Iserlohn - mittlere Wasserhärte

Mit dem Zentralwasserwerk Krug von Nidda verfügt Iserlohn über eines der modernsten Wasserwerke Deutschlands. Seit wann dort das Trinkwasser für Iserlohn gewonnen wird und welche Wasserhärte in Iserlohn vorliegt, können Sie hier nachlesen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts kam das Wasser für Iserlohn aus Teichen im Wermingser Tal, die über Holzröhren mit vierzig Brunnen innerhalb des Stadtgebiets verbunden waren. Als im Zuge der Industrialisierung der Wasserverbrauch enorm anstieg, wurde eine neue Lösung benötigt, um eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser sicherstellen zu können.

Die Entwicklung der Wasserversorgung in Iserlohn

Im Jahr 1869 wurde mit der Planung zentraler Wasserversorgungsanlagen für Iserlohn begonnen. Die hierauf folgenden Bauarbeiten wurden 1875 mit der Inbetriebnahme des Hochbehälters auf der Hardt beendet. 1913/1914 folgte der Bau einer neuen Wasserleitung vom Lägertal zum Hochbehälter Mühlenberg, 1920/1921 der Ausbau des 1901 in Dienst gestellten Tiefbrunnens „Krug von Nidda“. Zwischen 1925 und 1930 wurden auf der Hardt und am Mühlenberg zwei weitere Hochbehälter errichtet. Um die Versorgung dem steigenden Bedarf an Leitungswasser in Iserlohn anzupassen, wurde 1952 eine neun Kilometer lange Leitung von Hengsten nach Iserlohn in Betrieb genommen. Diese und die zugehörigen Hochbehälter Hemberg und Seilerwald dienen dazu, zusätzlich zur Eigengewinnung Trinkwasser aus dem Ruhrtal zu beziehen.

Zentralisierung der Aufbereitung gewährleistet gleichbleibende Wasserqualität

Bis 2005 betrieben die Stadtwerke Iserlohn die Wasserwerke Krug von Nidda, Wermingser Tal, Lägertal, Finkingsen (Nachrodt) und Westig, mit denen sie rund 50 Prozent des Wasserbedarfs deckten. Im Jahr 2006 wurde die Aufbereitung im Zentralwasserwerk Krug von Nidda gebündelt, sodass die Wasserwerke Westig, Lägertal und Wermingser Tal heute nur noch als Gewinnungsanlagen dienen. Somit handelt es sich beim Leitungswasser für Iserlohn heute um einen Verschnitt aus Rohwässern unterschiedlicher Herkunft, darunter Oberflächenwasser aus Sickergalerien, oberflächenbeeinflusste Grundwässer und echte Quellwässer. Um eine gute Wasserqualität für Iserlohn sicherzustellen, werden die Wässer belüftet, um chlorierte Kohlenwasserstoffe, überschüssige Kohlensäure und Stickstoff zu entfernen, und anschließend einer mehrfachen Filtration, einer Ozonung und einer Desinfektion unterzogen, um unerwünschte Partikel, mikrobiologische Belastungen und organische Spurenstoffe zu beseitigen.

Wasserhärte in Iserlohn

Mit circa 8,8 bis 13,7 °dH entspricht die Wasserhärte in Iserlohn dem mittleren Härtebereich. Bei dieser Wasserhärte ist der Einsatz von Enthärtungsgeräten ebenso wenig erforderlich wie die Verwendung zusätzlicher Entkalker für die Waschmaschine. Da moderne Wasch- und Spülmittel bereits ausreichend Wasserenthärter enthalten, genügt es, sich nach den Dosierungsvorgaben der Hersteller zu richten. Diese finden sich üblicherweise direkt auf den Verpackungen. Gegen leichte Verkalkungen in Heißwassergeräten und an Armaturen helfen Hausmittel wie verdünnte Zitronen- oder Essigsäure.

Fazit

Aufgrund der mittleren Wasserhärte in Iserlohn kommt es eher selten zu Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten. Auf eine Wasserenthärtung kann somit in aller Regel verzichtet werden. Die Wasserqualität in Iserlohn ist ausgezeichnet, sodass das Wasser direkt aus der Leitung trinkbar ist und keiner zusätzlichen Filterung bedarf.