Wasserhärte in Emden – überwiegend Wasser mittlerer Härte aus eigenem Wasserwerk

Seit über 100 Jahren versorgen die Stadtwerke Emden ihre Stadt mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk Tergast. Lediglich Wybelsum und Twixlum werden vom OOWV versorgt. Die unterschiedliche Wasserherkunft führt zu unterschiedlichen Wasserhärten in Emden. Das Trinkwasser für Emden, von den Einheimischen auch „Tergaster Sprudel“ genannt, wird aus Grundwasser gewonnen. Zwischen 70 und 100 Meter tief reichen die Brunnen des Wasserwerks Tergast in den Boden, über die das Rohwasser an die Erdoberfläche gelangt. Das geförderte Wasser ist frei von Bakterien und Schadstoffen, enthält allerdings Eisen und Mangan. Da diese Metalle das Wasser verfärben und den Geschmack beeinträchtigen würden, werden sie in sorgfältigen Aufbereitungsschritten entfernt, bevor das Leitungswasser für Emden in das Wassernetz eingespeist wird.

Beginn der zentralen Wasserversorgung in Emden

Wie an vielen anderen Orten auch, war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts jeder Emdener selbst dafür verantwortlich, sich mit Trink- und Brauchwasser zu versorgen. Letzteres wurde aus sogenannten Flachbrunnen geschöpft, während zum Trinken Regenwasser in Tonnen, Becken und Zisternen gesammelt wurde. In regenarmen Zeiten litten die Menschen immer wieder unter Wassermangel. Gerade den ärmeren Haushalten standen oft nur einfache Regentonnen mit geringem Fassungsvermögen zur Verfügung, die entsprechend schnell trocken fielen. Daher ließ der Magistrat öffentliche Zisternen anlegen und brachte in Notzeiten Wasser mit Schiffen nach Emden. Gegen Ende der 1870er Jahre forderten immer mehr Bürger die Einrichtung einer zentralen Wasserversorgung für die Stadt. In den nächsten Jahren wurden mehrere Probebohrungen in und um Emden durchgeführt, die jedoch alle negativ ausfielen. Erst 1895 gelangt es, in Tergast ein ausreichend großes Grundwasservorkommen zu erschließen, dass alle Anforderungen erfüllte. Bereits zwei Jahre später nahm das dortige Wasserwerk seinen Betrieb auf. Für konstanten Druck im Leitungsnetz sorgten erst ein und dann zwei Wassertürme.

Ein neues Wasserwerk für Emden

Nach dem Krieg waren große Teile der Wasserversorgungsanlagen in Emden zerstört. Behelfsmäßig ging 1948 ein neues Pumpwerk an der Borssumer Schleuse in Betrieb, das in den Folgejahren stetig weiter ausgebaut wurde. Mitte der 1960er Jahre reichten die Wasseraufbereitungskapazitäten des Wasserwerks Tergast nicht mehr aus. Daher wurde beschlossen, das Werk zu vergrößern und auf den neuesten Stand zu bringen. In diesem Zuge wurde das Wasserwerk II errichtet, das bis heute den Tergaster Sprudel produziert.

Zu geringen Teilen weiches Wasser in Emden

Das Wasserwerk Tergast liefert mit rund 11 °dH eine mittlere Wasserhärte für Emden. Weicher ist das Wasser in den vom Oldenburg-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) versorgten Ortsteilen Wybelsum und Twixlum, das eine Wasserhärte von 5 °dH aufweist. Bei diesen Wasserhärten können Privathaushalte auf vorbeugende Enthärtungsmaßnahmen verzichten, da nur eine geringe Verkalkungsgefahr besteht.

Fazit

In Emden fließt überwiegend mittleres, zum Teil aber auch weiches Wasser aus der Leitung. Die Gefahr für Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten ist durch die niedrige Wasserhärte sehr gering, sodass keine speziellen Entkalkungsmaßnahmen erforderlich. sind. Emden ist eine Stadt in Niedersachsen und befindet sich ca. 83 Kilometer nordwestlich von Oldenburg und 77 Kilometer westlich von Wilhelmshaven.