Wasserhärte in Goslar – weiches Wasser aus dem Harz

Die Stadt Goslar erhält ihr Trinkwasser von den Harzwasserwerken, die es aus der Ecker- und der Granetalsperre gewinnen. Da es sich bei dem dort geförderten Rohwasser um Oberflächenwasser handelt, ist die Wasserhärte in Goslar sehr gering. Schon immer hatte das Wasser aus dem Harz einen besonderen Stellenwert für die Menschen. Erstmals wirtschaftlich genutzt wurden die Wassermassen des Mittelgebirges im Mittelalter, wo findige Ingenieure sie zum Betreiben von Bergbaumaschinen einsetzten. Mit Rückgang des Bergbaus nahm auch die ökonomische Bedeutung des Wassers wieder ab, bis 1928 die „Harzwasserwerke der Provinz Hannover“ gegründet wurden. Diese sollten einerseits die Hochwasserprobleme eindämmen und andererseits eine Lösung für die zunehmende Trinkwasserknappheit in der Region bieten.

Fünf Talsperren zur Trinkwassergewinnung im Harz

Als erstes Bauwerk der Harzwasserwerke ging 1931 die Sösetalsperre in Betrieb. 1943 folgte die Eckertalsperre bei Bad Harzburg, die seither neben vielen anderen Städten und Gemeinden auch Goslar mit Trinkwasser versorgt. 1956 wurde mit der Okertalsperre das beeindruckendste Bauwerk der Harzwasserwerke fertiggestellt. Die jüngsten Talsperrenbauwerke bilden die 1966 errichtete Innerstetalsperre und die 1969 in Dienst gestellte Granetalsperre. Letztere liefert ebenfalls einen Teil des Leitungswassers für Goslar.

Aufwendige Aufbereitung gewährleistet hohe Trinkwasserqualität

Obwohl das in den Talsperren gesammelte Rohwasser von natürlich guter Qualität ist, enthält es Stoffe, aufgrund derer es sich nicht für den Transport über weite Entfernungen und den Gebrauch in Haushalten eignet. Im Rahmen der Aufbereitung wird es von unerwünschten Bestandteilen wie Algen, mineralischen Trübstoffen, Eisen und Mangan befreit. Hierzu wird es mehrfach gefiltert und anschließend zur Sicherheit desinfiziert, um eine hohe Wasserqualität für Goslar sicherzustellen. Kennzeichnend für die gute Qualität des Leitungswassers in Goslar ist unter anderem der niedrige Nitratgehalt von 4,9 Milligramm pro Liter. Niedrig ist mit 5,8 Milligramm pro Liter auch der Natriumgehalt, dank dem sich das Wasser für eine natriumarme Ernährung eignet.

Geringer Waschmittelverbrauch durch weiches Wasser in Goslar

Da es sich beim Trinkwasser aus den Harzwasserwerken um Oberflächenwasser handelt, enthält es kaum Härtebildner wie Kalzium und Magnesium. Mit nur rund 4,8 °dH entspricht es dem Härtegrad „weich“ nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz. Die geringe Wasserhärte bietet den Vorteil, dass in Haushaltsgeräten, Boilern und Heizungen kaum Kalkablagerungen entstehen. Dadurch steigt die Lebensdauer dieser Geräte, während die Energiekosten sinken. Da sich waschaktive Substanzen bei niedriger Wasserhärte besser entfalten, können Waschmittel deutlich sparsamer dosiert werden als bei hartem Wasser. Ähnlich verhält es sich bei Körperpflege- und Reinigungsmitteln. Wasserenthärter sind wegen der geringen Wasserhärte in Goslar ebenso überflüssig wie Entkalkungschemikalien für die Kaffeemaschine.

Fazit

Durch die geringe Wasserhärte in Goslar besteht kaum eine Verkalkungsgefahr für Heißwassergeräte, Wasch- und Spülmaschinen. Da deutlich weniger Wasch- und Reinigungsmittel benötigt werden als bei hartem Wasser, wird zum einen die Umwelt, zum anderen aber auch die Haushaltskasse geschont. Goslar ist eine Stadt in Niedersachsen im Landkreis Goslar und befindet sich ca. 60 Kilometer südöstlich von Hildesheim.