Wasserhärte in Göttingen – weiche Mischung aus Harz- und Eigenwasser

Beim Trinkwasser für Göttingen handelt es sich um eine Mischung aus örtlichem Grundwasser und Harzwasser. In welchem Verhältnis die beiden Wässer vorliegen und welchen Einfluss das Mischen auf die Wasserhärte in Göttingen hat, erfahren Sie hier. Verantwortlich für die Wasserversorgung in Göttingen ist die Stadtwerke Göttingen AG, die insgesamt mehr als 120.000 Einwohner mit frischem Leitungswasser versorgt. 80 Prozent des Wassers werden von den Harzwasserwerken geliefert. Diese gewinnen das Rohwasser in der Sösetalsperre bei Osterode am Harz, bereiten es auf und schicken es über eine 40 Kilometer lange Transportleitung auf die Reise. Durch das natürliche Gefälle von circa 120 Metern fließt das Wasser ohne zusätzlichen Energieverbrauch in die Universitätsstadt.

Keine Aufbereitung für Göttinger Grundwasser erforderlich

20 Prozent des Trinkwassers für Göttingen kommen aus den drei von den Stadtwerken betriebenen Gewinnungsanlagen Stegemühle in Geismar (25 Prozent der Eigenwasserförderung), Springmühle in Grone (65 Prozent) und Weendespring (15 Prozent). Im Gegensatz zum Harzwasser bedarf das in Göttingen geförderte Wasser keiner Aufbereitung. Da es auf seinem Weg durch das Erdreich auf natürlich Weise gereinigt wird, kommt es bereits ausreichend sauber und in bester Trinkwasserqualität aus dem Boden. In einer Mischstation werden beide Wässer vermischt und anschließend über das Wasserleitungsnetz an die Verbraucher abgegeben.

Analysen bestätigen ausgezeichnete Wasserqualität in Göttingen

Das Leitungswasser für Göttingen ist besonders schadstoffarm. Das bestätigte auch die Verbraucherzeitschrift Öko-Test, die das Trinkwasser von 69 deutschen Städten auf Verunreinigungen durch Pestizide, Antibiotika und Metalle analysiert hat. Dabei erreichte das Göttinger Wasser den ersten Platz. Auch die regelmäßigen Untersuchungen gemäß Trinkwasserverordnung belegen immer wieder, dass das Göttinger Wasser keine Schadstoffe und wenig Kalk, dafür aber ausreichend Spurenelemente enthält. Für Kleinkinder eignet sich das Leitungswasser ebenso gut wie für die Herstellung kohlensäurehaltiger Getränke mithilfe von Wassersprudlern.

Geringe Wasserhärte spart Waschmittel und Entkalker

Das Wasser aus der Sösetalsperre ist mit knapp 2 °dH besonders weich. Dagegen entspricht das Göttinger Grundwasser mit rund 20 °dH dem Härtebereich „hart“. Durch die Mischung der beiden Wässer im Verhältnis 4 : 1 beträgt die Wasserhärte in Göttingen circa 5,6 bis 6,4 °dH und liegt damit im Härtebereich „weich“. Auf Salze und Entkalkungsmittel für Haushaltsgeräte wie Geschirrspüler und Waschmaschinen können die Göttinger bei dieser geringen Wasserhärte guten Gewissens verzichten. Davon profitiert nicht nur die Umwelt, auch die Haushaltskasse wird entlastet. Auch Kaffeemaschinen und Wasserkocher bleiben weitgehend von Kalkablagerungen verschont. Sollte sich wider Erwarten doch einmal etwas Kalk ansammeln, hilft eine Behandlung mit Zitronen- oder Essigsäure.

Fazit

Das harte Göttinger Grundwasser und das sehr weiche Harzwasser ergeben zusammen ein weiches, qualitativ besonders hochwertiges Leitungswasser für Göttingen. Die geringe Wasserhärte schont Haushaltsgeräte, Boiler und Armaturen und führt zu einem niedrigen Wasch- und Spülmittelverbrauch. Göttingen ist eine Stadt in Niedersachsen im Landkreis Göttingen und befindet sich ca. 49 Kilometer nordöstlich von Kassel und ca. 92 Kilometer südlich von Hildesheim.