Wasserhärte in Hilden – Wasser mittlerer Härte aus Grundwasser und Rheinuferfiltrat

Die Stadtwerke Hilden gewinnen das Trinkwasser für ihre Kunden im Wasserwerk Baumberg, das sie gemeinsam mit den Stadtwerken Solingen betreiben. Informieren Sie sich hier über die Wasseraufbereitung, die Wasserqualität und die Wasserhärte in Hilden. Pro Jahr werden in Hilden rund 3,3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser verbraucht. Dieses kommt aus dem Wasserwerk Baumberg, das sich im Hildener Ortsteil Karnap befindet. Die Anlage wurde erst im Jahr 2009 aufwendig saniert und modernisiert, um die Wassergewinnung und die Wasseraufbereitung zu optimieren und damit auf lange Sicht eine störungsfreie Wasserversorgung sicherzustellen.

Aus Rohwasser wird Reinwasser

Das Wasserwerk Baumberg erhält sein Rohwasser von verschiedenen Bezugsquellen. Zum einen befinden sich vier Grundwasserbrunnen auf dem Wasserwerksgelände. Zum anderen bezieht es Rheinuferfiltrat von den Grundwasserbrunnen in Monheim-Baumberg. Beide Wässer werden zusammengeführt, sodass aus den Hildener Wasserhähnen Mischwasser aus 70 Prozent Karnaper Grundwasser und 30 Prozent Monheim-Baumberger Uferfiltrat strömt. Eine aufwendige Aufbereitung ist nicht erforderlich. Das Rohwasser wird von überschüssiger Kohlensäure befreit und anorganische Bestandteile über Aktivkohlefilter entfernt. In großen, mit Sand und Kies gefüllten Filterkesseln setzen sich Eisen und Mangan ab. Mithilfe von 25-prozentiger Natronlauge wird der pH-Wert des Leitungswassers für Hilden reguliert. Außerdem werden Silikat und Phosphat beigegeben. Diese Stoffe verfestigen in den Wasserrohren vorhandene Verkrustungen und verhindern damit, dass das Trinkwasser getrübt beim Verbraucher ankommt. Nach Abschluss der Aufbereitung gelangt das Wasser in zwei jeweils 1.000 Kubikmeter große Reinwasserbehälter. Von diesen aus fließt es über ein rund 180 Kilometer langes Wasserversorgungssystem weiter zu den einzelnen Hausanschlüssen. Bis zu 10.000 Kubikmeter werden außerdem im Hochbehälter Sandberg bevorratet – so viel, wie die Stadt Hilden an einem Tag verbraucht.

Hohe Wasserqualität in Hilden gewährleistet

Das Hildener Leitungswasser überbietet die Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Alle Parameter liegen deutlich unterhalb der gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte. Der Nitratgehalt des Wassers liegt bei 18 Milligramm pro Liter. Für Babynahrung empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Obergrenze von 25 Milligramm Nitrat je Liter. Somit eignet sich das Trinkwasser in Hilden bestens für Babys und Kleinkinder.

Kalkablagerungen durch mittlere Wasserhärte möglich

Nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz entspricht das Hildener Leitungswasser dem mittleren Härtebereich. Die Wasserhärte beträgt 11 °dH. Es ist ratsam, die Herstellerhinweise auf Reinigerverpackungen und in den Gebrauchsanweisungen von Haushaltsgeräten zu beachten. Darin finden sich Informationen zur richtigen Dosierung von Waschmitteln und Spülmaschinenreinigern sowie zur Gerätepflege (z. B. zum Einstellen des Spülmaschinensalzes). Für Kaffeemaschinen und Wasserenthärter empfiehlt sich bei dieser Wasserhärte das bedarfsgerechte Entkalken mit Essig- oder Zitronensäure. Diese Mittel helfen auch gegen Kalkflecken auf Fliesen, Duschwänden und Armaturen.

Fazit

Durch die mittlere Wasserhärte in Hilden können sich an den Heizstäben von Waschmaschinen im Laufe der Zeit Kalkablagerungen bilden. Moderne Waschmittel enthalten jedoch genügend Entkalker, um das zu verhindern. Spülmaschinen bleiben durch eine an die Wasserhärte angepasste Dosierung von Spülmaschinensalz frei von Kalk. Hilden ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Landkreis Mettmann im Regierungsbezirk Düsseldorf und befindet sich ca. 22 Kilometer südwestlich von Wuppertal.