Wasserhärte in Hoyerswerda – Grundwasser mittlerer Härte aus 25 Metern Tiefe

Beim Trinkwasser für Hoyerswerda handelt es sich um aufbereitetes Grundwasser, das aus einer Tiefe von 25 Metern zutage gefördert wird. Informieren Sie sich hier über die Wassergewinnung und -aufbereitung sowie die Wasserhärte in Hoyerswerda. Verantwortlich für die Wasserversorgung in der großen Kreisstadt ist seit 1993 die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH, die mit rund 110 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern der Stadt gehören. Gewonnen wird das Rohwasser für die Trinkwassererzeugung über acht Brunnen in der Wasserfassung Zeißig. Von dort aus gelangt es über Pumpen zur Aufbereitung in das Wasserwerk Zeißig. Um dauerhaft eine hohe Wasserqualität in Hoyerswerda gewährleisten zu können, wurde um die Wasserfassung herum ein Wasserschutzgebiet ausgewiesen. Dieses soll sicherstellen, dass das Grundwasser möglichst frei von schädigenden Einflüssen bleibt.

Der Weg des Wassers vom Brunnen bis zum Zapfhahn

Die Aufbereitung im Wasserwerk Zeißig erfolgt in drei Stufen. In der ersten Stufe wird das Rohwasser in sogenannten Kaskaden mit Sauerstoff angereichert. Die zweite Stufe dient dazu, unter Zugabe von Kalkmilch den pH-Wert des Wassers anzuheben und Eisenoxide und Mangan auszufällen. Anschließend folgt die 3. Stufe, in der das Wasser eine aus vier Filtern bestehenden Filteranlage durchläuft, in der eventuell vorhandene Schwebstoffe hängenbleiben. Danach wird das hochwertige Trinkwasser für Hoyerswerda in einem Behälter mit 4.000 Kubikmetern Fassungsvermögen zwischengespeichert. An die Kunden verteilt wird das kostbare Nass über ein circa 278 Kilometer langes Versorgungsnetz. Beständige Qualitätskontrollen durch ein akkreditiertes Labor und das Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen stellen sicher, dass das an die Haushalte gelieferte Leitungswasser jederzeit den hohen Qualitätsanforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht.

Mittlere Wasserhärte bei richtiger Wasch- und Spülmitteldosierung unproblematisch für Haushaltsgeräte

Auf seiner Reise durch das Erdreich nimmt das Grundwasser zahlreiche Mineralien auf. Den Hauptanteil bilden Magnesium- und Kalziumverbindungen, von denen die Härte des Wassers abhängt. Das Leitungswasser für Hoyerswerda enthält 71,2 Milligramm Kalzium und 7,99 Milligramm Magnesium pro Liter. Hieraus resultiert eine mittlere Wasserhärte von 12,08 °dH. Damit sich die im Wasser befindlichen Härtebildner nicht als Kalk in Wasch- und Spülmaschinen ablagern, sollten die Geräte auf die mittlere Wasserhärte eingestellt und Wasch- und Spülmittel entsprechend der Herstellervorgaben dosiert werden. Zusätzliche Enthärter für die Waschmaschine sind bei richtiger Waschmitteldosierung nicht erforderlich. Gegen Kalkablagerungen in Kaffeemaschinen und Wasserkochern hilft eine Behandlung mit natürlichen Produkten wie Essig- oder Zitronensäure.

Kaum Nitrat im Trinkwasser für Hoyerswerda

Erfreulich ist der niedrige Nitratgehalt von nur 2,3 Milligramm pro Liter. Damit eignet sich das Wasser uneingeschränkt für die Zubereitung von Babynahrung und kohlensäurehaltigen Getränken. Auch alle anderen Parameter liegen deutlich unterhalb der gesetzlichen Vorgaben.

Fazit

Wer Wasch- und Spülmittel richtig dosiert und Haushaltsgeräte entsprechend der Herstellervorgaben einstellt, muss keine Nachteile durch die mittlere Wasserhärte in Hoyerswerda befürchten. Die enthaltenen Mineralien geben dem Trinkwasser einen vollmundigen Geschmack und sind außerdem gut für die Gesundheit. Hoyerswerda ist eine Stadt in Sachsen im Landkreis Bautzen und befindet sich ca. 65 Kilometer nordöstlich von Dresden und ca. 43 Kilometer südlich von Cottbus.