Wasserhärte in Kassel – je nach Versorgungszone mittel oder hart

Zuständig für die Trinkwasserversorgung in Kassel ist der im Jahr 2012 aus dem Kasseler Entwässerungsbetrieb hervorgegangene Eigenbetrieb KASSELWASSER. Hier erfahren Sie alles zur Trinkwassergewinnung, zur Wasserqualität und zur Wasserhärte in Kassel. Das Trinkwasser für Kassel kommt aus fast einhundert Quellen und Brunnen direkt in Kassel und in der regionalen Umgebung. Zwei große Quellgebiete befinden sich im Kaufunger Wald und im Habichtswald. 16 Tiefbrunnen fördern in Kassel und in Simmershausen frisches Grundwasser zu Tage. Darüber hinaus betreibt das Wasserwerk Neue Mühle Flachbrunnen mit Grundwasseranreicherung.

Die Versorgungseinrichtungen von KASSELWASSER

KASSELWASSER versorgt ständig rund 220.000 Menschen in Kassel und in Vellmar mit Trinkwasser. Hinzu kommen zahlreiche Berufspendler sowie Besucherspitzen bei Großveranstaltungen wie die Documenta, der Hessentag oder das Stadtfest. Im Durchschnitt liegt der tägliche Verbrauch an Trinkwasser im Kasseler Becken bei 30.000 bis 42.000 Kubikmetern. Das Wassernetz zur Versorgung von Kassel und Vellmar hat eine Gesamtlänge von 1.358 Kilometern. Es verbindet die Gewinnungsgebiete mit den insgesamt acht Wasserwerken und diese wiederum mit insgesamt neunzehn Behältern. Neben Pumpen sorgt das natürliche Gefälle für die Bewegung des Wassers. Dieses wird im Regelbetrieb so verteilt, dass für die Zuleitung zu den Verbrauchern möglichst wenig Energie eingesetzt werden muss.

Vorbildliche Wasserqualität in Kassel

Mithilfe täglicher mikrobiologischer Untersuchungen wird sichergestellt, dass das Leitungswasser in Kassel frei von Keimen ist. Weitere Analysen gemäß der Trinkwasserverordnung gewährleisten, dass sich der pH-Wert, der Nitratgehalt und viele andere Werte innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Grenzen bewegen. Bei dieser Gelegenheit wird auch die Wasserhärte in Kassel bestimmt. Je nach Herkunft des Trinkwassers für Kassel sind Mineralien in unterschiedlicher Menge vorhanden. Falls erforderlich, werden aus Geschmacksgründen Eisen und Mangan in entsprechenden Aufbereitungsschritten entfernt. In oberflächennahen Bereichen gewonnenes Wasser erhält eine Chlorung, um Keime zuverlässig abzutöten. Die Chlormengen sind so gering, dass der menschliche Genuss davon nicht beeinträchtigt wird. Geologisch bedingt sind im Kasseler Trinkwasser Spuren von Uran enthalten, die jedoch deutlich unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung liegen und keinesfalls mit Radioaktivität gleichzusetzen sind.

Unterschiedliche Wasserhärten in Kassel

Aus den Kasseler Zapfhähnen fließt teilweise unterschiedliches Wasser. Das liegt daran, dass das Stadtgebiet aus vierzehn Hochbehältern versorgt wird, die aus verschiedenen Brunnen und Quellen gespeist werden. Damit fällt auch die Wasserhärte in Kassel nicht überall gleich aus. In den von den Hochbehältern Kratzenberg, Jungfernkopf, Dönche, Hessenschanze, Krähhahn, Bergstraße und Hunrod versorgten Bereichen entspricht die Wasserhärte beispielsweise mit 10,82 bis 13,46 °dH dem mittleren Härtebereich. In den von den Hochbehältern Blauer See, Osterberg, Bergfreiheit, Hasenhecke und Lindenberg belieferten Versorgungszonen liegt die Wasserhärte hingegen mit 15,29 bis 15,78 im Härtebereich „hart“.

Fazit

Die Wasserhärte ist in Kassel zum Teil unterschiedlich. Der Umwelt zuliebe sollten Wasch- und Spülmittel nach dem am eigenen Anschluss vorliegenden Härtegrad dosiert werden. Auf diese Weise lassen sich zugleich unerwünschte Kalkablagerungen in Wasch- und Spülmaschinen vermeiden.