Wasserhärte in Hannover – Wasser mittlerer Härte aus drei Wasserwerken

Schon vor über 500 Jahren wurde von einem Wasserhof aus Wasser an die Menschen innerhalb der Stadtmauern von Hannover verteilt. Heute kommt das Trinkwasser aus verschiedenen Wasserwerken. Die Wasserhärte in Hannover ist aber dennoch überall gleich. Das Trinkwasser für Hannover stammt aus drei Wasserwerken, die jährlich rund 40 Millionen Kubikmeter Wasser in das Netz des örtlichen Versorgers enercity einspeisen. Um das Grundwasser und damit auch die Wasserqualität in Hannover nachhaltig zu schützen, hat das Unternehmen freiwillige Kooperationen und Vereinbarungen mit den umliegenden Land- und Forstwirten geschlossen, die über die Schutzgebietsverordnung hinausreichen.

Ursprünge der Wasserversorgung in Hannover

Schon Mitte des 14. Jahrhunderts gab es in Hannover neben privaten Hausbrunnen eine öffentliche Wasserversorgung. Diese bestand aus einem sogenannten Wasserhof auf der Leine-Insel Ottenwerder, wo das Wasser mithilfe eines Schöpfrades gewonnen und auf Pferdewagen in die Stadt gebracht wurde. 1535 nahm neben der an der Leine gelegenen Klickmühle die erste Wasserkunst Hannover den Betrieb auf. Das dort gewonnene Wasser wurde über ein Pumpwerk mit Wasserradantrieb in einen Hochbehälter gefördert, von wo aus es über 16 Holzröhren in die 16 sogenannten Nachbarschaften (Stadtteile) gelangte. 1845 ging die Verantwortung für die Klickmühle an die Stadt über, die die Wasserkunst 1847 bis 1850 neu gestalten ließ und zwischen 1862 und 1864 eine weitere Wasserkunst an der Brickmühle erbaute. Zur gleichen Zeit machten zunehmende Hygieneanforderungen sowie der Feuerschutz den Aufbau einer leitungsgebundenen Wasserversorgung erforderlich. 1878 ging das Wasserwerk Ricklingen in Betrieb, das zunächst etwa 900 Wohnhäuser und eine Fabrik mit Wasser versorgte. 1899 folgte das Wasserwerk Grasdorf und 1911 das Wasserwerk Elze.

Drei Wasserwerke für Hannover

Das älteste der heutigen Wasserwerke ist das Wasserwerk Grasdorf, das 1899 erstmals Grundwasser in der Feldmark bei Grasdorf zutage förderte. Derzeit verfügt das Wasserwerk über 9 Vertikal- und 7 Horizontal-Filterbrunnen mit einer Gesamtförderleistung von 185 bis 270 Kubikmetern pro Stunde. Zusätzlich wird Talsperrenwasser aus dem Harz eingespeist und mit dem im Wasserwerk Grasdorf gewonnenen Trinkwasser für Hannover vermischt. Das 1968 aus dem Zusammenschluss der historischen Wasserwerke Elze und Berkhof entstandene Wasserwerk Elze-Berkhof erhält sein Rohwasser über 81 Vertikal- und 4 Horizontalfilterbrunnen. Pro Tag liefert es rund 45 Prozent des Leitungswassers für Hannover und Umgebung. Das dritte im Bunde ist das Wasserwerk Fuhrberg, das über 5 Horizontal-Filterbrunnen rund 43 Prozent des Trinkwassers für das Netzgebiet der enercity AG bereitstellt.

Überall gleiche Wasserhärte in Hannover

Trotz der unterschiedlichen Herkunft des Trinkwassers für Hannover gibt es bezüglich der Wasserhärte keine Unterschiede. Mit 12,2 °dH entspricht das Wasser im gesamten Stadtgebiet dem mittleren Härtegrad. Damit enthält das Leitungswasser für Hannover ausreichend gesunde Mineralien, stellt aber für Haushaltsgeräte hinsichtlich des Kalkgehalts keine große Herausforderung dar.

Fazit

Die mittlere Wasserhärte in Hannover wird gemeinhin als optimal angesehen. Zusätzliche Wasserenthärter sind bei dieser Wasserhärte ebenso entbehrlich wie private Enthärtungsanlagen. Hannover ist eine Stadt in Niedersachsen. Die nächstgelegenen Großstädte sind Hildesheim ca. 34 Kilometer südöstlich und Bielefeld ca. 90 Kilometer südwestlich von Hannover.