Wasserhärte in Gladbeck – Wasser mittlerer Härte aus zwei Brunnengalerien

Das Trinkwasser für Gladbeck wird im Grundwasserwerk in Dorsten-Holsterhausen gewonnen. Betreiber des Wasserwerks ist die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW), die auf ihrer Website auch über die Wasserhärte in Gladbeck informiert. Seit 1927 fördert das Wasserwerk Dorsten-Holsterhausen das Trinkwasser für Gladbeck und viele weitere Abnehmer. Erfolgte die Wassergewinnung zunächst nur über die 47 Brunnen der Galerie Holsterhausen, kam 1974 noch eine Brunnengalerie in der Üfter Mark hinzu. Heute verfügt das Wasserwerk über insgesamt 64 Brunnen, die zwischen 80 und 120 Meter tief in die Erde reichen.

Altes Grundwasser mit frischem Geschmack

Erste Analysen ergaben bereits bei der Aufnahme der Wasserförderung, dass das Grundwasser ein außerordentlich hohes Alter besaß, von hervorragender Qualität war und appetitlich frisch schmeckte. Eine Aufbereitung ist somit weitgehend unnötig. Lediglich Eisen und Mangan, die zwar nicht schädlich sind, dem Wasser aber eine unangenehm braune Farbe verleihen, werden ausgefiltert. Aufgefüllt wird das Grundwasservorkommen durch Niederschlagswasser, das in den Halterner Sanden, einer aus der Kreidezeit stammenden Meeresablagerung, versickert. Dieses braucht etwa 100 Jahre, bis es von der Oberfläche bis zu den Tiefbrunnen in der Lippeaue gelangt. Eine zehn bis sechzig Meter tiefe Mergelschicht schützt das Grundwasser vor schädigenden Einflüssen von oben.

Sicherstellung der Wasserqualität in Gladbeck

In seiner chemischen und bakteriologischen Beschaffenheit entspricht das im Wasserwerk Dorsten- Holsterhausen gewonnene Leitungswasser für Gladbeck jederzeit den hohen Qualitätsanforderungen der Trinkwasserverordnung. Ständige Kontrollen durch das RWW-eigene Prüflabor stellen die Wasserqualität von der Gewinnung bis hin zu den Verbrauchern sicher. Zusätzlich wird das Wasser regelmäßig von unabhängigen Untersuchungsstellen wie dem IWW in Mühlheim und dem Hygiene-Institut des Ruhrgebiets in Gelsenkirchen analysiert. Seit 1998 ist das Einzugsgebiet der beiden Brunnengalerien behördlich festgesetztes Trinkwasserschutzgebiet. Mit 185 Quadratkilometern ist es das größte Wasserschutzgebiet für ein Grundwasservorkommen im gesamten Bundesland. Seit 1993 setzt die RWW auf kooperativen Gewässerschutz und unterstützt finanziell umfangreiche Aktivitäten zur gewässerverträglichen Landbewirtschaftung.

Mittlere Wasserhärte in Gladbeck macht weiterführende Entkalkungsmaßnahmen überflüssig

Mit einem Durchschnittswert von 12,6 °dH entspricht die Wasserhärte in Gladbeck dem mittleren Härtebereich. Um die Umwelt nicht unnötig zu belasten, empfiehlt es sich, die Spülmaschine entsprechend dieser Wasserhärte einzustellen und Waschmittel gemäß der Herstellerangaben für diesen Härtegrad zu dosieren. Zusätzliche Enthärter sind in Gladbeck ebenso entbehrlich wie private Entkalkungsanlagen. Sollte sich Kalk in Kaffeemaschinen oder Wasserkochern ablagern, hilft eine umweltfreundliche Behandlung mit Zitronen- oder Essigsäure. Diese Mittel lassen auch Wasserflecken und Kalkrückstände auf Fliesen und Badkeramik schnell und einfach verschwinden. Für den Menschen sind die für die Wasserhärte in Gladbeck verantwortlichen Mineralien Kalzium und Magnesium nicht schädlich.

Fazit

Bezüglich der Verkalkungsgefahr für Haushaltsgeräte besteht durch die mittlere Wasserhärte in Gladbeck kein größerer Grund zur Sorge. Kalkablagerungen lassen sich für gewöhnlich schon durch die richtige Einstellung der Geräte und eine angemessene Dosierung der Wasch- und Spülmittel verhindern. Gladbeck ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Landkreis Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster und befindet sich ca. 7,2 Kilometer nördlich von Bottrop.