Wasserhärte in Grevenbroich – hartes Wasser aus uraltem Trinkwasserreservoir

Als zuständiger Wasserversorger kümmert sich die Gas- und Wasserwerk Grevenbroich GmbH (GWG) um das Trinkwasser für die Stadt. Für die Trinkwassergewinnung wird Grundwasser genutzt, was sich auch auf die Wasserhärte in Grevenbroich auswirkt. Im Jahr 1898 ging in Grevenbroich das erste Wasserwerk in Betrieb, das mittlerweile allerdings durch andere Anlagen ersetzt wurde. Das geförderte Grundwasser ist von so hoher Qualität, dass im Rahmen der Aufbereitung nur Eisen und Mangan entzogen werden müssen, um hochwertiges Leitungswasser für Grevenbroich zu gewinnen. Das geschieht ohne die Beigabe von Zusatzstoffen. Auch Desinfektionsmittel sind nicht erforderlich. Im Störfall besteht jedoch die Möglichkeit, das Wasser mit Chlorgas zu desinfizieren und so eine gute Wasserqualität in Grevenbroich sicherzustellen.

Zuverlässige Wasserversorgung durch verschiedene Wasserwerke

Das Versorgungsgebiet der GWG erstreckt sich von Busch im Norden von Grevenbroich bis zum Ortsteil Neurath im Süden und von Langwaden im Osten bis Fürth im Westen. Die Orte Hemmerden, Busch, Kapellen, Türschenbroich, Gruissem und Neubrück erhalten ihr Wasser vom Zentralwasserwerk in Kapellen. Dieses wurde bereits im Juni 1927 in Betrieb genommen und seither immer wieder erneuert und saniert, um den wachsenden Ansprüchen gerecht werden zu können. Die letzte umfangreiche Sanierung erfolgte im Jahr 2013. Alle weiter südlich gelegenen Ortsteile werden mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk Fürth versorgt. In diesem gelangt das Grundwasser über 22 Brunnen aus bis zu 265 Metern Tiefe zutage. Das unterirdische Wasserreservoir existiert bereits seit mehreren Zehntausend Jahren. Somit unterliegt das Wasser keinen menschlichen Einflüssen und ist von besonders guter Qualität. Mühlrath, Münchrath, Gubisrath, Hülchrath und Neukirchen beziehen ihr Leitungswasser von den Kreiswerken Grevenbroich, die ihr Rohwasser im Wasserwerk Mühlenbusch gewinnen und aufbereiten.

Ausgezeichnete Versorgungsqualität in Grevenbroich

Immer wieder stellt sich die GWG einem freiwilligen Leistungsvergleich, den das Landeskartellamt NRW regelmäßig im Auftrag der Landesregierung vornimmt. Den Auswertungen zufolge zählt die GWG bezüglich der Versorgungsqualität zu den besten Wasserversorgern im ganzen Bundesland. Auch in Sachen Schadenshäufigkeit braucht sich die GWG nicht zu verstecken. In den letzten Jahren gab es immer weniger Schäden im Wasserrohrnetz und an den Hausanschlüssen. Dass das Trinkwasser für Grevenbroich von hervorragender Qualität ist, zeigt schon der geringe Nitratwert von maximal 3,31 Milligramm pro Liter. Damit lässt sich das Wasser problemlos zur Zubereitung von Babynahrung verwenden. Auch alle anderen Parameter unterschreiten deutlich die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung.

Grundwasser bewirkt hohe Wasserhärte in Grevenbroich

Einige der zur Wassergewinnung genutzten Brunnen liefern Grundwasser mit 30 °dH. Bei anderen liegt die Wasserhärte bei nur 11 °dH. Durch eine geschickte Zusammenschaltung ist es gelungen, eine durchschnittliche Wasserhärte von 16 bis 17 °dH zu erzielen.

Fazit

Da sich durch die hohe Wasserhärte in Grevenbroich Kalk in Wasch- und Spülmaschinen ablagern kann, empfiehlt sich eine Dosierung von Wasch- und Spülmaschinen nach den Herstellervorgaben für diesen Härtebereich. Bei hohen Temperaturen ist außerdem ein zusätzlicher Wasserenthärter sinnvoll. Grevenbroich ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Rhein-Kreis Neuss im Regierungsbezirk Düsseldorf und befindet sich ca. 40 Kilometer westlich von Köln.