der Wasserqualität zuständig sind und Informationen zur Wasserhärte in Lippstadt herausgeben. Die Stadtwerke Lippstadt versorgen über 71.000 Menschen mit frischem Trinkwasser aus den Wasserwerken Lipperbruch, Fichten, Eikeloh und Mantinghausen. Den Hauptanteil trägt mit rund 70 Prozent das 1958 zwischen Flugfeld und Boker Kanal errichtete Wasserwerk Lipperbruch. Ein Teil dieses Wassers wird in der 72 Brunnen umfassenden Gewinnungsanlage Mantinghausen gefördert, die seit 2010 in Betrieb ist. Die übrigen 30 Prozent der Gesamtmenge verteilen sich je zur Hälfte auf die Werke Eikeloh und Fichten.

Eikeloh – Wasserwerk mit langer Geschichte

Seit über 130 Jahren liefert das Wasserwerk Eickeloh kostbares Leitungswasser nach Lippstadt. 1886 mitten im Quellgebiet der Pöppelsche und der Gieseler gebaut, verfügte es zunächst über sieben zu Brunnen ausgemauerte Quellen, von denen aus das Wasser in den Lippstädter Wasserturm gepumpt wurde. Um den steigenden Anforderungen an die Wasserqualität in Lippstadt gerecht zu werden, erhielt das Wasserwerk im Jahr 1976 eine Chlordioxidanlage zur Wasserdesinfektion. 1982 bis 1983 wurden zwei neue Tiefbrunnen und ein neues Pumpenhaus in Dienst gestellt. 1988 erfolgte die Installation eines Nitrat-Prozessphotometers, mit dem sich der Nitratgehalt des Trinkwassers überwachen lässt. Aufgrund hoher Belastungen mit perfluorierten Tensiden (PFT) musste das Wasserwerk Eikeloh im Oktober 2006 vom Netz genommen werden. Ursächlich für die Verunreinigungen war die Verwendung belasteter Klärschlämme als Dünger für die Landwirtschaft. Erst im Sommer 2008, nach dem Einbau einer Aktivkohle-Filter-Anlage, konnte das Werk wieder in Betrieb gehen.

Kontinuierliche Kontrollen gewährleisten hohe Wasserqualität in Lippstadt

Um eine hohe Trinkwasserqualität sicherzustellen, kooperieren die Stadtwerke Lippstadt mit dem unabhängigen Hygiene-Institut Gelsenkirchen. Die Aufbereitung erfolgt gemäß der strengen Auflagen der Trinkwasserverordnung. Außerdem werden regelmäßig bakteriologische Untersuchungen durch externe Fachleute durchgeführt. Alle vierzehn Tage wird das Trinkwasser der Wasserwerke untersucht. Zusätzlich erfolgen zweimal pro Jahr detaillierte Analysen im gesamten Wasserleitungsnetz. Schadstoffe sind im Trinkwasser für Lippstadt nicht nachweisbar. Der Nitratgehalt ist mit 4,2 Milligramm pro Liter ebenfalls als unbedenklich einzustufen, sodass das Leitungswasser bedenkenlos für die Herstellung von Babynahrung genutzt werden kann.

Hohe Wasserhärte in Lippstadt problematisch für Haushaltsgeräte

Mit rund 15 bis 17 °dH liegt die Wasserhärte in Lippstadt im Härtebereich „hart“. Das Wasser enthält viele Kalzium, das sich in Form von Kalk an Haushaltsgeräten ablagern und deren Lebensdauer verkürzen kann. Verhindern lässt sich das durch die Einstellung der Maschinen auf diese Wasserhärte und eine angepasste Dosierung von Wasch- und Spülmitteln. Entsprechende Herstellervorgaben finden sich auf den Verpackungen. Bei höheren Waschtemperaturen kann die Beigabe zusätzlicher Waschmaschinenentkalker sinnvoll sein.

Fazit

Aufgrund der hohen Wasserhärte in Lippstadt können sich Kalkablagerungen in Wasch- und Spülmaschinen bilden. Abhilfe schaffen die richtige Wasch- und Spülmitteldosierung sowie die Verwendung zusätzlicher Enthärter bei hohen Wassertemperaturen. Lippstadt ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Landkreis Soest im Regierungsbezirk Arnsberg und befindet sich ca. 57 Kilometer südlich von Bielefeld