Wasserhärte in Leinefelde-Worbis – maximal an der Grenze zwischen mittel und hart

In Sachen Wasserversorgung gehen Leinefelde und Worbis getrennte Wege. Leinefelde wird vom Zweckverband „Oberes Leinetal“ versorgt, Worbis vom Zweckverband „Eichsfelder Kessel“. Daraus resultieren unterschiedliche Wasserhärten in Leinefelde-Worbis. Leinefelde mit den Stadtteilen Beuren, Birkungen und Breitenholz fällt in das Zuständigkeitsgebiet des Trinkwasserzweckverbandes „Oberes Leinetal“. Dieser versorgt die rund 18.000 Einwohner seines Verbandsgebietes über ein rund 140 Kilometer langes Verteilernetz mit Brunnen- und Quellwasser. Das Trinkwasser für Worbis wird vom Wasser- und Abwasserzweckverband „Eichsfelder Kessel“ bereitgestellt, der sein Rohwasser ebenfalls über Brunnen und Quellen gewinnt.

Wasserversorgungsanlagen des Zweckverbandes „Oberes Leinetal“

Grundlage der Wasserversorgung im Verbandsgebiet des Trinkwasserzweckverbandes „Oberes Leinetal“ bilden die zwei Quellgebiete Beinrode und Springborn Westhausen sowie elf Tiefbrunnen im Leinetal. Aufbereitet wird das Wasser in den Wasserwerken Grimmelbachsmühle und Bodenrode, deren Gesamtkapazität 9.000 Kubikmetern pro Tag beträgt. Darüber hinaus unterhält der Verband ein Nachhebewerk und sieben Hoch- und Sammelbehälter.

Wassergewinnung und Aufbereitung durch den Zweckverband „Eichsfelder Kessel“

Dieser Verband gewinnt das zur Trinkwassergewinnung genutzte Rohwasser über 22 Brunnen und drei Quellen. Aufbereitet wird es in drei Aufbereitungsanlagen. Die seit 1999 in Betrieb befindliche Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Weißenborn nutzt das Verfahren der Flockungsfiltration, um Trinkwasserqualität zu erzielen. In der 2002 in Dienst gestellten TWA Osterburg und der 2010 in Betrieb genommenen TWA Hahletal wird das Wasser jeweils filtriert und entsäuert. Zu den Verbrauchern gelangt das Trinkwasser über eine 141 Kilometer lange Transportleitung und ein 262 Kilometer langes Ortsnetz. Insgesamt versorgt der Verband rund 32.000 Einwohner. Worbis, das zur Versorgungseinheit „Hahletal“ gehört, erhält sein Wasser größtenteils aus den Tiefbrunnen im Gewinnungsgebiet Hahletal. Im Bedarfsfall ist eine Einspeisung aus der TWA Osterberg möglich.

Wasserhärte und Wasserqualität in Leinefelde-Worbis

Die Wasserhärte in Leinefelde-Worbis erstreckt sich vom unteren mittleren bis zum unteren harten Härtebereich. Am weichsten ist das Wasser in Worbis mit einer Gesamthärte von 9,10 °dH. Nur unwesentlich härter ist das Trinkwasser in der Altstadt von Leinefelde und im Ortsteil Breitenholz mit 9,50 °dH. In der Südstadt von Leinefelde sowie in den Stadtteilen Beuren und Birkungen beträgt die Wasserhärte rund 14,20 °dH und liegt damit leicht oberhalb der Grenze der Härtebereiche „mittel“ und „hart“. Auf die Wasserqualität haben die unterschiedlichen Härten keinen Einfluss. Regelmäßige chemische, physikalische und mikrobiologische Untersuchungen stellen sicher, dass alle gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden und das Trinkwasser für Leinefelde-Worbis in optimaler Qualität zu den Verbrauchern gelangt.

Fazit

Der Umwelt zuliebe sollten Wasch- und Spülmittel möglichst sparsam dosiert werden. In den Ortsteilen, in denen die Wasserhärte in Leinefelde-Worbis an der Untergrenze des mittleren Härtebereichs liegt, genügt in aller Regel eine Dosierung nach den Herstellervorgaben für weiches Wasser. Dort wo das härtere Wasser aus den Leitungen fließt, reicht für gewöhnlich eine Dosierung nach den Vorgaben für den mittleren Härtebereich. Auf zusätzliche Wasserenthärter können die Einwohner von Leinefelde-Worbis verzichten. Leinefelde-Worbis ist eine Stadt in Thüringen im Landkeis Eichsfeld und befindet sich ca. 86 Kilometer nordwestlich von Erfurt und ca. 81 Kilometer östlich von Kassel