Wasserhärte in Ibbenbüren – je nach Herkunft weich oder mittel

Für das Trinkwasser in Ibbenbüren ist der Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land zuständig. Dieser betreibt mehrere Wasserwerke, die auf verschiedene Wasservorkommen zugreifen. Dadurch fällt die Wasserhärte in Ibbenbüren unterschiedlich aus. Der Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land (WTL) verfügt über vier eigene Wasserwerke in Brochterbeck, Dörenthe, Schollbruch und Lehen. Darüber hinaus bezieht er Wasser von den Stadtwerken Osnabrück. Das Trinkwasser für Ibbenbüren wird in Brochterbeck und Dörenthe gewonnen und aufbereitet.

WTL nach Dürre gegründet

Im Dürrejahr 1959 kam es im Tecklenburger Land zu einem Wassernotstand. Teilweise musste die Wasserversorgung der Bevölkerung mithilfe von Tankwagen sichergestellt werden. Da abzusehen war, dass das jederzeit wieder passieren könnte, machte sich der damalige Oberkreisdirektor und spätere Verbandsvorsteher Werner Rinke daran, eine moderne Wasserversorgung in der Region zu organisieren. Zehn Jahre darauf waren schon mehr als 9.000 Häuser an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen und rund 400 Kilometer neue Hauptwasserleitungen verlegt. Neue Brunnen wurden gebaut, bereits vorhandene modernisiert und eine erste Wasseraufbereitung geplant. 1979 zählte der Verband, der seit 1975 den Namen Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land trug, schon 95.000 Einwohner zu seinen Kunden. Die Leitungslänge betrug etwa 900 Kilometer und das Versorgungsgebiet umfasste 819 Quadratkilometer. Als letzte Mitgliedskommunen wurden in den Jahren 1984/85 die Gemeinde Ladbergen und der Ortsteil Kattenvenne der Gemeinde Lienen an das Leitungsnetz angeschlossen. Im Oktober 1984 ging außerdem die größte Anlage des WTL in Betrieb – das Wasserwerk Brochterbeck. Das Wasserwerk Dörenthe wurde 1997 in Dienst gestellt. Mittlerweile versorgt der WTL rund 166.200 Einwohner über ein 1638 Kilometer langes Rohrnetz mit frischem Trinkwasser. Damit liegt der Anschlussgrad bei circa 95 Prozent.

Wassergewinnung und Aufbereitung in den Wasserwerken Brochterbeck und Dörenthe

Das Wasserwerk Brochterbeck gewinnt sein Rohwasser über drei Horizontal- und 22 Vertikalfilterbrunnen. Das Wasser wird zur Entsäuerung druckbelüftet. Außerdem wird es von Eisen und Mangan befreit, um eine hohe Wasserqualität für Ibbenbüren sicherzustellen. Aufbereitungsstoffe kommen hierbei nicht zum Einsatz. Im Wasserwerk Dörenthe wird Oberflächenwasser aus der Glane bei Saerbeck entnommen und über zehn Infiltrationsbecken in das Erdreich auf dem örtlichen Brunnenfeld versickert. Im Untergrund angekommen, gelangt das auf natürliche Weise gereinigte Wasser über zwei Horizontal- und 18 Vertikalbrunnen ins Wasserwerk, wo es mithilfe von Weißkalkhydrat, Eisen(III)- Chlorid und Flockungsmittel zu hochwertigem Leitungswasser für Ibbenbüren aufbereitet wird.

Unterschiedliche Wasserhärten in Ibbenbüren

Durch die unterschiedliche Wasserherkunft fließt in Ibbenbüren je nach Wohnlage Trinkwasser mittlerer Härte oder hartes Wasser aus den Zapfhähnen. Hoch ist die Wasserhärte beispielsweise in den Ortsteilen Laggenbeck und Osterledde. Dort liegen 14 bis 16 °dH vor. Wasser mittlerer Härte gibt es unter anderem in Dörenthe, Dörenther Berg und Josefshöhe ab Hausnummer 34. Dort beträgt die Wasserhärte 12 bis 14 °dH.

Fazit

Um Wasch- und Spülmittel umweltschonend und zugleich maschinenpflegend dosieren zu können, empfiehlt es sich, die am eigenen Anschluss vorliegende Wasserhärte in Ibbenbüren beim WTL zu erfragen. Ibbenbüren ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Landkreis Steinfurt im Regierungsbezirk Münster und befindet sich ca. 89 Kilometer nordwestlich von Bielefeld.