Wasserhärte in Karlsruhe – hartes Wasser aus klimaneutraler Gewinnung

Das Trinkwasser für Karlsruhe stammt aus rings um die Stadt gelegenen Wäldern. Die dortigen Grundwasservorkommen unterliegen einer stetigen natürlichen Neubildung und sind vom Menschen kaum beeinflusst. Das Wasser ist so sauber, dass sich die Aufbereitung in den Wasserwerken auf den Entzug von Eisen und Mangan beschränkt. Eine Chlorierung des Leitungswassers ist aufgrund der hohen Wasserqualität in Karlsruhe nicht erforderlich.

Dezentralisierte Trinkwasserförderung in Karlsruhe

Karlsruhe verfügt über vier Wasserwerke. Das älteste davon befindet sich im Durlacher Wald und liefert täglich maximal 6000 Kubikmeter Wasser. Das 1965 errichtete Wasserwerk im Hardtwald fördert pro Tag bis zu 42.000 Kubikmeter Leitungswasser für Karlsruhe. Das jüngste und derzeit modernste Wasserwerk der Stadt liegt in den Rheinauewäldern bei Elchesheim-Illingen und ist mit 17 Tiefbrunnen ausgestattet. Seit 1977 in Betrieb kann es täglich maximal 50.400 Kubikmeter Trinkwasser bereitstellen.

Das vierte Wasserwerk im Mörscher Wald wurde Ende der 1920er Jahre provisorisch errichtet und in den 1950ern ausgebaut. Mit seinen 24 Tiefbrunnen fördert es pro Tag etwa 24.000 Kubikmeter Wasser. Um die Wasserversorgung auch weiterhin sicherzustellen, wird dieses Wasserwerk ab 2018 nach modernsten technischen Maßstäben auf einem angrenzenden Grundstück komplett neu gebaut und soll ab 2021 das in die Jahre gekommene Werk ersetzen.

Wasserbereitstellung ohne Kohlendioxid-Emissionen

Für die Erzeugung von einem Liter Trinkwasser fallen in Deutschland durchschnittlich 0,82 Gramm Kohlendioxid an, für einen Liter Mineralwasser sogar 201 Gramm. Die Wasserversorgung in Karlsruhe kommt hingegen gänzlich ohne schädliche Treibhausgasemissionen aus. Erreicht wird das zum einen durch ein zertifiziertes Energiemanagementsystem, das seit 2013 dabei hilft, den Strombedarf kontinuierlich zu senken, zum anderen aber auch durch die Deckung des verbleibenden Strombedarfs ausschließlich über Ökostrom. Damit werden pro Jahr mehr als 4.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Die restlichen fünf Prozent des Gesamtenergieverbrauchs für Dienstfahrzeuge, Notstromaggregate und Heizungswärme, lassen sich noch nicht ganz vermeiden. Um dennoch Klimaneutralität zu erzielen, werden diese rund 235 Tonnen über Zertifikate des Karlsruher Klimaschutzfonds ausgeglichen. Das geschieht über lokale Klimaschutzprojekte sowie über streng überwachte Aufforstungsprojekte in den Regenwäldern Ecuadors.

Wasserhärte in Karlsruhe

Die Wasserhärte in Karlsruhe beträgt 17,7 °dH. Das entspricht dem Härtegrad „hart“. Das Trinkwasser enthält sehr viele gesunde Kalzium- und Magnesium-Ionen, die sehr wichtig für den menschlichen Organismus sind, aber zu Kalkablagerungen an Wasserhähnen und Haushaltsgeräten führen können. Deshalb empfiehlt es sich, diese regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf zu entkalken.

<h3<Fazit

Da sich das Karlsruher Trinkwasser durch hohe Qualität auszeichnen und klimaneutral gewonnen wird, können die Verbraucher es gleich doppelt ohne Reue genießen. Die Wasserhärte in Karlsruhe ist zwar hoch, eine vorsorgliche Wasserenthärtung ist jedoch nicht erforderlich.

Themen: Wasserhärte