Wasserhärte in Kerpen – Wasser mittlerer Härte aus fast 500 Metern Tiefe

Verantwortlich für das Trinkwasser in Kerpen ist die innogy SE. Diese betreibt drei Wasserwerke, über die auch Bedburg, Bergheim und Elsdorf mit Leitungswasser versorgt werden. Erfahren Sie hier alles zur Wasserqualität und zur Wasserhärte in Kerpen. Das Rohwasser für die Region Kerpen, Elsdorf, Bergheim und Bedburg wird in Tiefen von bis zu 450 Metern gewonnen. Auf seinem Weg durch die mächtigen Bodenschichten wurde das Wasser bereits intensiv auf natürliche Weise gereinigt. Umwelteinflüsse wie Nitratbelastungen des Bodens haben auf das Tiefengrundwasser und damit auch auf das Trinkwasser in Kerpen keinen negativen Einfluss.

Permanente Überwachung verhindert Wasserverluste

Das Verteilnetz, zu dem Kerpen gehört, erstreckt sich über 940 Kilometer. Mit den insgesamt 44.500 Hausanschlüssen sind es sogar 1.400 Kilometer. Neben den drei Wasserwerken gehören sechs Trinkwasserbehälter und vier Druckerhöhungsanlagen zu den Wasserversorgungseinrichtungen für die Kolpingstadt. Damit kein Tropfen des kostbaren Trinkwassers auf seinem Weg durch die Leitungsrohre verloren geht, werden diese permanent mithilfe eines modernen Managementsystems auf Undichtigkeiten überprüft. So können Schäden frühzeitig erkannt und beseitigt werden. Darüber hinaus werden ständig neue Technologien und Materialien erprobt und entwickelt, mit denen sich Wasserverluste in Zukunft besser vermeiden lassen.

Niedriger Nitratwert als Indiz für beste Wasserqualität

Gewonnen und aufbereitet wird das Leitungswasser für Kerpen im Wasserwerk Sindorf. Um dauerhaft eine hohe Wasserqualität für Kerpen sicherstellen zu können, wird das Wasser von der Gewinnung bis hin zum Hausanschluss kontinuierlich und intensiv überwacht. Dabei wird immer wieder festgestellt, dass alle Werte weit unterhalb der von der Trinkwasserversorgung vorgegebenen Grenzen liegen. Ein Indikator für die gute Trinkwasserqualität ist beispielsweise der niedrige Nitratwert von weniger als 0,7 Milligramm pro Liter. Damit kann das Kerpener Wasser bedenkenlos zur Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet werden.

Hartes Wasser – gesund für den Menschen

Die Wasserhärte in Kerpen liegt bei rund 15,3 °dH. Das entspricht dem Härtebereich „hart“. In einigen Bereichen des Ortsteils Brüggen ist das Wasser mit 16,03 °dH noch etwas härter. Um bei dieser Wasserhärte gute Reinigungsergebnisse zu erzielen und Waschmaschinen gleichzeitig vor Verkalkungen zu schützen, sollten Waschmittel gemäß der Herstellervorgaben für hartes Wasser dosiert werden. Entsprechende Angaben finden sich auf den jeweiligen Verpackungen. Da bei Wassertemperaturen von mehr als 60 °C vermehrt Kalk ausfällt, kann bei heißen Waschgängen ein zusätzlicher Wasserenthärter sinnvoll sein. Für den Menschen bedeutet die hohe Wasserhärte keinen Nachteil. Im Gegenteil: Zum einen sind Kalzium und Magnesium gesund für den Körper, zum anderen sorgen diese Mineralien für einen vollmundigen Geschmack des Wassers.

Fazit

Aus den Kerpener Zapfhähnen fließt Wasser mittlerer Härte. Dieses enthält einen gewissen Anteil an Erdalkalimetallen wie Kalzium und Magnesium, die sich in Form von Kalk in Wasch- und Spülmaschinen, an Armaturen und in Heißwassergeräten ablagern können. Durch die richtige Dosierung von Wasch- und Spülmitteln lassen sich Kalkschäden bei dieser Wasserhärte aber in aller Regel leicht vermeiden. Kerpen ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Rhein-Erft-Kreis im Regierungsbezirk Köln und befindet sich ca. 49 Kilometer südlich von Mönchengladbach.