Wasserhärte in Leipzig – mittleres bis hartes Wasser aus dem pleistozänen Muldenschotter

Das Trinkwasser für Leipzig wird in vier Wasserwerken gewonnen. Abhängig von der Herkunft gibt es Unterschiede in der Wasserbeschaffenheit. Diese betreffen neben dem Nitrat und anderen im Wasser enthaltenen Stoffen auch die Wasserhärte in Leipzig. Durchschnittlich liefern die Leipziger Wasserwerke täglich rund 99.000 Kubikmeter Trinkwasser an rund 690.000 Menschen in der Stadt und der Umgebung. Gut 75 Prozent davon stammen aus den Tiefen des urzeitlichen Muldetals im Osten von Leipzig. Der übrige Bedarf wird über Lieferungen von der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH gedeckt.

Über 500 Jahre Trinkwasserversorgung in Leipzig

Die Geschichte der Wasserversorgung in Leipzig lässt sich bis ins Jahr 1496 zurückverfolgen. Für diesen Zeitpunkt ist eine hölzerne Wasserleitung von den Stöttritzer Wiesen belegt. Für 1501 bis 1504 gibt es außerdem Nachweise über eine Leitung vom Marienbrunnen in die Stadt. Zwischen 1501 und 1564 bestehen darüber hinaus Aufzeichnungen über die Errichtung und Erweiterung mehrerer Wasserkünste zur Trinkwasserversorgung (Nonnenmühle, Rote Wasserkunst). Im Zuge der Industrialisierung und des damit verbundenen Stadtwachstums zur Mitte des 19. Jahrhunderts konnten die bis dahin bestehenden Infrastrukturen den steigenden Wasserbedarf nicht mehr decken. Einen ersten Schritt zur Verbesserung der Lage bildete die Inbetriebnahme des Wasserwerks Connewitz, einer Behälteranlage in Probstheida sowie einer Hochdruckleitung im Jahr 1866. Der endgültige Durchbruch gelang allerdings erst, nachdem der Hydrologe und Wasserbauingenieur Adolf Thiem im Jahr 1879 das wissenschaftliche Fundament für eine grundwassergestützte Trinkwasserversorgung geschaffen hatte. Gestützt auf pleistozäne Muldenschotter nahmen 1887 bzw. 1896 die Wasserwerke Naunhof 1 und 2 den Betrieb auf, von denen aus eine 15 Kilometer lange Leitung zur Wasserversorgungsanlage Probstheida führt. Erweitert wurde die Versorgungsbasis im Jahr 1912 mit dem Wasserwerk Canitz sowie 1943 mit dem Wasserwerk Thallwitz.

Laborneubau stellt Wasserqualität in Leizig auch in Zukunft sicher

Um den gestiegenen Qualitätsanforderungen gerecht zu werden, investieren die Wasserwerke Leipzig kontinuierlich in den Erhalt, den Ausbau und die Modernisierung ihrer Anlagen und Netze. Für circa fünf Millionen Euro entsteht derzeit (Stand September 2019) in Probstheida ein neues Analyse und Messzentrum, das bis Juni 2020 fertig werden soll.

Unterschiedliche Wasserhärten in Leipzig

Die Wasserhärte in Leipzig fällt zum Teil sehr unterschiedlich aus. Wasser mittlerer Härte mit liefern die Wasserwerke Thallwitz (9,1 °dH) und Canitz (12,7 °dH) sowie die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz (11,7 °dH). Hartes Wasser kommt aus den Wasserwerken Naunhof 1 (18,0 °dH) und Naunhof 2 (18,3 °dH). In der Wasserversorgungsanlage Probstheida werden die Wässer aus den Wasserwerken Canitz, Thallwitz sowie Naunhof 1 und 2 gemischt. Die Härte des Mischwassers beträgt rund 14 °dH.

Fazit

Um Spülmaschinen optimal auf die Wasserhärte in Leipzig einstellen zu können, empfiehlt es sich, die am eigenen Anschluss vorliegenden Werte bei den Stadtwerken zu erfragen. So wird gewährleistet, dass die Maschinen eine perfekte Reinigungsleistung erbringen und durch den Kalk im Wasser keinen Schaden nehmen. Leipzig ist eine Stadt in Sachsen und befindet sich ca. 41 Kilometer südöstlich von Halle.