Wasserhärte in Essen – weiches Ruhrwasser schont Waschmaschinen und Co.

Die Stadtwerke Essen versorgen pro Jahr rund 91.000 Kundenanschlüsse in der Ruhrmetropole mit hochwertigem Trinkwasser. Informieren Sie sich hier über die Wassergewinnung, die Wasseraufbereitung, den Wasserschutz und die Wasserhärte in Essen.

Die Wassergewinnung in Essen hat eine lange Tradition, die sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde das Wasser aus Quellen und Brunnen in die Stadt geleitet. 1863 erging der Beschluss zur Errichtung eines Pumpwerks im Ruhrtal, in dem das Trinkwasser für Essen aus dem Uferfiltrat der Ruhr gewonnen wurde. Heute wird das Wasser in einem 204 Hektar großen Trinkwasserschutzgebiet in Essen-Überruhr gefördert und im dortigen Wasserwerk mithilfe moderner Verfahren aufbereitet.

Wasseraufbereitung im Verbundwasserwerk Essen

Das bei Essen-Horst aus der Ruhr entnommene Rohwasser wird zunächst über eine Sedimentation dem Schnellfilter zugeführt und dort grob gereinigt. Anschließend durchfließt das Wasser einen Langsamsandfilter, wo auch feinere Schmutzpartikel entfernt werden.

Im weiteren Verlauf wird das Wasser mit dem in Essen-Überruhr gewonnenen Uferfiltrat gemischt und gelangt zur Ozonung, wo es mit Hilfe von Ozon desinfiziert und oxidiert wird. Bei Bedarf erfolgt zusätzlich eine Flockung, um feinste suspendierte oder kolloidale Fremdbestandteile zu koagulieren und im anschließenden Mehrschichtfilter sowie im darauffolgenden Aktivkohle-Festbettfilter ausfiltern zu können.

Im nächsten Schritt wird das Leitungswasser für Essen physikalisch entsäuert, um überschüssiges Kohlendioxid umweltfreundlich zu entfernen. Zum Abschluss sorgt eine UV-Desinfektion ohne chemische Zusätze für Keimfreiheit.

Gewässerschutz gewährleistet hohe Wasserqualität in Essen

Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) kümmern sich die Stadtwerke Essen darum, dass das Flusswasser sauber bleibt. Schon seit 1992 kooperiert die AWWR mit den ansässigen Landwirten, um die Verschmutzung der Ruhr und ihrer Nebenflüsse durch Nitrat und Pflanzenschutzmittel zu minimieren.

Jährlich investiert die Arbeitsgemeinschaft rund 260.000 Euro in den Gewässer- und Umweltschutz auf Grundlage landwirtschaftlicher Kooperationen. Dabei werden neben konkreten Förderbausteinen, beispielsweise für die Förderung gewässerschonender Gülleausbringungsverfahren, auch die Kosten für die Beratung der Landwirte durch die Landwirtschaftskammern Rheinland und Westfalen-Lippe übernommen.

Geringe Wasserhärte in Essen

Mit etwa 7,3 °dH liegt die Wasserhärte in Essen im Härtebereich „weich“. Dank des niedrigen Kalkgehalts bleiben Haushaltsgeräte wie Spülmaschinen und Waschmaschinen auch ohne zusätzliche Enthärter frei von Verkalkungen. Für ein optimales Wasch- und Spülergebnis genügt die Mindestdosierung von Wasch- und Spülmitteln. Das schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern entlastet auch die Umwelt.

Aufgrund der geringen Wasserhärte eignet sich Trinkwasser in Essen hervorragend für die Zubereitung empfindlicher Teesorten wie Grüntee oder Darjeeling.

Fazit

Die geringe Wasserhärte in Essen ermöglicht einen schonenden Betrieb von Haushaltsgeräten wie Wasch- und Spülmaschinen, Wasserkochern und Kaffeemaschinen sowie den sparsamen Umgang mit Wasch- und Spülmitteln. Durch die aufwendige Aufbereitung und Filtrierung ist das Essener Trinkwasser so sauber, dass es ohne Einschränkungen verwendbar ist.

Essen ist eine Großstadt im Ruhrgebiet und nach Düsseldorf, Köln und Dortmund die viertgrößte Stadt in Nordrhein-Westfalen.

Themen: Wasserhärte