Wasserhärte in Herten – Talsperren- und Brunnenwasser mittlerer Härte

Das Trinkwasser für Herten stammt aus dem Wasserwerk Haltern am See der Gelsenwasser AG. Zuständig für die Wasserverteilung sind die Hertener Stadtwerke, die auch über die Inhaltsstoffe des Wassers und die Wasserhärte in Herten informieren. Seit 2008 kümmern sich die Gelsenwasser AG und die Stadtwerke Herten gemeinsam um die Wasserversorgung in Herten. Während der Gelsenwasser AG die technischen Angelegenheiten obliegen, übernehmen die Stadtwerke die kaufmännische Betriebsführung einschließlich Vermarktung, Verwaltung und Service.

Wassergewinnung hauptsächlich über Talsperren

Gewonnen wird das Leitungswasser für Herten in Haltern am See. Das dort seit 1908 in Betrieb befindliche Wasserwerk gehört bis heute zu den größten seiner Art in ganz Europa. Das für die Trinkwassererzeugung genutzte Rohwasser stammt zu rund 70 Prozent aus den Talsperren Haltern und Hullern und zu circa 30 Prozent aus durch Niederschläge gebildetem Grundwasser (Brunnen in der Hohen Mark und in der Haardt). Bleiben die Niederschläge über längere Zeit aus, besteht die Möglichkeit bis zu 200.000 Kubikmeter Wasser täglich aus dem Dortmund-Ems-Kanal zu entnehmen und bei Sendern in die Stever einzuleiten, sodass im Talsperrensystem weiterhin ausreichend Wasser verfügbar ist.

Lebendige Geschichte der Wasserversorgung – die Hertener Doppelwassertürme

Außerhalb des Hertener Ortsteils Scherlebeck, nahe der Autobahn 43, befinden sich die weithin sichtbaren Wassertürme der Gelsenwasser AG. Diese erzeugen durch ihre Höhenlage den erforderlichen Wasserdruck im Leitungsnetz. Der älteste der beiden Türme wurde im Jahr 1909 erbaut, der jüngere 1935. Die maximal 9.000 Kubikmeter Wasser, die beide Wassertürme gemeinsam fassen, werden überwiegend nachts eingefüllt und am Tag verbraucht.

Umfassende Qualitätssicherung gewährleistet einwandfreies Trinkwasser in Herten

Damit die Wasserqualität in Herten stimmt, unterliegt das in Haltern gewonnene und aufbereitete Wasser strengen Kontrollen. Allein die im Bereich des Wasserwerks durchgeführten Untersuchungen summiert sich auf jährlich rund 35.000. Zusammen mit den Analysen des Talsperrenwassers und des Leitungswassers im Versorgungsnetz ergeben sich pro Jahr mehr als 100.000 Kontrollen. Zusätzlich zu den regelmäßigen Untersuchungen im Wasserwerk erfolgen unabhängige Analysen durch die in Gelsenkirchen ansässige Westfälische Wasser- und Umweltanalytik GmbH. Darüber hinaus sind weitere Einrichtungen wie das Hygiene-Institut des Ruhrgebietes in die Qualitätssicherung involviert.

Richtige Waschmitteldosierung verhindert Kalkablagerungen

Die Wasserhärte in Herten beträgt 11,8 °dH. Damit liegt das Leitungswasser im mittleren Härtebereich. Grund für diese Wasserhärte ist vor allem der hohe Kalziumgehalt des Wassers, der für den Menschen gesund ist, für Haushaltsgeräte aber zum Problem werden kann. Kalkablagerungen am Heizstab der Waschmaschine lassen sich jedoch schon durch die Dosierung des Waschmittels nach den Herstellervorgaben für die mittlere Wasserhärte vermeiden. Zusätzliche Wasserenthärter sind nicht erforderlich.

Fazit

Die mittlere Wasserhärte in Herten bietet den Vorteil, dass das Trinkwasser mehr wichtige Mineralstoffe enthält als weiches Wasser. Die Verkalkungsgefahr für Haushaltsgeräte ist etwas höher, lässt sich aber mit einfachen Mitteln wie der richtigen Waschmitteldosierung in Grenzen halten. Herten ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Landkreis Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster und befindet sich ca. 39 Kilometer nördlich von Essen.