weiches oder mittleres Wasser aus Fremd- und Eigengewinnung

Die Große Kreisstadt Glauchau erhält ihr Trinkwasser vom Regionalen Zweckverband Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau. Da Wasser in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen verteilt wird, fällt die Wasserhärte in Glauchau zum Teil verschieden aus. Der Regionale Zweckverband Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau wurde im Dezember 1992 von insgesamt 75 Städten und Gemeinden der Region gegründet. Seine wirtschaftliche Tätigkeit nahm der RZV am 1. April 1993 auf. Nach zahlreichen Zusammenschlüssen von Kommunen im Verbandsgebiet und mehreren hoheitlichen Gebietsabtretungen zählt der Verband heute 36 Mitglieder, darunter auch die Große Kreisstadt Glauchau.

Herkunft des Trinkwassers für Glauchau

Das Verbandsgebiet des RZV umfasst eine Fläche von etwa 685 Quadratkilometern. Um die dort lebenden rund 218.249 Einwohner mit frischem Leitungswasser zu versorgen, betreibt der Zweckverband sieben Wasseraufbereitungsanlagen, 80 Wassertürme und Hochbehälter, 48 Pumpwerke und Druckerhöhungsstationen sowie 15 eigene Brunnen und Quellgebiete. Darüber hinaus verteilt er Fernwasser aus der Talsperre Eibenstock, das im Wasserwerk Burkersdorf aufbereitet wird.

Wasseraufbereitung im Wasserwerk Burkersdorf

Um eine hohe Wasserqualität für Glauchau zu erhalten, werden dem Talsperrenwasser Kalziumhydroxid und Natriumhydroxid zur Einstellung des pH- Wertes sowie Kohlenstoffdioxid zur Aufhärtung hinzugefügt. Darüber kommen Kaliumpermanganat zur Oxidation (bei Bedarf), Polyaluminiumchlorid zur Flockung, Polyelektrolyt als Flockungshilfe und Aktivkohle zur Adsorption (bei Bedarf) zum Einsatz. Zum Abschluss erfolgt eine Desinfektion mit Chlor bzw. Chlordioxid. Ein Teil des Trinkwassers für Glauchau stammt aus Tiefbrunnen in Niederlungwitz und Wernsdorf. Diese Wässer sind von Natur aus so rein, dass keine Aufbereitung erforderlich ist. Lediglich bei Bedarf wird dem Wasser aus Wernsdorf Natriumhypochlorit zur Desinfektion zugegeben. [h2]Wissen um Wasserhärte erleichtert Dosierung von Wasch- und Spülmitteln[/h2] Überwiegend fließt in Glauchau aufbereitetes Talsperrenwasser aus den Leitungen. Zum Teil wird aber auch Mischwasser verteilt. Das wirkt sich auf die Wasserhärte aus. Mit 3,6 bis 4,2 °dH am weichsten ist das Wasser in den Haushalten, die reines Talsperrenwasser erhalten. Ebenfalls weich ist mit 6,0 bis 7,0 °dH das Wasser an den Anschlüssen, die mit Mischwasser aus Burkersdorf und dem Tiefbrunnen II in Niederlungwitz versorgt werden. Überall dort, wo eine Mischung aus Talsperrenwasser und Brunnenwasser aus Wernsdorf verteilt wird, liegt die Wasserhärte mit 9,0 bis 12,0 im mittleren Härtebereich. Um Reinigungsmittel kostensparend und umweltfreundlich dosieren zu können und Wasch- und Spülmaschinen gleichzeitig vor Kalkablagerungen zu schützen, empfehlt es sich, Informationen über die Wasserhärte am eigenen Anschluss einzuholen. Das geht ganz unkompliziert auf den Seiten des RZV. Zusätzliche Wasserenthärter sind für das Leitungswasser in Glauchau nicht erforderlich. Gegen Kalk in Kaffeemaschinen und Wasserkochern helfen Hausmittel wie Essig- oder Zitronensäure.

Fazit

Die meisten Glauchauer Haushalte dürfen sich über geräteschonendes weiches Wasser freuen. Allerdings stellt auch die mittlere Wasserhärte in Glauchau kein größeres Problem für Wasch- und Spülmaschinen, Heißwassergeräte und Armaturen dar. Aufgrund der geringen Verkalkungsgefahr sind in aller Regel keine speziellen Enthärtungs- und Entkalkungsmaßnahmen erforderlich. Glauchau ist eine Stadt in Sachsen im Landkreis Zwickau und befindet sich ca. 35 Kilometer westlich von Chemnitz und ca. 41 Kilometer östlich von Gera.