Wasserhärte in Jena – je nach Wasserherkunft weich, mittel oder hart

Der Zweckverband JenaWasser betreibt ein umfassendes Leitungsnetz und moderne Versorgungsanlagen, um das Trinkwasser für Jena bereitzustellen. Da das Wasser aus verschiedenen Quellen stammt, fällt auch die Wasserhärte in Jena unterschiedlich aus. Seit seiner Gründung im Jahr 1993 erfüllt der Zweckverband JenaWasser im Auftrag von 26 Mitgliedsgemeinden die hoheitliche Aufgabe der Wasserversorgung in Jena und Umgebung. Das Verbandsgebiet erstreckt sich von Dornburg-Camburg im Norden bis Altenberga und Schöps im Süden und von Bad Berka im Westen bis Ruttersdorf-Lotschen im Osten. Als kaufmännischer und technischer Betriebsführer fungieren die Stadtwerke Jena. Insgesamt betreibt der Verband fünf eigene Wasserwerke. Zusätzlich bezieht er Fremdwasser von der Thüringer Fernwasserversorgung und aus dem Wasserwerk Ullrichsberg des Zweckverbandes Eisenberg.

Wassergewinnung, Wasseraufbereitung und Wasserbezug

Das Leitungswasser für den Nordosten Jenas stammt aus dem Wasserwerk Burgau. Die seit 1948 in Betrieb befindliche Anlage bereitet Rohwasser aus 17 Tiefbrunnen im Saale- und Roda-Tal zu hochwertigem Trinkwasser auf. Das Wasser wird von Eisen, Mangan und überschüssiger Kohlensäure befreit und anschließend mit UV- Licht bestrahlt. Durch die Bestrahlung werden Keime abgetötet, die möglicherweise die Wasserqualität in Jena beeinträchtigen könnten. Der Südosten der Stadt wird vom Wasserwerk Drackendorf versorgt. Dieses gewinnt sein Rohwasser über drei Quellen und 19 Tiefbrunnen im Saale- und Roda- Tal. Das Wasser ist von so guter Qualität, dass es lediglich belüftet, entsäuert und mit UV-Licht desinfiziert wird. Das Ganze funktioniert vollautomatisch. Das westliche Stadtgebiet bekommt sein Wasser von der Thüringer Fernwasserversorgung. Diese bereitet im Wasserwerk Luisenthal Oberflächenwasser aus der Ohra-Talsperre auf.

Unterschiedliche Härten bedingen unterschiedliche Wasch- und Spülmitteldosierung

Mit einer Wasserhärte von 14 °dH liegt das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Drackendorf an der Grenze der Härtebereiche „mittel“ und „hart“. Das Wasserwerk Burgau liefert hartes Wasser mit 18 °dH. Die Haushalte, die ihr Leitungswasser von der Thüringer Fernwasserversorgung erhalten, dürfen sich hingegen über weiches Wasser mit 3,5 °dH freuen. Genauere Informationen über die Wasserhärte am eigenen Anschluss sollten die Bewohner der Jägerbergstraße, des Kritzegrabens, der Kollegiengasse und des Leutragrabens einholen, da hier das Wasser sowohl weich als auch hart sein kann. Im Nennstorfer Felde ist der Unterschied nicht ganz so groß. Hier fließt weiches oder mittleres Wasser aus den Zapfhähnen. Während Wasch- und Spülmaschinen mit weichem Wasser bestens zurechtkommen, besteht bei hartem Wasser die Gefahr, dass sich störende Kalkablagerungen bilden. Auch hinsichtlich der Reinigungskraft von Wasch- und Spülmitteln gibt es Unterschiede. Je geringer die Wasserhärte, desto weniger Reinigungsmittel werden benötigt. Um die Umwelt zu schonen, ohne kalkbedingte Schäden zu riskieren, empfiehlt es sich, die Dosierungsempfehlungen der Hersteller für die verschiedenen Härtegrade zu beachten.

Fazit

Das Wissen um die Wasserhärte in Jena hilft dabei, Wasch- und Spülmittel richtig zu dosieren. Zum einen lässt sich damit eine umweltschädigende Überdosierung vermeiden. Zum anderen sinkt auch das Risiko für Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten. Jena ist eine Stadt in Thüringen und befindet sich ca. 54 Kilometer östlich von Erfurt und ca. 43 Kilometer westlich von Gera.