Wasserhärte in Kaiserslautern – weiches Quell- und Grundwasser aus eigener Förderung

Die Stadtwerke Kaiserslautern gewinnen das Trinkwasser für die Stadt über eine Quelle und 20 Tiefbrunnen. Obwohl das Wasser aus drei unterschiedlichen Gebieten kommt, ist die Wasserhärte überall in Kaiserslautern annähernd gleich. Pro Jahr fördern die Stadtwerke Kaiserslautern rund 7,2 Millionen Kubikmeter Quell- und Grundwasser. Ein Teil des Wassers stammt aus der Quelle Lauterspring. Deren Wasser wird im Wasserwerk Barbarossastraße zu hochwertigem Leitungswasser aufbereitet. Das übrige Wasser kommt aus Tiefbrunnen, die sich auf die Wasserwerke Barbarossastraße, Rote Hohl, Mölschbach und eine Wassergewinnungsanlage in Hohenecken verteilen.

Wassergewinnungsanlagen und Wasserwerke in Kaiserslautern

Mit der Quelle Lauterspring und elf Tiefbrunnen ist das Wasserwerk Barbarossastraße das größte der Stadt. Es liefert täglich bis zu 18.000 Kubikmeter Grund- und Quellwasser, mit denen die gesamte Innenstadt von Kaiserslautern versorgt wird. Das Rohwasser für das Wasserwerk Rote Hohl wird über sechs Tiefbrunnen im Letzbachtal, Aschbachtal und Wiener Tal gewonnen. Hier sind es pro Tag bis zu 13.000 Kubikmeter Grundwasser, die in die höher gelegenen Stadtteile von Kaiserslautern fließen. Über einen Tiefbrunnen im Rambachtal fördert das Wasserwerk Mölschbach täglich bis zu 480 Kubikmeter Grundwasser für den gleichnamigen Stadtteil. Das von den beiden Tiefbrunnen in Hohenecken gewonnene Wasser wird an den Zweckverband Wasserversorgung Westpfalz abgegeben.

Natürlich enthaltene Kohlensäure macht Aufbereitung erforderlich

Das im Raum Kaiserslautern gewonnene Quell- und Grundwasser ist von Natur aus sehr mineralstoffarm und weich. Damit wäre es eigentlich ein ideales Trinkwasser. Allerdings enthält es sehr viel natürliche Kohlensäure, die es leicht sauer macht. Die Säure würde im Laufe der Zeit zur Korrosion der Versorgungsanlagen führen. Die Folge wären braune Verfärbungen und geschmackliche Veränderungen des Wassers. Deshalb wird das Rohwasser entsäuert, um eine optimale Wasserqualität für Kaiserslautern zu gewährleisten. Durch Filtration über Jurakalk wird die im Grundwasser gelöste Kohlensäure gebunden, sodass das Wasser nicht mehr korrosiv auf Rohrleitungen wirkt. Zusätzlich inaktiviert eine UV-Anlage schnell und zuverlässig mögliche Verkeimungen.

Geringe Wasserhärte spart bares Geld und schont die Umwelt

Die Wasserhärte in Kaiserslautern liegt mit 4,2 bis 5,1 °dH im Härtebereich „weich“. Dadurch wird deutlich weniger Wasch- und Putzmittel benötigt als bei hartem Wasser. Wer sich an die Herstellervorgaben für die geringe Wasserhärte hält, schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Auf zusätzliche Entkalker für die Waschmaschine kann guten Gewissens verzichtet werden. Auch Enthärtungsanlagen für den Privathaushalt sind bei diesem niedrigen Härtegrad eine unnütze Geldausgabe. Da das Trinkwasser für Kaiserslautern nur 1,7 bis 5,4 Milligramm Nitrat pro Liter enthält, eignet es sich sehr gut zur Zubereitung von Babynahrung. Auch alle anderen Parameter liegen weit unterhalb der gesetzlich erlaubten Werte.

Fazit

Dank der geringen Wasserhärte in Kaiserslautern besteht kaum eine Verkalkungsgefahr für Wasch- und Spülmaschinen. Auch Armaturen, Duschwände und Kaffeemaschinen bleiben in aller Regel frei von Kalkablagerungen. Kaiserslautern ist eine Stadt in Rheinland-Pfalz und befindet sich ca. 65 Kilometer nordöstlich von Saarbrücken und 67 Kilometer westlich von Mannheim.