Wasserhärte in Frankfurt am Main – weich, mittel oder hart aufgrund unterschiedlicher Herkunft und Mischung

Das Trinkwasser für Frankfurt am Main wird über eine Vielzahl von Quellen, Brunnen und Stollen in der gesamten Region gewonnen. Lesen Sie hier, wer für die Trinkwasserförderung verantwortlich ist und welche Wasserhärte in Frankfurt am Main vorliegt. Bereitgestellt wird das Leitungswasser für Frankfurt am Main von der Hessenwasser GmbH. Rund 20 Prozent des Wassers werden über direkt im Stadtgebiet befindliche Anlagen gefördert. Weitere 50 Prozent stammen aus dem Hessischen Ried. Den Rest des Bedarfs deckt für die Trinkwasserverteilung verantwortliche Mainova AG über Gewinnungsgebiete im Vogelsberg, im Kinzigtal und im Spessart. Da je nach Herkunft des Trinkwassers für Frankfurt am Main die natürliche Zusammensetzung und der Mineraliengehalt verschieden sind, unterscheiden sich die einzelnen Wässer zum Teil auch im Geschmack.

Ökologische Wassergewinnung in Frankfurt am Main

Ohne umweltverträgliche, nachhaltige Wassergewinnung ist eine zukunftssichere Wasserversorgung nicht denkbar. Das gilt vor allem in dicht besiedelten Ballungsräumen wie sie im Rhein-Main-Gebiet vorliegen. Die zunehmende Belastung der natürlichen Wasservorkommen stellt die Wassergewinnungs- und Wasseraufbereitungsbranche vor immer größere fachliche und technologische Herausforderungen. Die Hessenwasser GmbH betreibt mit ihren Wassergewinnungsanlagen ein integriertes Grundwassermanagement, zu dessen zentralen Aufgabenbereichen die Verantwortung für die natürlichen Wasserressourcen zählt. Bereits seit Ende der 1950er Jahre werden die Grundwasservorkommen im Frankfurter Stadtwald durch die Versickerung von aufbereitetem Mainwasser entlastet. Die Entnahme des Grundwassers erfolgt gemäß exakter Grundwasserbewirtschaftungspläne, Wasserrechtsbescheide und genauer Vorgaben der überwachenden Behörden und wird nach wasserwirtschaftlich-ökologischen Kriterien reguliert. Der Dialog zwischen verschiedenen regionalen Interessenträgern, den Kommunen, dem Land, der Land- und Forstwirtschaft und den Vertretern der Wasserversorgung, bildet das Fundament für eine naturschutzfachlich gesicherte, nachhaltige Gewinnung des Leitungswassers für Frankfurt am Main.

Sehr unterschiedliche Wasserhärten in Frankfurt am Main

Je nach Herkunft des Trinkwassers und nach der genauen Mischung im jeweiligen Versorgungsgebiet fällt die Wasserhärte in Frankfurt am Main teilweise sehr unterschiedlich aus. Allein in der Innenstadt gibt es zwei verschiedene Wasserhärten, nämlich „weich“ mit rund 4 bis 5 °dH und „hart“ mit circa 19 bis 20 °dH. Das Versorgungsgebiet Nordwest erhält beispielsweise Wasser mittlerer Härte mit etwa 10 bis 14 °dH, während die Wasserhärte im Gebiet Sachsenhausen Berg- und Talzone sowie in Oberrad zwischen mittel und hart schwankt.

Regelmäßige Kontrollen bürgen für hohe Wasserqualität

Die Wasserqualität in Frankfurt am Main ist unabhängig von der jeweiligen Härte überall gleichermaßen gut. Jährlich rund 65.000 physikalisch-chemische und bakteriologische Analysen in einem amtlich anerkannten Labor belegen, dass das Leitungswasser sämtliche gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Auch für die Zubereitung für Babynahrung ist das Frankfurter Trinkwasser bestens geeignet.

Fazit

Angefangen von weichem Trinkwasser über Wasser mittlerer Härte bis hin zu hartem Leitungswasser liegen in Frankfurt am Main unterschiedlichste Wasserhärten vor. Um Wasch- und Spülmittel kostensparend und ökologisch dosieren zu können, empfiehlt es sich, genaue Erkundigungen bezüglich der Härte am eigenen Anschluss einzuziehen.