Wasserhärte in Krefeld – dank zentraler Enthärtung mittel statt hart

Das Trinkwasser für Krefeld wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen und in zwei Wasserwerken schonend aufbereitet. Lesen Sie hier alles Wichtige über die Wasserqualität, die Qualitätssicherung und den Umweltschutz sowie die Wasserhärte in Krefeld.

Grundwasser steht in und um Krefeld in ausreichender Menge zur Verfügung. Um die Ressourcen auch für zukünftige Generationen verfügbar zu halten, wird aber nur so viel gefördert, wie durch die natürliche Grundwasserneubildung ausgeglichen werden kann. Gewonnen wird das Leitungswasser für Krefeld über sieben Wassergewinnungsanlagen mit insgesamt 41 Brunnen. Anschließend wird es in zwei Wasserwerken schonend aufbereitet, um eine hohe Wasserqualität in Krefeld sicherzustellen.

Zentrale Enthärtung für mittlere Wasserhärte in Krefeld

Das im Bereich der Niederrhein-Terrassen geförderte Grundwasser durchläuft auf seinem Weg von der Erdoberfläche in die unterirdischen Wasserreservoirs Sand- und Kiesschichten, in denen es zahlreiche Mineralien, insbesondere Kalzium und Magnesium, aufnimmt. Dadurch ist es mit rund 24 °dH von Natur aus hart.

Seit 2013 wird deshalb in Krefeld eine zentrale Wasserenthärtungsanlage betrieben, mit deren Hilfe die Wasserhärte in Krefeld auf 13 °dH gesenkt wird. Damit entspricht das Trinkwasser an den Zapfhähnen dem Härtebereich „mittel“. Auf diese Weise können Verkalkungen im Wasserversorgungsnetz, an Armaturen sowie in Haushaltsgeräten wie Kaffeemaschinen und Wasserkochern vermieden werden.

Weniger hartes Leitungswasser bietet auch Vorteile für die Umwelt, da weniger Wasch- und Spülmittel benötigt werden, um einen ausreichenden Reinigungseffekt zu erzielen.

Qualitätssicherung und Umweltschutz in Krefeld

Regelmäßige Kontrollen durch ein modern ausgestattetes, akkreditiertes Trinkwasserlabor stellen eine hohe Wasserqualität in Krefeld sicher. Bereits das Grundwasser wird an insgesamt 80 Messstellen und in den einzelnen Brunnen akribisch überwacht. Jährlich unterzieht das Labor Tausende von Proben einer ausführlichen chemischen, physikalischen und mikrobiologischen Analyse, die über die gesetzlich geforderten Untersuchungen hinausgeht. Des Weiteren wird die Qualität des Leitungswassers durch unabhängige Institute kontrolliert.

Damit die hervorragende Qualität des Krefelder Grundwassers auch in Zukunft gewahrt bleibt, hat die Bezirksregierung rund um die Gewinnungsanlagen Trinkwasserschutzzonen ausgewiesen. Diese sollen die Brunnen und die unterirdischen Wasservorräte vor Verschmutzungen und anderen Beeinträchtigungen durch Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe schützen.

Diese Maßnahmen kommen auch der Tier- und Pflanzenwelt zugute. Insbesondere bedrohten Tierarten wie dem Eisvogel, dem Kammmolch, der Erdkröte und der Großen Königslibelle bieten diese natürlichen Lebensräumen bessere Überlebenschancen.

Krefelder Leitungswasser auch für Säuglinge geeignet

Grundsätzlich eignet sich für Babys Trinkwasser mit einem Nitratgehalt von bis zu 50 Milligramm pro Liter. In Krefeld liegt der Nitratgehalt des Trinkwassers je nach Versorgungsgebiet zwischen 4 und 35 Milligramm pro Liter, weshalb das Wasser für gesunde Säuglinge uneingeschränkt nutzbar ist.

Fazit

Da die Wasserhärte in Krefeld in einer zentralen Enthärtungsanlage gesenkt wird, sind Entkalkungsanlagen in Privathaushalten in aller Regel überflüssig. Die Wasserqualität ist ausgezeichnet und dank des niedrigen Nitratgehalts eignet sich das Krefelder Trinkwasser auch für Babys. Krefeld ist eine Großstadt in Nordrhein-Westfalen und befindet sich 18km südwestlich von Duisburg und ca. 22km nordöstlich von Mönchengladbach. Krefeld gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf.