Wasserhärte in Lingen (Ems) – knapp oberhalb des Härtebereichs „weich“

Die Stadt Lingen (Ems) betreibt seit 1909 eine zentrale Wasserversorgung. Hier finden Sie Informationen darüber, wo das Wasser gewonnen wird, welche Mittel zur Wasseraufbereitung genutzt werden und wie hoch die Wasserhärte in Lingen (Ems) ist. Die Stadtwerke Lingen (Ems) gewinnen das Trinkwasser für die Kernstadt über zwei Wasserwerke. Das eine befindet sich an der Kaiserstraße, das andere in der Bauernschaft Mundersum im Ortsteil Bramsche. Beide zusammen liefern bis zu 480 Kubikmeter Rohwasser pro Stunde. Insgesamt stehen in den Wassergewinnungsgebieten Stroot und Mundersum zehn Versorgungsbrunnen zur Verfügung, deren genehmigte Fördermenge 2 Millionen Kubikmeter pro Jahr beträgt. Verteilt wird das Leitungswasser für Lingen über ein rund 150 Kilometer langes Wasserrohrnetz mit knapp 7.400 Hausanschlüssen.

Wasserverband Lingener Land liefert Trinkwasser für umliegende Ortsteile

Die Lingener Ortsteile Altenlingen, Holthausen, Wachendorf, Biene, Brögbern, Clusorth-Bramhar, Baccum, Bramsche, Laxten, Darme und Schepsdorf erhalten ihr Leitungswasser vom Wasserverband Lingener Land. Dieser deckt den Wasserbedarf seiner Abnehmer über die Wasserwerke Grumsmühlen und Darme. Das Trinkwasser für Lingen und die anderen Kunden stammt aus Grumsmühlen, wo es über acht Brunnen an die Oberfläche gelangt. Verteilt wird das Wasser über ein 1.350 Kilometer langes Leitungsnetz, an das rund 24.000 Haushalte angeschlossen sind. Das Wasserwerk Darme versorgt die Großbetriebe im Industriepark Lingen- Süd über fünf Brunnen und ein eigenes Leitungsnetz mit Brauchwasser.

Sorgsamer Wasserschutz stellt Wasserqualität für Lingen sicher

Das von den Stadtwerken bereitgestellte Trinkwasser für Lingen entspricht allen Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Gewährleistet wird die Trinkwasserqualität durch regelmäßige chemische und bakterielle Untersuchungen, die von einem staatlich anerkannten und einem privaten Labor durchgeführt werden. Bei der Aufbereitung des Rohwassers zu Leitungswasser für Lingen kommen ausschließlich Naturprodukte wie Kalziumkarbonat (Wasserwerk Mundersum) und halbgebrannter Dolomit (Wasserwerk Kaiserstraße) zum Einsatz. Diese sind nach Abschluss der Aufbereitungsmaßnahmen nicht mehr nachweisbar bzw. liegen unterhalb der von der Trinkwasserverordnung vorgegebenen Grenzwerte. Um das Trinkwasser für Lingen vor schädlichen Einträgen zu schützen, sind die Einzugsgebiete der Wasserwerke von Wasserschutzgebieten umgeben. Für diese Gebiete existieren Vorschriften und Verbote in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Abwasserentsorgung, Errichtung besonderer baulicher Anlagen, Sondernutzungen und das Lagern wassergefährdender Stoffe.

Waschmitteldosierung nach Wasserhärte schont die Umwelt

Das von den Lingener Stadtwerken in das Versorgungsnetz eingespeiste Leitungswasser ist mit einer Wasserhärte von 8,9 °dH im mittleren Härtebereich einzustufen. Wichtig ist die Wasserhärte insbesondere für die Dosierung von Waschmitteln. Wird zu wenig Waschmittel für die vorliegende Wasserhärte verwendet, fällt das Reinigungsergebnis schlecht aus. Eine zu hohe Menge stellt eine unnötig hohe Belastung für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel dar, ohne einen besseren Reinigungserfolg zu erzielen.

Fazit

Da die Wasserhärte in Lingen nur knapp oberhalb des weichen Härtebereichs liegt, empfiehlt es sich, die Dosierung zunächst nach den Herstellervorgaben für die geringere Härte vorzunehmen und die Menge nur bei unzureichendem Reinigungsergebnis zu erhöhen. Lingen (Ems) ist eine Stadt in Niedersachsen im Landkreis Emsland und befindet sich ca. 104 Kilometer nördlich von Münster.