Wasserhärte Freiburg im Breisgau – weich oder mittel aus eigener Gewinnung

Beim Trinkwasser für Freiburg im Breisgau handelt es sich um Eigenwasser aus nahegelegenen Vorkommen. Die unterirdischen Wasservorräte bei Ebnet und Hausen an der Möhlin sind zusammen doppelt so groß wie der Bodensee. Hier erfahren Sie alles Wichtige zur Wasserqualität und zur Wasserhärte in Freiburg im Breisgau.

Auch in trockenen Sommern wird das Leitungswasser in Freiburg im Breisgau nicht so schnell knapp. Bei den beiden Wassereinzugsgebieten Hausen an der Möhlin und Ebnet handelt es sich um die ergiebigsten Grundwasservorkommen Mitteleuropas. Beide zusammen werden auf die zweifache Menge des Bodensees geschätzt.

Wassergewinnung in Freiburg im Breisgau

Die Freiburger östlich der Güterbahn (ohne St. Georgen) werden vom Wasserwerk Ebnet versorgt, das bereits zwischen 1873 und 1876 errichtet wurde. Die Erweiterung der Versorgungsgebiete im Westen erfolgte 1971, nachdem die Bevölkerungszahlen so weit angestiegen waren, dass der Wasserbedarf über Ebnet allein nicht mehr zu decken war. Seither ist das Wasserwerk Hausen das zweite Standbein der Trinkwasserversorgung in Freiburg. Die Stadtteile Günterstal und Kappel verfügen über eigene Quellen.

Das Wasserwerk in Hausen an der Möhlin versorgt rund 70.000 Freiburger westlich der Güterbahnlinie einschließlich St. Georgen. Da an diesem Standort Grundwasserströme des Schwarzwalds und der Alpen zusammentreffen ist der Ort geradezu prädestiniert für die Wassergewinnung. Das aus einer Tiefe von bis zu 117,5 Metern geförderte Rohwasser ist von so guter Qualität, dass es keinerlei Aufbereitung bedarf.

Das Freiburger Wasserschlössle

Das Trinkwasser für Freiburg im Breisgau wird in 12 Hochbehältern mit Volumen von bis zu 20.000 Kubikmetern gespeichert. Der markanteste Behälter ist das 1890 errichtete Freiburger Wasserschlössle im Sternwald, mit dem die damaligen Stadtherren ihre Wertschätzung gegenüber dem Trinkwasser zum Ausdruck bringen wollten.

Vom höher gelegenen Wasserwerk Ebnet fließt das Wasser durch das natürliche Gefälle zum Wasserschlössle, wo es über eine Vorkammer in den eigentlichen Wasserspeicher, die Wasserkammer, gelangt. Diese ist 45 Meter lang, 33 Meter breit und sechs Meter hoch. Ihr Fassungsvermögen beträgt 3.800 Kubikmeter. Nach Freiburg fließt das Wasser ebenfalls ohne Pumparbeit, abermals durch natürliches Gefälle.

Wasserqualität und Wasserhärte in Freiburg im Breisgau

Je nach genauer Wohnlage fällt die Wasserhärte in Freiburg unterschiedlich aus. Während die von Ebnet versorgten Stadtteile weiches Wasser mit 5,2 °dH erhalten, bekommen die von Hausen belieferten Bereiche Wasser mittlerer Härte mit 12,9 °dH. In Kappel liegt die Wasserhärte bei 4,8 °dH, in Günterstal bei 2,4 °dH, was beides dem Härtebereich „weich“ entspricht.

Die Wasserqualität in Freiburg im Breisgau lässt nichts zu wünschen übrig. Das Wasser erfüllt sowohl in chemischer als auch in bakteriologischer Hinsicht alle gesetzlichen Vorgaben.

Fazit:

Die Wasserhärte in Freiburg im Breisgau reicht von sehr weich bis mittel. In den Stadtteilen mit weichem Wasser kann auf Wasserenthärter verzichtet werden. In den Ortsteilen mit mittlerer Härte sind sie höchstens bei Waschgängen bei mehr als 60 °C sinnvoll. Freiburg im Breisgau ist eine Großstadt in Baden-Württemberg und befindet sich jeweils ca. 60km südlich von Offenburg und von Villingen-Schwenningen.

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